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Risse im neuen Boden, zweite Nachbesserung fehlgeschlagen

04.11.2020 11:45 |
Preis: 38,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


13:04
Sehr geehrte Damen und Herren,

nach Verlegung eines neuen Bodens (Mörtelboden/Natursteinboden/Natursteinteppich) weist dieser vielfache Risse auf. Zuvor wurde mit hoher Strapazierbarkeit, Elastizität geworben, Risse träten auch im Altbau nicht auf. Da der Boden nach Verlegung farblich viel zu dunkel war, wurde der Versiegelung auf Wunsch des Kunden vom Handwerker ursprünglich weißes Farbpigment zugemischt. Der zweite Ausbesserungsversuch innerhalb von 2 Jahren schlug nun fehl. Der Betrieb weist nun aufgrund der Schadensersatzforderung jede Schuld von sich, da aufgrund der Beimischung der weißen Farbpigmente die Festigkeit der Oberfläche nicht mehr gegeben sei und die Wände der Altbauwohnung auch teilweise Risse aufweisen würden. Wohnt es sich, dies weiter zu vervolgen? Was wären die nächsten erforderlichen Schritte? Habe ich Schadensersatzansprüche/ eine rechtliche Grundlage?

Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen

Zeitlicher Ablauf (Fotos und Nachrichtenverläufe vorhanden):
-Im 11/2018 erfolgte die Bodenverlegung des Steinteppiches, der Handwerker warb mit ausgesprochener Strapazierfähigkeit und Elastizität, auch auf der Website des Unternehmens wurde damit geworben
-Rechnungsdatum 19.11.2018, Betrag ~5.000€
-Am 3.12.2018 kontaktierte ich den Handwerker erstmals, da das Material im Eingangsbereich falsch gemischt war und deswegen nicht aushärtete und riss. Der Handwerker räumte den Fehler ein mit dem Angebot der Instandsetzung.
-Am 14.12.2018 informierte ich ihn über zusätzliche Risse an den Türschwellen
-Am 5.-6.1.19 versuchte der Handwerker die erste Instandsetzung. Der Boden im Eingangsbereich wurde herrausgestemmt und neu verlegt mit sehr deutlichen optischen Unterschieden, die Risse der Türschwellen wurden mit Silikon gefüllt.
-Am 3.10.2019 schrieb ich dem Handwerker innerhalb der einjährigen Gewährleistungszeit, da die mit Silikon gefüllten Risse erneut rissen und sich weitere Risse in der gesamten Wohnung, auch außerhalb von Türschwellen gebildet hatten, teilweise mit Rillen zB. im Feuchtbereich Küche
-Am 28.4.-30.4.2020 erfolgte ein erneuter Ausbesserungsversuch: Der Boden im gesamten Eingangs-/Flur-/Küchenbereich wurde neu verlegt inkl. Dehnungsfuge, 2 Risse zwischen Schlafzimmer und Wohnzimmer wurden mit Silikon gefüllt
-Am 14.9.20 schrieb ich den Handwerker an und informierte ihn, dass weiterhin neue Risse entstehen, teilweise auch in dem neu verlegten Boden (insgesamt 5-10 Risse)
-Am 7.10.20 wurden die Schäden vom Handwerker inkl. Fotos aufgenommen und an die Unternehmenszentrale geleitet
-Am 29.10.20 schreibt der Handwerker, dass die Zentrale jede Schuld von sich weise, dadurch dass auf Wunsch des Kunden weiße Farbe der Versiegelung beigemischt worden sei, sei die Festigkeit der Oberfläche nicht mehr gegeben. Außerdem würden auch die Wände der Wohnung Risse aufweisen, welche die Risse im Boden verursachen würden.
04.11.2020 | 12:32

Antwort

von


(2958)
Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
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Web: http://www.anwalt-prime.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

wenn durch das Beimischen einer Farbe eine Festigkeit nicht mehr gegeben gewesen sein soll, hätten Sie darauf hingewiesen werden müssen. Falls dies nicht passiert ist, haftet der Unternehmer auch für dieses Werk. Insofern könnten Sie vom Werkvertrag zurücktreten und das Geld wiederverlangen, wenn Sie an Teilleistungen kein Interesse haben. Alternativ könnten Sie die Mängel durch einen anderen Betrieb beheben lassen und die Kosten der Gegenseite auferlegen oder aber Sie lassen den gesamten Teppich von einem anderen Unternehmen neu verlegen und könnten dann ebenfalls die Herstellungskosten ersetzt verlangen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen.
Falls Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten, könnten wir eine kostenfreie Deckungsanfrage durchführen.

