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Rucksack vertauscht


| 02.09.2006 13:15 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



Hallo,

ich bin Student und habe meine Freundin, die in einem Jugendcamp arbeitet, in Spanien besucht. Auf der Rückreise mit dem Bus hat ein 16jähriger Teilnehmer am Ausstiegsort München meinen statt seinem Rucksack mitgenommen. Beide sind rot und von der gleichen Marke, gleichen sich jedoch nicht wie ein Ei dem anderen. Meiner ist neuer, hat ein anderes Rot und besteht aus einem anderen Material.

Als ich aus dem Bus ausstieg und meinen Rucksack mitnehmen wollte, stand also nur noch ein anderer roter Rucksack an der Gepäckausgabe des Busses. In der richtigen Annahme, daß der Besitzer dieses Rucksackes versehentlich meinen mitgenommen hatte, habe ich diesen Rucksack auch aufgrund der Tatsache, daß der Bus weiter nach Kroatien gefahren wäre, mitgenommen, und anhand des Namensschildes den Teilnehmer, der in Österreich wohnt, angerufen und den Tausch aufgeklärt.

Nun haben wir vereinbart, daß wir uns die Rucksäcke gegenseitig per Nachname zusenden, jedoch dauert das Zusenden meines Rucksackes so lange, daß ich einen geplanten Flug diesen Samstag nach München, um von dort aus in Italien klettern zu gehen, verschieben muß, und nun am Mittwoch fliege. Der Teilnehmer hat den Rucksack am Dienstag abgeschickt.

Der Vater des Jungen will die Umbuchungsgebühren für meinen Flug nicht bezahlen, weil er der Meinung sei, daß ich einen Fehler gemacht hätte, indem ich meinen Rucksack nicht mit einem Namensschild versehen hätte.

Ich sehe das anders, da selbst Freunde von mir sehen, daß es sich nicht um die gleichen Rucksäcke handelt, und möchte gerne, daß der Vater mir als Student die Folgekosten des Vertauschens seines Sohnes bezahlt.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!
Sehr geehrter Ratsuchender ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grund Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte.

Als Eigentümer des Rucksacks haben Sie natürlich einen Anspruch, dass Ihnen der jetzige Besitzer diesen zurückgibt.

Aus diesem gesetzlichen Schuldverhältnis könnten Sie einen Vezögerungsschaden nur dann geltend machen, wenn der Besitzer auf eine Mahnung hin nicht geleistet hätte und die Nichtleistung zu vertreten hat.

Eine Mahnung wäre nur dann entbehrlich, wenn die Herausgabe endgültig verweigert wird.

Sollten diese Voraussetzungen, d.h. eine Mahnung Ihrerseits vorliegen, so wären Sie so zu stellen, wie Sie bei rechtzeitiger Leistung gestanden hätten.

Zwischen dem Verzug und dem Schaden muss ein
Ursachenzusammenhang bestehen.
Hier wirft sich ein Problem auf, denn es ist fraglich, ob ein Flug wegen eines fehlenden Rucksacks tatsächlich umgebucht werden muss.

Selbst wenn man einen Ursachenzusammenhang bejaht, so würde Sie ein Mitverschulden an der Entstehung des Schadens treffen, denn Sie sind verpflichtet den Schaden zu mindern.
In der Form, dass Sie sich z.B. einen anderen Rucksack oder Tasche besorgen können.

Ich hoffe Ihnen im Rahmen dieser Erstberatung einen Überblick verschafft zu haben.

Ergänzend möchte ich auf folgendes hinweisen. Meine Auskunft umfasst wesentliche Gesichtspunkte die im geschilderten Fall allgemein zu beachten sind. Daneben können weitere Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem ganz anderen Ergebnis führen können. Deshalb sind verbindliche Empfehlungen darüber, ob und wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia Vetter



Nachfrage vom Fragesteller 02.09.2006 | 18:06

Hallo und erstmal vielen Dank für Ihre Mühen. Leider habe ich Ihre Antwort nicht ganz verstanden. Ich brauche nicht nur den Rucksack, sondern die darin enthaltene Outdoor-Ausrüstung im Wert von ca. 800 € um in den Dolomiten klettern gehen zu können. Darunter befindet sich ein sehr hochwertiger Schlafsack bis -7 Grad, einer der besten Windbreaker, Regenjacke, Isomatte, Stirnlampe - alles ausgesprochen hochwertige Artikel die einen hohen Wert haben und gebraucht werden, um in den Dolomiten mit Zelt und Sicherungssystem klettern gehen zu können.

Was das mit einer Mahnung zu tun hat, die ich hätte stellen müssen, verstehe ich nicht. Wenn der Rucksack nicht vertauscht worden wäre, wäre er bei mir und ich hätte die darin enthaltenen Sachen nutzen können. So muß ich auf sie warten und kann dann erst fliegen. Oder ist das zu einfach gedacht?

Vielen Dank und mit freundlichem Gruß,

A.K.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.09.2006 | 12:01

Sehr geehrter Ratsuchender ich bedanke mich für Ihre Nachfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Zu unterscheiden ist immer, ob Schadensersatz verlangt wird, weil die Sache nicht herausgegeben wird oder ob der Besitzer die Sache herausgeben möchte, es dabei aber zu Verzögerungen kommt.

Bei dem Ersatz des Verzögerungsschadens ist nun mal grundsätzlich eine vorherige Mahnung erforderlich.

Sie kann z.B. auch dann entbehrlich sein, wenn besondere Gründe den sofortigen Verzugseintritt rechtfertigen. So z.B. wenn der Schuldner die alsbaldige Leistung ausdrücklich angekündigt hat, gleichwohl aber nicht leistet. ( sog. Selbstmahnung)

Somit könnte man hier durchaus darüber nachdenken, ob hier besondere Gründe vorliegen, die unter Abwägung der beiderseitigen Interessen einen sofortigen Verzugseintritt rechtfertigen. Insbesondere, wenn Sie darüber informiert haben sollten, dass Sie den Rucksack für eine Reise benötigen.

Mit freundlichen Grüßen
Vetter



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"Die Dame geht weder auf meine spezifische Fragestellung ein, noch erklärt Sie den Sachverhalt verständlich. Eine für mich sehr schlechte Antwort, über die ich mich sehr ärgere. Inhaltlich ist die Frage kaum nachzuvollziehen, umständlich formuliert, die Schwerpunkte der Frage wurden in meinen Augen so gut wie gar nicht angeschnitten. Mir drängt sich der Verdacht auf, daß hier mit möglichst wenig Aufwand schnell 15 Euro verdient werden wollten. Schade, da frag-einen-anwalt.de bisher immer sehr konstruktive Ergebnisse zu Tage förderte. "