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Rückerstattung nach Rücktritt vom Kauf


| 07.10.2005 12:21 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich erwarb bei einem großen Electronicdiscounter (Internetshop) einen PDA. Geliefert bekam ich ihn am 31.8. und stellte fest das er defekt ist! Ich rief die Supporthotline an und schilderte das Problem! Ein schneller Umtausch wurde abgelehnt und mir der Vorschlag einer Reperatur unterbreitet (14 Tage Reperaturdauer) wahlweise Rücktrittsrecht. Da ich den PDA bereits eher benötigte sendete ich ihn am gleichen Tag zurück und vermerkte auf der beigelegten Rechnungskopie "Rückgabe innerhalb 14 Tagen" (sollte ich laut Support so machen). Auf meine Nachfrage auf welche Art die Gutschrift erfolgt da es ja ein NN Kauf war erhielt ich die Antwort das mir ein Scheck zugeht.

Bis heute traf kein Scheck ein, von der Supporthotline wurde ich abgewimmelt, die Antworten waren "wir sind dafür nicht zuständig, wenden sie sich an die Garantieabteilung", meine Bitte mich mit der entsprechenden Abteilung zu verbinden wurde damit abgetan das die Abteilung telefonisch nicht erreichbar ist und ich mich nur schrifftlich beschweren kann! Meine Frage nach der Anschrifft der zuständigen Abteilung bekam ich zur Antwort das ich einfach die Hauptadresse nehmen soll da sich "alle Schreiben eh auf solche Fälle beziehen" und automatisch alles an die Garantieabteilung geleitet wird.

Da ich in den letzten Wochen keine Zeit hatte mich darum zu kümmern unternahm ich weiter nichts. Nun meine Fragen: Befindet sich der Verkäufer jetzt schon unter Verzug? Ich fand im Internet dazu: § 286 (3) BGB. So wie ich hier des öfteren gelesen habe ist der Verzug des Schuldners die Vorraussetzung für die Auferlegung der Kosten. Mir ist natürlich daran gelegen das mir keine weiteren Kosten entstehen. Kann ich jetzt gleich einen Rechtsanwalt beauftragen ohne das mir Kosten entstehen? Wenn ja würde ich mich freuen wenn der beantwortende RA sich der Sache annimmt! Natürlich nur wenn eine räumliche Entfernung keine Rolle spielt (mein Wohnort: Nordhessen PLZ 362xx).

Vielen Dank
07.10.2005 | 13:11

Antwort

von


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Heinrich-Brüne-Weg 4
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Web: www.anwaeltin-heussen.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund der mitgeteilten Tatsachen wiefolgt beantworten möchte:

1.Aufgrund des Defekts des Geräts hätten Sie Anspruch auf Lieferung einer mangelfreien Sache gehabt, Sie wurden also vom Supportteam falsch unterrichtet, was leider keine Seltenheit ist.

2.Da Sie das Gerät online bestellt haben, liegt hier ein Fernabsatzvertrag vor, den Sie durch Rücksendung des Geräts „widerrufen“ haben. Somit muß Ihnen das Geld zurück erstattet werden. Mit Rücksendung der Kaufsache und hier Ablauf der 30 Tage Frist ist der Verkäufer im Verzug mit der Rückzahlung (Sie hätten ihn schon vorher durch Mahnung und Fristsetzung in Verzug setzen können).

3.Da bisher auf Ihre Anrufe nicht reagiert wurde, sollten Sie zunächst selbst schriftlich (bitte mit Einschreiben/Rückschein) nochmals darauf hinweisen, dass der Vertrag widerrufen (bzw Sie zurückgetreten sind; das ist zwar juristisch nicht ganz korrekt, aber wenigsten stellen Sie sicher, dass Sie verstanden werden) wurde und Sie zur Zahlung binnen 2 Wochen auffordern (Bankdaten nicht vergessen).

4.Wenn sich darauf hin nichts tut, sollten Sie anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Schreiben Sie in Ihren Brief, dass Sie bei Verstreichen der Frist „unverzüglich“ rechtliche Schritte einleiten werden.

5.Wenn Sie Glück haben, erfolgt darauf hin die Zahlung. Sonst muß ein Mahnbescheid geschickt werden. Gerne stehe ich Ihnen dafür zur Verfügung. Die Anwaltskosten sind als Schadensersatz ersatzfähig.


Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem Rechtsproblem weiter geholfen.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

info@anwaeltin-heussen.de
www.anwaeltin-heussen.de


Nachfrage vom Fragesteller 07.10.2005 | 13:37

Vielen Dank für die ausführliche Antwort!

2 kleine Nachfragen ergeben sich noch.

Die Tatsache das ich unübersehbar "Rücktritt innerhalb von 14 Tagen" (Zeuge vorhanden) auf die Rechnungskopie schrieb genügt nicht?

Kann ich die mir entstandenen Kosten (z.B. Portokosten für Einschreiben) dem VK auferlegen? Muß mir der VK die Kosten erstatten?

Nochmal vielen Dank für den tollen Service.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.10.2005 | 13:46

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie müssen beweisen, dass Sie den Widerruf/bzw Rücktritt ausgeübt haben. Der Zeuge kann ausreichen, der sichere Weg läuft über das Einschreiben/Rückschein.

Die Kosten dafür können Sie als Schadensersatz geltend machen, da diese Kosten infolge der Verfolgung Ihres Anspruchs entstanden sind.
Allerdings werden Sie das Porto zunächst bezahlen müssen, da der Gegner den Brief nicht annehmen wird, wenn er dafür zahlen soll und dann haben Sie wieder keinen Nachweis für Ihren Widerruf.

Mit freundlichen Grüssen
Nina Heussen
Rechtsanwältin

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