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Risse in den Wänden entdeckt nach dem Kauf einer Immobilie

25.02.2015 19:54 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Rechte bei nicht erkennbaren Mängeln eines Immobilienmarktkaufvertrages

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe vor Kurzem eine Eigentumswohnung erworben. Nachdem ich nun in die Wohnung konnte und die Tapeten (und das dadrunter angebrachte Styropor) von der Wand abgekratzt habe, habe ich mehrere Risse in den Wänden entdeckt. In Einem Zimmer ist es extrem groß. Der Riss geht vom oberen Teil des Fensters, einmal um die Ecke und bis ca zur Hälfte der Wand (horizontal). Diese Wand geht in Richtung des Treppenhauses. Hier ist ebenfalls das Mauerwerk beschädigt, da es durch den Schlitz zieht und man auch im Treppenhaus die Risse erkennen kann, wenn man genau hinguckt. Der Riss wurde schonmal mit einer elastischen Masse verfugt. Es befinden sich noch weitre kleinere Risse am oberen Teil der Fenster, bei den aber auch das Mauerwerk beschädigt zu sein scheint. Weiterhin ein Großen Riss zwischen dem Wohnzimmer und dem Schlafzimmer, der auch bereits mit einer festen Masse verfugt wurde.

Meine Frage ist, ob das ein Fall für die Gebäudeversichrung ist und ob ich rechtlich irgendwelche Ansprüche habe auf Auflösung des Vertrages oder eine Preisminderung?
Ich muss dazu sagen, dass die Dame die in der Wohnung wohnte recht alt ist und dass die Wohnung schon länger nicht mehr renoviert wurde.

Vielen Dank vorab für Ihre Mühe.

Mit freundlichen Grüßen
Viktor

Einsatz editiert am 25.02.2015 20:06:16

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Verfugungen sprechen jedenfalls dafür, dass jemand im Auftrag der Verkäuferin an den Rissstellen gearbeitet hat, jedenfalls irgendwann.

Das wäre zunächst bei der Verkäuferin zu erfragen.

Bestätigt Sie dieses, dann haben Sie einen Anspruch auf Nachbesserung, wobei Sie aber auch eine Anfechtung wegen arglistiger Täuschung erklären können.
Denn so etwas durfte Sie Ihnen nicht verschweigen.

Scheitert die Nachbesserung, wäre sie unverhältnismäßig bzw. unwirtschaftlich oder unmöglich bzw. wird sie verweigert, so wäre ein Rücktritt bzw. eine Minderung möglich. Verweigert Ihnen die Verkäuferin die Nachbesserung des Mangels, so können Sie diesen auch selbst auf deren Kosten beseitigen.

Wenn die Verkäuferin nicht von diesen Rissen wusste, kann Sie Ihnen die Gewährleistung regelmäßig verweigern, da dieses in den aller meisten Kaufverträgen ausgeschlossen wird. Der Fall einer arglistigen Täuschung ist aber immer gesetzlich davon auszunehmen und führt als Ausnahme wieder zur Mangelgewährleistung.

Sie können auch der Verkäuferrin schreiben, dass Sie sich vorbehalten, einen Gutachter zu nehmen, wobei dann die Kosten von der Verkäuferin ggf. zu tragen wären, wenn nämlich herauskommt, dass Sie davon wusste.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 25.02.2015 | 21:34

Sehr geehrter Herr Hesterberg,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Wie ich oben schrieb ist die alte Besitzerin relativ alt. Könnte ich da Probleme bekommen, dass sie aufgrund ihres alters darauf plädiert, dass sie es vergessen hätte oder in irgendeiner Form unzurechnungsfähig war?

Vielen Dank und viele Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.02.2015 | 09:41

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage möchte ich Ihnen gerne wie folgt beantworten:

Sicherlich kann das eine gewisse Rolle spielen, aber letztlich müsste die ältere Dame diese Einwendung schlüssig erheben und auch (anhand eines Sachverständigutachten ärztlicherseits) beweisen können. Meines Erachtens kann man dieses nicht so einfach vergessen, da müsste schon eine schwerwiegende Erkrankung wie Altersdemenz etc. vorliegen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen


Daniel Hesterberg, Rechtsanwalt

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