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Rückerstattung einer bereits bezahlten aber (teilweise) nicht erbrachten Leistung

01.08.2018 11:51 |
Preis: 48,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


10:55
Guten Tag,

vergangenes Jahr habe ich für die Hochzeit meines Bruders eine Fotografin engagiert. Diese wollte bereits im Vorfeld bezahlt werden, was ich leider auch getan habe. Abgemacht war die Hochzeit zu fotografieren, sämtliche Bilder in voller Qualität digital zur Verfügung gestellt zu bekommen (per USB Stick) und eine gewisse Auswahl besonders nachbearbeitet und in Print.
Zur Hochzeit Anfang Oktober letzten Jahres kam die Fotografin auch und machte Bilder. Daraufhin bekamen mein Bruder und seine Frau eine Vorauswahl der Bilder online zur Verfügung gestellt (nicht in voller Qualität) um sich die Bilder auszusuchen, die nachbearbeitet werden sollten. Die Fotografin versprach innerhalb von vier bis sechs Wochen, spätestens Weihnachten 2017, die bearbeiteten Bilder in Print und alle digital in voller Qualität zu verfügung zu stellen.
Ende Januar 2018 kontaktierte ich die Fotografin wieder, weil wir nichts mehr von ihr gehört hatten. Die kurze Antwort war: Sie wäre im Stress gewesen, versprach sich zu beeilen.
Anfang April 2018 hatten wir noch immer keinerlei Bilder erhalten. Ich habe ihr daraufhin eine Frist gesetzt, dass sie die Bilder innerhalb von 14 Tagen verschicken solle. Angeblich tat sie das auch 2 Tage bevor die Frist ablief. Allerdings kam das Packet nie an. Anfang Mai kontaktierte sie mich, das Packet wäre zurück gekommen, weil nicht abgeholt worden. Wir hatten nie eine Abholkarte im Briefkasten, sie hat auch kein Foto angehängt, von dem Aufkleber der Post. Sie hat daraufhin angeblich das Packet noch einmal versendet. Das kam allerdings auch nie an. Ich hatte sie mittlerweile um die Trackingnummer gebeten, um mitzuverfolgen wo das Packet denn gerade ist. Dabei stellte sich heraus, dass sie das Ganze als Maxibrief und damti ohne Tracking aufgegeben hätte.
Anfang Juni 2018 bat ich sie das Ganze als Einschreiben zu verschicken, sodass beide Seiten abgesichert wären. Daraufhin kam die Antwort, dass die Bilder zu Hause lägen und sie das sofort tun würde. 3 Wochen später habe ich noch einmal nachgehakt und um die Sendungsverfolgungsdaten gebeten. Darauf habe ich keinerlei Rückmeldung erhalten. Mein Bruder hat daraufhin mehrfach mit ihr telefoniert, wobei sie immer wieder erklärte, warum sie es noch nicht geschafft hatte, die Bilder zu verschicken.
Mitte Juli 2018 habe ich ihr eine neue Frist (per Email) gesetzt in der ich darum gebeten habe, mir das Honorar in voller Höhe zurück zu zahlen innerhalb von 14 Tagen. Diese Frist ist nun am Montag verstrichen, ich habe weder von ihr gehört, noch das Geld erhalten, noch hat mein Bruder die Bilder erhalten.
Ich würde nun gerne weitere Schritte einleiten, so ist die Situation doch sehr frustrierend. Wie wäre nun das weitere Vorgehen?

Vielen Dank für ihre Antwort und freundliche Grüße
01.08.2018 | 13:07

Antwort

von


(419)
Tannenforst 3
47551 Bedburg-Hau
Tel: 02821 895153
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Fragen
wie folgt.

Bei dem mit der Fotografin vorliegend geschlossenen Vertrag handelt es sich um einen Werkvertrag, da nach dem Inhalt der Vereinbarung ein Erfolg geschuldet ist, nämlich die Herstellung und Verschaffung der versprochenen Bilder.

Da die Fotografin Ihnen die Bilder trotz Fristsetzung nicht geliefert hat, können Sie vom Vertrag zurücktreten, vgl. § 634 Nr. 3 BGB. Rücktritt ist ein Gestaltungsrecht und entsteht erst, wenn eine Frist zur Nacherfüllung ergebnislos abgelaufen ist. Aus Ihrer Sachverhaltsschilderung ist zu entnehmen, dass diverse Fristen gesetzt wurden, zuletzt sogar auf Rückzahlung, die allesamt ergebnislos verstrichen sind.

Sie können daher nun schriftlich, am besten per Einschreiben, den Rücktritt vom Vertrag erklären und zur sofortigen Rückzahlung auffordern.

Danach können Sie einen Mahnbescheid beantragen, auf dessen Grundlage Sie letztlich einen Vollstreckungsbescheid beantragen können, sofern die Gegenseite nicht reagiert. Dies können Sie ohne anwaltliche Hilfe tun.

Sie können natürlich auch einen Rechtsanwalt beauftragen, den Rückzahlungsanspruch geltend zu machen. Auf der Grundlage Ihres Rücktrittes kann der Kollege dann die Gegenseite unter letzter Fristsetzung auffordern zu zahlen und zugleich seine Kosten (Rechtsanwaltsvergütung) geltend machen. Zahlt die Gegenseite nicht, ist Klage geboten.

Ich wünsche Ihnen Alles Gute!

Bitte beachten Sie, dass die Beratung im Rahmen dieser Plattform nur eine erste rechtliche Orientierung bieten soll. Sie kann daher eine detaillierte Rechtsberatung, unter Vorlage von Unterlagen und Urkunden, niemals ersetzen.

Freundliche Grüße

D. Meivogel
-Rechtsanwalt-


Nachfrage vom Fragesteller 06.08.2018 | 16:05

Guten Abend Herr Meivogel,

vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Ich bin gerade dabei das Einschreiben vorzubereiten und musste nun feststellen, dass ich keine aktuelle Adresse der Fotografin habe. Sie ist in der Zwischenzeit in ein anderes Bundesland umgezogen. In dem Impressum ihrer Internetseite befindet sich keine Anschrift, auch finde ich in den sozialen Medien keinerlei Anschrift. Wie wäre nun das beste weitere Vorgehen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.08.2018 | 10:55

Sehr geehrter Fragesteller,

in diesem Fall ist auch eine Einwohnermeldeamtsauskunft wohl nicht erfolgversprechend, da Sie keine Anhaltspunkte haben, an welches Einwohnermeldeamt Sie sich überhaupt wenden müssen.

In solchen Fällen kann man beispielsweise über das Internet eine Adressermittlung durchführen. Hierfür gibt es verschiedene Anbieter, unter anderem auch die Deutsche Post. Bleibt dies ohne Erfolg, so besteht noch die Möglichkeit, sich an eine Detektei zur Adressermittlung zu wenden.

Freundliche Grüße

D. Meivogel
Rechtsanwalt





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