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Rotlichtverstoß mit Firmenwagen

31.08.2012 09:03 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

am 23.07.2012 war ich allein mit dem Firmenfahrzeug beruflich unterwegs.

Wenige Meter vor einer "im Moment" umschaltenden Links-Abbieger-Ampel (mittlere Spur) flog mir ein Insekt (vermutlich Wespe) an den Kopf und verfing sich vorne in den Haaren. Ich habe mich sehr erschrocken und bin vom Gas runter (das war eine Art Reflex - nicht bewußt)

Ich habe meinen Kopf gesenkt, geschüttelt und versucht mit der Hand das Insekt rauszubekommen.

Das Insekt stach mich knapp über dem rechten Auge. Ich nahm den Kopf wieder hoch und in dem Moment wurde geblitzt. Auf dem (extrem schlechten)Foto kann man erkennen wie ich wegen des Stichs das Gesicht verziehe und meine Hand an der Stirn ist.

Meine Firma bekam eine Aufforderung den Fahrer zu nennen. Meine Firma bat um ein besseres Foto (es wurde ein nur qualitativ sehr schlechtes Bild geschickt). Es gäbe kein 2tes Foto und meine Firma soll umgehend den Fahrer nennen oder man würde eigene Ermittlungen anstellen und zudem droht man mit einer Fahrtenbuchauflage für die komplette Firma. (Das Foto ist übrigens das von der 2ten Kamera, beim ersten Blitz (hatte ich gar nicht bemerkt) war mein Kopf unten...diese Bild ist wohl unbrauchbar.

Rotlichtzeit 0,5 sec, Multastar C- Messung Frontfoto

Das ist jetzt Stand der Dinge. Tatsache ist, die Geschichte glaubt man sowieso nicht.
Trotzdem, wenn ich mich nicht so erschrocken hätte, wäre ich nicht vom Gas runter – dann hätte es sicher nicht geblitzt.

Ein Kunde kann bestätigen, dass ich eine Rötung an der Stirn hatte und meinen Hausarzt habe ich am Abend ebenfalls angerufen, da ich (vermutlich wegen des Stichs) Kopfschmerzen hatte und unter Übelkeit litt. Zeugen in dem Sinne habe ich nicht, da ich ja allein im Fahrzeug war.Es sei denn, das Frontfot gilt als Beweis.

Am Montag muß meine Firma meine Daten weitergeben. Wie soll ich mich der Behörde gegenüber äußern. Wa kann ich tun? Es drohen 3 Punkte und 90 Euro. Punkte muß ich unbedingt vermeiden.

mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Fragestellerin,
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch eine Kollegin/ einen Kollegen vor Ort ersetzen kann. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung komplett anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Ihre Fragen beantworte ich aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben und dem eingesetzten Betrag wie folgt:


Natürlich klingt die Geschichte erstmal unglaubwürdig – ist aber nachvollziehbar. Ob man aber die Behörden davon überzeugen kann, wage ich zu bezweifeln.

Aufgrund des schlechten Fotos sollte die Firma den Vorwurf zurückweisen und entsprechend angeben, dass der Fahrer nicht identifizierbar ist.

Wenn das Foto tatsächlich so schlecht ist, wird die Polizei dann auch keinen Ermittlungserfolg haben, da man Sie nicht erkennen kann.

Es werden zwar Polizisten in die Firma kommen und nach einem Fahrtenbuch bzw. Nachweis fragen, wer wann welches Fahrzeug fährt.

Soweit man Sie hierüber nicht zuordnen kann, wird dies anhand des Fotos auch nicht möglich sein.

Wenn die Firma entsprechend kulant ist, wird sie Sie auch nichts „ans Messer liefern."

Lässt sich die Firma nicht darauf ein und verlangt, dass Sie sich als „Täter" stellen, dann müssen Sie Einspruch einlegen und sollten anwaltlich Akteneinsicht nehmen lassen.

Es findet sich im Einspruchsverfahren immer eine Möglichkeit, die Punkte zu umgehen. Im Zweifel wird das Bußgeld erhöht und die Punkte entfallen.

Sie sollten dann auch nicht davor scheuen, den Vorfall wahrheitsgemäß wiederzugeben.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Ulrike J. Schwerin, Rechtsanwältin

Um Ihre Ansprüche erfolgreich durchzusetzen, empfehle ich die Einschaltung eines Anwalts vor Ort – den Sie über unser Portal problemlos finden können.

Gern stehe auch ich Ihnen im Falle einer weiteren Mandatierung zur Verfügung.

Abschließend möchte ich Sie bitten die Bewertungsfunktion zu nutzen, um dieses Forum für andere Nutzer transparenter zu gestalten.

Mit freundlichen Grüßen

Ulrike J. Schwerin
Rechtsanwältin

Rechtsanwaltskanzlei Schwerin

Standorte:

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Nachfrage vom Fragesteller 31.08.2012 | 12:03

Hallo,

meine Firma ist sehr kulant allerdings meinte meine Kollegin, wenn man weiß, dass ich das Fahrzeug fahre und wer mich kennt "erkennt mich"

Ich will meine Firma auch nicht belasten, das Auto ist ja eigentlich auch nur mir überlassen...und ich bin ja gefahren...ich stehe auf dem Standpunkt ehrlich währt am längsten...allerdings denke ich man wir mir nicht glauben...wenn ich denke was die sich wohl jeden Tag an Geschichten anhören müssen.....

Was würden Sie vorschlagen? Erst Anwalt einschalten oder ohne Anwalt einfach so schildern wie es gewesen ist und schauen wie die Behörde reagiert?

Verbaue ich mir durch meine Darstellung evtl andere Möglichkeiten (Meßverfahren überprüfen, Toleranzen usw....)?

Was wäre eine gute Vorgehensweise. Was würden Sie mir empfehlen?



Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.08.2012 | 12:15

Werter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage darf ich wie folgt ausführen:

Wenn Sie so vorgehen möchten, dann soll Ihr Arbeitgeber Sie als Fahrer benennen.

Wenn Sie dann den Bußgeldbescheid erhalten, sollte mit anwaltlicher Hilfe Einspruch eingelegt und Akteneinsicht beantragt werden.

Man findet vielleicht auch Messfehler - das wäre ein guter Ansatzpunkt.

Ansonsten wird Ihr Anwalt entscheiden, ob und wie er den tasächlichen Ablauf in die Verteidigung einbaut.

Es wird dann zu einer Gerichtsverhandlung kommen, im Rahmen welcher man mit dem Gericht besprechen kann, die Punkte gegen ein erhöhtes Bußgeld zu tauschen.

Damit verhindern Sie dann die Punkte.

Mit freundlichen Grüßen

Ulrike J. Schwerin
Rechtsanwältin

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