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Rückerstattung für Freelance Dienstleistungen

15.05.2018 16:21 |
Preis: 48,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Rückzahlungsverpflichtung in Bezug auf ein Schuldanerkenntnis bzw. einen Vertrag

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich arbeite als Freelancer im Bereich Web Design und meine Kunden sind Kleinunternehmer.

Vor etwa 5 Monaten wandte sich ein Bekannter an mich mit dem Bitte, seinem Unternehmen (im EU-Ausland) zu helfen, und wir haben vereinbart, dass ich an seiner Webseite arbeite.

Ein großer Fehler meinerseits ist, dass wir ausnahmsweise keinen Vertrag unterschrieben haben; ich habe lediglich für mich für Steuerzwecke eine maschinelle Rechnung ausgestellt (der Kunde hat den Rechnungsbetrag auch überwiesen, hat aber keine Kopie der Rechnung). Der Kunde schickte mir per Email eine Liste von 3 Arbeitspunkten:

Punkt 1: die Arbeit wurde erledigt und dem Kunden übergeben;
Punkt 2: erledigt aber es gab einen Zwischenfall (siehe unten) und deshalb wurde die Geschäftsbeziehung beendet;
Punkt 3: diesen Punkt hätte ich nach Abschluss vom Punkt 2 angefangen aber es kam nie dazu.

Bald stellte es sich heraus, dass mit dem Kunden zu arbeiten ein Albtraum ist — dutzend anderer Anfragen, nicht vereinbarte Arbeit, kein Feedback wenn dringend benötigt. Zusätzlich würde ich mitten in der Nacht Nachrichten erhalten, die nichts mit der tatsächlichen Arbeit zu tun hatten und die man als belästigend einstufen könnte.

Zu Punkt 2: ich hatte den Kunden gebeten sich die neue Funktionalität der Webseite anzuschauen und mir Rückmeldung zu geben bevor ich die fertige Arbeit auf seine Server übertrage. Null Feedback. Er hat sich das nicht mal angeschaut, nur gesagt er wäre unzufrieden und wolle sein Geld zurück.

Ich habe dem Kunden mehrmals Emails bzgl. Feedback geschickt. Letztendlich habe ich den Kunden gebeten, mir seine Bankverbindung mitzuteilen damit ich 100% der erhaltenen Summe erstatten kann (obwohl ich Punkt 1 schon geliefert hatte). Wäre meiner Meinung nach auch fair, da ich eigentlich nur Punkte 1 und 2 fertig machte und Punkt 2 noch nicht abgenommen war.

Keine Antwort auf diese Emails.

Null Ahnung wo das Problem lag, aber mein Eindruck war auch dass er sich weigerte Emails zu beantworten die ich von meiner beruflichen Mailbox sendete und hat immer Emails an meine private Mailbox geschickt (was für mich auch die Arbeit erschwerte).
Ich habe auch mehrmals versuch den Kunden telefonisch zu erreichen aber er hat dann entweder die Anrufe ignoriert oder so getan, als wüsste er nicht wer dran ist und auflegen.

Also steckte ich das Geld weg und habe ruhig an anderen Projekten weiter gearbeitet.

Nun meldet sich der Kunde wieder per Email und will sein Geld. Ansonsten droht eine Eskalation, meint er.

Inzwischen hat sich meine finanzielle Situation geändert und ich könnte die Gesamtsumme nicht zurückzahlen.

Wie gehe ich am besten vor? Was muss ich bei meiner Antwort an den Kunden beachten, und gibt es gesetzlich vorgeschriebene Fristen, bis wann ich den Rechnungsbetrag erstatten muss? Die Rechnung ist mittlerweile 5,5 Monate alt.
Ich bräuchte seine Bankverbindung um überhaupt zahlen zu können und dann müsste ich ggf. eine Ratenzahlung vereinbaren.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Gesetzlich vorgeschriebene Fristen, bis wann Sie den Rechnungsbetrag erstatten müssen, gibt es da nicht - allgemein üblich sind zwei Wochen, ggf. auch ausnahmsweise 1, 3 oder 4 Wochen.

Auch Ratenzahlungen sind häufig gangbar, wenn auch gesetzlich nicht derart vorgesehen, sondern müssen konkret verabredet werden.

Bevor ich Ihnen weiter habe ich selbst noch eine Frage:

Haben Sie ihm das schriftlich genannt, dass Sie die Summe, die er gezahlt hatte, zu 100 % an Ihnen zurückzahlen werden?

Denn ohne feedback und schlüssiger Mängelanzeige macht ja nicht unbedingt die Rückzahlung einen Sinn.

Haben Sie sich jedoch im Rahmen eines Schuldanerkenntnisses einseitig verpflichtet oder einen Vertrag zweiseitig dahingehend geschlossen, könnte Ihr Bekannte Sie daraus in Anspruch nehmen.

Danke also noch für Ihre Rückmeldung dazu - im Rahmen der unten erwähnten kostenlosen Nachfragemöglichkeit.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 15.05.2018 | 17:29

Sehr geehrter Herr Hesterberg,

Vielen Dank für Ihre Antwort!

Leider hatte ich dem Kunden via Email mitgeteilt dass ich das Geschäftsverhältnis beende und zwei Möglichkeiten angeboten:
1. Er gibt mir Feedback damit ich die fertige Arbeit an seine Server hochladen kann
2. Er bekommt sein Geld zurück.

Nachdem keine Antwort kam hatte ich nochmals geschrieben, dass wenn er meine Emails und Anrufe ignoriert er zumindest seine Kontodaten schicken könnte, also habe ich quasi die Wahl für ihn getroffen. Auf diese Email hat er auch nicht geantwortet.

Denken Sie, es wäre besser wenn ich jetzt seine Bankverbindung per Post / schriftlich anfrage und meinen Ratenzahlungsvorschlag auch per Post schicke?

Ich möchte dass diese stressige Situation möglichst schnell vorbei ist und ich keine allzu große Konsequenzen daraus ziehen muss (auch weil ich gehört habe dass er vielen Dienstleistern mit Anwälten droht usw.)

Nochmals vielen Dank und Viele Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.05.2018 | 09:10

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage möchte ich Ihnen gerne wie folgt beantworten:

"Denken Sie, es wäre besser wenn ich jetzt seine Bankverbindung per Post / schriftlich anfrage und meinen Ratenzahlungsvorschlag auch per Post schicke?"

Ja, das wäre das beste, wenn Sie ihm so geantwortet haben.

Denn ansonsten wird er Ihnen widersprüchliches Verhalten vorwerfen, wenn Sie ihm jetzt schreiben würden, Sie zahlen nichts.

Er wird sich leider durchaus auf Ihre Antwort und Auswahl der Zahlungsoption stützen können.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


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