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Roaming Abzocke in Indonesien von Vodafone

17.02.2014 12:11 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Wenn die Mobilfunkabrechnung die Gesichtszüge entgleisen lässt stellt sich die Frage inwieweit man die horrenden Roaming Gebühren im Eu-Ausland ( hier Indonesien) als Firmenkunde dem Mobilfunkanbieter zahlen muss und welche Handlungsalternativen offenstehen.

Guten Morgen,

ich habe mein Mobiltelefon in Indonesien genutzt (Diensttelefon der Firma) für mobile Datendienste. Dabei sollen ~500MB Traffic entstanden sein. Wirkt eher hoch für mich, aber das ist nicht der Hauptpunkt meiner Beschwerde. Es wurden für diese Nutzung verteilt auf zwei Rechnungen einmal 1776,5487€ und einmal 4184,4448€ (Netto) in Rechnung gestellt. Das entspricht einem Preis pro MB von ~17€. Als ich in Indonesien war bekam ich eine RoamingInfo SMS mit folgendem Inhalt: "Lieber Vodafone-Kunde, für Datennutzung in diesem Netz zahlen Sie 10Ct pro Stunde und den Nutzungspreis des ausländisches Netzbetreibers +25% Bearbeitungsaufschlag + MwSt. ..."

Der lokale Nutzungspreis in Indonesien ist verschwindend gering, 3GB an Daten kosten ~7€.

Meiner Meinung nach ist die Berechnung von 17€ pro MB nicht rechtens. Ich habe gegen die Rechnung Wiederspruch eingelegt via Einschreiben. Darauf kam die Antwort von Vodafone s, dass Vodafone mir aus Kulanz 3000€ erlässt. Allerdings wäre die Rechnung immer noch damit 3000€. Ich halte den Preis für Wucher und das Vorgehen von Vodafone als Täuschung, da die RoamingInfo SMS diese kosten nicht enthält. Der Artikel(http://www.fr-online.de/wirtschaft/roaming-gebuehren-wenn-die-handy-rechnung-explodiert,1472780,15234102.html) beschreibt, dass es bereits Fälle gab, wo der Kunde nicht zahlen musste. Welches Vorgehen können Sie mir bzw. der Firma empfehlen? Ich bearbeite das Thema im Namen der Firma(Start-Up).

Viele Grüße

17.02.2014 | 13:47

Antwort

von


(752)
Wambeler Str. 33
44145 Dortmund
Tel: 0231 / 13 7534 22
Web: http://ra-fork.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts im Rahmen einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt beantworte:




Frage 1:
"Welches Vorgehen können Sie mir bzw. der Firma empfehlen?"




Sie haben grundsätzlich 3 Handlungsmöglichkeiten:



1.) Angebot annehmen



2.) Anwalt beauftragen und gegen die Rechnung vorgehen.


3.) Ohne Anwalt gegen die Rechnung vorgehen.


4.) Schlichtungsverfahren gem. § 47 a TKG einleiten.



Welches Verfahren Sie konkret auswählen sollten, kann ich mangels umfassender Kenntnis des Sachverhalts nicht im Rahmen dieser Plattform verlautbaren. Ich gebe Ihnen aber gerne Erwägungen mit auf dem Weg, die Ihnen die Auswahl erleichtern sollten.



Die schwächste Wahl ist sicherlich die Variante Nr. 3, denn die Position von Vodafone dürfte hier nicht schlecht sein. Mag hat Sie eben per SMS informiert und somit möglicherweise seiner vertraglichen Nebenpflicht Genüge getan. Zudem kann man sicher auch nicht jedwede Verantwortlichkeit immer auf den Anbieter abwälzen. Immerhin ist das Thema Roaming bereits seit Jahren ein Dauerbrenner über das man sich vor Antritt der reise in das EU-Ausland hätte informieren müssen. Bei Privatpersonen wird man zudem mehr Kulanz zeigen als bei Firmenkunden. Ob die Rechnung als solche richtig aufgestellt ist, kann ich mangels Rechnung nicht sagen. jedenfalls können Sie nicht einfach sagen, beim günstigsten Betreiber kostet es "xyz" also zahle ich auch nur "xyz".


Variante 2 hat den Vorteil, dass Sie die maßgeblichen Unterlagen zur Einsicht übereichen können und sich eine auf Telekommunikationsrecht spezialisierte Kanzlei vor Ort aussuchen können. Diese kann Ihnen anhand des konkreten Sachverhalts und der vorliegenden Beweise auch sicher und verbindlich sagen, ob ein Vorgehen angesichts des Prozessrisikos erfolgreicher ist als das Kulanzangebot anzunehmen. Nachteil an dieser Variante ist, dass die Beratungskosten für gewerbliche Kunden nicht nach § 34 RVG auf 190 € + MwSt gedeckelt ist. jedoch wird sich im außergerichtlichen Bereich eine angemessene Vergütungsvereinbarung aushandeln lassen.


Variante 1 ist die einfachste und risikoloseste. gerne zahlt man ein so hohes Lehrgeld natürlich nicht, wenn man bedenkt wie günstig man das Gleiche hätte haben können, wenn man sich vorher ausreichend um diesen Fragekomplex gekümmert hat. Der Verzicht auf 3000 € von Vodafone zeigt natürlich auch, dass in dieser Frage eine ganze Menge Luft mit bezahlt wird, sich also Leistung und Gegenleistung nicht unbedingt entsprechen. Leider ist dies für den Bereich des EU-Auslands nicht geregelt. Aber auch wenn man die EU Regelungen heranzieht sieht man, bedeutet dies nicht immer eine Abrechnung nach dem für den Kunden günstigsten Tarif.



Variante 4 ist ebenfalls einfach und kostengünstig. es lässt sich aber nicht abschätzen inwieweit die Bundesnetzagentur zu einem für Sie günstigeren Vergleichsvorschlag kommen kann, wenn Vodafone bereit von sich aus 50 zu 50 angeboten hat.


Insofern ist zusammenfassend nach meiner Auffassung die Alternative 2 die beste Option, die sie in dieser Lage haben.
Sie sollten hierbei schnell handeln, da das Vergleichsangebot vermutlich befristet sein wird und zudem ein Schufaeintrag droht, welcher das Start-Up Unternehmen wirtschaftlich stark behindern wird.




Bedenken Sie bitte, dass jede Ergänzung des Sachverhalts zu einer veränderten rechtlichen Beurteilung führen kann.

Ich stehe Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie gegebenenfalls für eine weitere Interessenwahrnehmung jederzeit gern zur Verfügung.



Mit freundlichen Grüßen

Raphael Fork
-Rechtsanwalt-

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Wambeler Straße 33
44145 Dortmund


Telefon: 0231 / 13 7534 22
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