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Rückabwicklung von Pferdekauf


| 16.12.2012 18:25 |
Preis: ***,00 € |

Tierrecht, Tierkaufrecht



Hallo
Ich habe mir vor ca. 5 Monaten ein Pferd gekauft.
Auf dem Hof, wo ich es untergestellt habe und geritten bin, verkehrt auch eine Frau mit ihrer 15 jährigen Tochter.
Da die Tochter Interesse an diesem Pferd hatte, habe ich der Mutter per Kaufvertrag die Hälfte des Pferdes verkauft, mit der Auflage, das wir uns alle Kosten teilen.
Nach ca. 2 Monaten kommt die Mutter jetzt mit der Forderung zu mir, ihr die Hälfte des Pferdes wieder abzukaufen da es ihrer Tochter doch nicht gefällt.
Wie ist die rechtliche Lage, muss ich dieser Forderung sofort nachkommen?
Nach Meinung der Mutter muss ich ihr bis Ende des Monats das Geld geben und das Pferd zurücknehmen.
Bitte helfen Sie mir und erklären mir die rechtliche Lage.
Gruß

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:


Die Rechtslage ist hier wie folgt zu beurteilen:

Die Mutter kann von Ihnen nicht ohne Weiteres die Rückabwicklung des Vertrages verlangen. Die Tatsache, dass der Tochter das Pferd ist ohne belang. Allein wenn ein vertragliches Rücktrittsrecht vereinbart worden wäre, könnte die Mutter dieses Recht geltend machen.

ABER:

Sie dürften mit dem Verkauf des hälftigen Eigentums mit der Mutter eine Gemeinschaft nach Bruchteilen gemäß §§ 741 ff. BGB begründet haben.

Nach § 749 Abs. 1 BGB kann jeder, sofern dies nicht durch den Vertrag auf Dauer oder für bestimmte Zeit ausgeschlossen worden ist (§ 749 Abs. 2 BGB), jederzeit die Aufhebung der Gemeinschaft verlangen.

D.h. die Mutter kann verlangen, dass das gemeinschaftliche Eigentum aufgehoben wird.

Sie sind dennoch nicht verpflichtet, das hälftige Eigentum zurückzukaufen.

Allerdings kann die Mutter die Aufhebung der Eigentumsgemeinschaft durch Verkauf des Pferdes verlangen, § 753 BGB.

Der Verkauf würde jedoch zwangsläufig auch zum Verlust ihres Eigentumsanteils führen.

Sofern Sie dies verhindern wollen, werden Sie wohl auf das Angebot der Mutter eingehen müssen oder mit ihr eine andere einvernehmliche Einigung finden müssen.



Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Conzen
(Rechtsanwalt)


Alt Pempelfort 15
40211 Düsseldorf

0211 / 699 90 699
0211 / 699 90 691
mail: info@ra-conzen.de
web: www.ra-conzen.de

Nachfrage vom Fragesteller 16.12.2012 | 20:35

Muss ich das Geld sofort zahlen oder ist eine Ratenzahlung möglich auch wenn sie das nicht will?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.12.2012 | 20:46

Sehr geehrte Ratscuhende,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Sofern Sie den Verkauf des Pferdes verhindern wollen, müssen Sie mit der Mutter eine einvernehmliche Einigung finden.

Sollte diese mit einer Ratenzahlung nicht einverstanden sein, bliebe Ihnen nur die Möglichkeiten die volle Summe zu zahlen. Ein Recht auf Einräumung einer Ratenzahlung durch die Mutter besteht leider nicht.

Es bliebe Ihnen alternativ nur die Mutter insgesamt auf den Verkauf des Pferdes an einen Dritten zu verweisen.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie eine gütliche Einigung erzielen können und bedanke mich herzlich für Ihre positive Bewertung.


Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Conzen
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 16.12.2012 | 20:30


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