Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Rückabwicklung Hauskauf


18.05.2006 21:00 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim



Hallo,

wir haben am 30.03.2006 beim Notar einen Kaufvertrag für ein gebrauchtes Haus unterschrieben. Die Verkäuferin hat sich im Vertrag verpflichtet die bestehenden Grundschulden zur löschung zu bringen.
Im KV steht:
Der Kaufpreis ist zur Zahlung fällig, wenn folgende Fälligkeitsvoraussetzungen vorliegen:
a)...
b) Dem Notar liegen die Löschungsunterlagen für die vom Verkäufer zu beseitigenden Belastungen vor, wobei der Kaufpreis für etwa geforderte Ablösebeträge ausreichen muß.
c)...

Jetzt reicht der Kaufpreis nicht aus um die Lastenfreistellung zu erreichen. (Wußten wir vorher nicht)
Die Verkäuferin hat kein Geld, und wir sehen nicht ein die fehlenden 30000€ zu übernehmen.
1.Gibt es da Fristen bis wann ich einen Rücktritt ankündigen muß?
2.Wer trägt in dem Fall die Kosten für die Rückabwicklung?
3.Wir haben bereits Rechnungen bezahlt, Makler, Notar, Auflassung, Grundschuldbestellung usw. ca. 11000€. Haben wir eine Chance diese wieder zu bekommen? Verkäuferin wird Privatinsolvenz anmelden.

Für eine Beratung in diesen Fragen wäre ich sehr dankbar.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben und insbesondere Ihres Einsatzes wir folgt beantworten darf:

Maßgeblich für die Beantwortung Ihrer Fragen ist der Vertragsinhalt. Da nach der von Ihnen angegebenen Klausel die Verkäuferin für die Löschung der Lasten verantwortlich gewesen ist, haben Sie möglicherweise ein vertragliches Rücktrittsrecht sowie einen Schadensersatzanspruch aufgrund der Vertragsverletzung gegen dir Verkäuferin.

Fristen gibt es insoweit keine, außer diese sind im Vertrag angegeben. Im übrigen gelten die Verjährungsvorschriften sowie die gesetzlichen Rücktrittsregelungen (§§ 323-325 BGB). Sofern eine arglistige Täuschung vorliegt, wäre eine unverzügliche Anfechtung des Vertrages nach Kenntnis des Anfechtungsgrundes erforderlich.

Die kosten der Rückabwicklung gehören zu Ihrem Schadensersatzanpruch.

Sofern die Verkäuferin insolvent ist, werden Sie nur geringe Chancen haben Ihre Schadensersatzansprüche praktisch zu realisieren. Sofern der Zeitraum zwischen Kaufvertragsabschluß und der Insolvenzanmeldung sehr gering ist, ließe sich auch über die Verwirklichung eines Betrugstatbestands nachdenken.

Ich hoffe, Ihre Fragen vorerst beantwortet zu haben, stehe Ihnen jedoch gerne auch für eine Weitere Beratung oder Vertretung zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen von der Ostsee

Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

www.rechtsbuero24.de
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER