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Risiko des Existenzverlustes und Anwaltshaftung


06.09.2006 21:24 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Sehr geehrte Damen und Herren,

wir befinden uns in einem außerordentlich komplizierten Rechtsstreit, den ich Ihnen hier nicht ausführlich wiedergeben kann, da dies den Rahmen des Forums sprengen würde.

Ein Teil dieses Rechtsstreites ist nun, daß uns die Bank Kredit gewährt hat und wir auf ausdrückliche Empfehlung unseres Anwalts die Zahlung der Raten eingestellt haben. Demzufolge wurden uns alle Kredite gekündigt, (auch ein kleinerer Kredit, für den wir erst nur Zinsen zahlen mussten und den wir zinsmäßig ohne weiteres hätten bedienen können) und wir werden auf komplette Rückzahlung der Gesamtsumme verklagt.

Im Falle der Niederlage muß ich Privatinsolvenz anmelden, da ich nicht davon ausgehe, daß die Bank sich nach einem möglichen Sieg auf Ratenzahlung einlässt.

Nun äußert der Anwalt Zweifel ob sich das Gericht seiner Argumentation anschließen wird.

Frage: Wäre es nicht möglich gewesen die Kreditraten zu zahlen und die Bank trotzdem auf Rückzahlung der monatlich gezahlten Kreditraten zu verklagen und die Nichtigkeit des Kredites im übrigen durch das Gericht feststellen zu lassen?

So hätten wir uns einerseits die Chancen gewahrt und wären andereseits kein Existenzrisiko eingegangen, denn warum hätte uns die Bank den Kredit kündigen sollen, wenn wir uns ansonsten vertragsgemäß verhalten hätten?

Meine erheblichen immer wieder per Faxschreiben geäußerten Zweifel an meinen Anwalt blieben leider alle unbeantwortet; vielmehr heisst es nun, dass ich mir diese Lebenssituation selbst geschaffen habe, aus der er, der Anwalt versuchen wird das beste zu machen.

Wie sieht es in einem solchen Falle eigentlich mit Anwaltshaftung aus und wie realistisch ist es überhaupt, einen Anwalt „haftbar“ zu machen? Werden wir für den Rat unseres Anwalts ggfls. mit unserer Existenz bezahlen müssen?
Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben summarisch wie folgt beantworten:

Bitte haben Sie Verständnis, dass eine verbindliche Aussage nur nach eigener Prüfung aller Fakten erfolgen kann! Daher rate ich dringend, einen weiteren Anwalt mit der Prüfung zu beauftragen.

Zu Ihren Fragen:

Vermutlich hätte man die Ratenzahlung unter dem Vorbehalt der Rückforderung (was auch immer bei Ihnen im Streit war) vornehmen können.

Grundsätzlich haftet der Anwalt auf Schadenersatz, wenn er Ihnen einen falschen Ratschlag gibt. Dieser Anspruch ist grundsätzlich durchsetzbar – allerdings vermag ich hier weder das Verschulden noch den konkreten Schaden zu überprüfen.

Ich hoffe, Ihren einen hilfreichen ersten Überblick verschafft zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Bitte beachten Sie, dass diese Beratung eine umfassende Prüfung an Hand aller Unterlagen nicht ersetzen kann. Für Rückfragen und die weitere Interessenvertretung stehe ich gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Stefan Steininger
Rechtsanwalt

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