Über eine ggf. positive Bewertung auf dieser Plattform würde ich mich freuen.
Falls vorhanden gerne auch über Google: <a target="_blank" href="https://g.page/RechtsanwaltHoffmeyer/review?rc" rel="nofollow">https://g.page/RechtsanwaltHoffmeyer/review?rc</a>

Mit freundlichen Grüßen


Dr. Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 04.11.2020 | 12:59

Sehr geehrter Herr Dr. Hoffmeyer,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Der Handwerker wies mich ursprünglich darauf hin, dass er nicht wisse, ob die Farbpigmente mit der Versiegelung reagieren könnten und dass er deswegen für die Beimischung nicht haften könne. Dies ließ er sich am Bautag noch kurz vor Durchführung mit einem handschriftlichen Einzeiler auf zerknittertem Stück Papier von mir unterschreiben. Von Festigkeit oder ähnlichem war allerdings nicht die Rede, auch in diesem Einzeiler nicht.

Meiner Ansicht nach ist die Versiegelung auch mit Sicherheit nicht das Problem, da die gesamte Bausubstanz über die gesamte Dicke (mehrere cm) hinweg durchreißt. Das eine weniger als 1 Milimeter dünne Versiegelungsschicht dies hätte verhindern können, halte ich für physikalisch schlicht unmöglich, ein anderer Handwerker hat mir dies zumindestens verbal bestätigt. Bei den beiden Nachbesserungsversuchen wurden die Risse bisher auch noch nie vom ausführenden Handwerker mit den Farbpigmenten in Zusammenhang gebracht, doch nun versucht der Betrieb aufgrund meiner Schadensersatzforderung die Ursache nachträglich auf die von mir gewünschten Farbpigmente zu schieben.

Ich vertehe Ihre Antwort nicht ganz: Wie kann ich vom Werkvertrag nach knapp 2 Jahren zurück treten, wenn die Leistung bereits erbracht wurde (wenn auch mangelhaft)? Da der Steinteppich in die Wohnung "gegossen" wurde, lässt er sich nicht ohne weiteres entfernen, sondern nur recht aufwändig mit Stemm-Maschinen.

Ich besitze (noch) keine Rechtschutzversicherung, ein Abschluss wäre für diesen Fall ja nicht hilfreich, da die Streitursache in der Vergangenheit liegt?

Über eine erneute kurze Erläuterung wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Vielen Dank für Ihre Mühe im Voraus und mit freundlichen Grüßen


Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 04.11.2020 | 13:04

Sehr geehrter Fragesteller,

auch bei einem Vertrag, der etwas länger her ist, können Sie noch zurücktreten, wenn die Leistung mangelhaft gewesen sein sollte.
Diese scheint hier der Fall zu sein, da ich Ihnen dabei recht gebe, dass eine solche Versicherungsschicht nicht wo sächlich oder aber die Risse hätten verhindern können.

Insofern sollten Sie den Unternehmer noch einmal darauf hinweisen, ihm eine Frist zur Nachbesserung innerhalb von zwei Wochen setzen und wenn er dies nicht macht, könnten Sie den Belag durch einen anderen Belag von einer dritten Firma austauschen lassen und die Kosten dem ursprünglichen Unternehmer in Rechnung stellen, wenn Sie auch kein Interesse an einer Teilleistung haben und diese mangelfrei sein sollte.

Der Abschluss einer nachträglichen Rechtschutzversicherung ist leider nicht möglich.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen.

Über eine ggf. positive Bewertung auf dieser Plattform würde ich mich freuen.
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Mit freundlichen Grüßen


Dr. Hoffmeyer, LL.M.
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