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Risiken und Nebenwirkungen

| 26.01.2008 08:56 |
Preis: ***,00 € |

Medizinrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin P. Freisler


Wie realisiert sich die ärztliche Informationspflicht in Bezug auf Risiken und Nebenwirkungen eines Medikaments? Genügt es, wenn von ärztlicher Seite NACHTRÄGLICH RÜCKBLICKEND gesagt wird: "Sie haben ja den Beipackzettel gelesen und sind infolgedessen hinreichend informiert worden?"

Ich möchte über Ris´n und Neb´n VOR Beginn der Einnahme eines Med´s informiert werden, damit ich diese Info mit als Gesichtspunkt bei meiner Entscheidung für oder gegen die Medikation zugrunde legen kann.

Besten Dank und freundlichen Gruß!

Sehr ,

aufgrund Ihrer Schilderungen beantworte ich Ihre Frage in einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt:

Der Bundesgerichtshof hat mir Urteil vom 15.03.2005 (Az. VI ZR 289/03) Ausführungen zu den ärztlichen Aufklärungspflichten wegen der Nebenwirkung von Medikamenten gemacht. Nach diesem Urteil können sich Ärzte nicht darauf verlassen, dass ihre Patienten den Beipackzettel lesen, sondern müssen zumindest auf schwerwiegende Risiken auch mündlich hinweisen.

Der Leitsatz lautet: „Bei möglichen schwerwiegenden Nebenwirkungen eines Medikaments ist neben
dem Hinweis in der Gebrauchsinformation des Pharmaherstellers auch
eine Aufklärung durch den das Medikament verordnenden Arzt erforderlich.“

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen eine erste rechtliche Orientierung geben zu haben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass eine abschließende rechtliche Bewertung Ihres Problems die Kenntnis des vollständigen Sachverhaltes erfordert. Im Rahmen dieses Forums können sich die Ausführungen aber ausschließlich auf Ihre Schilderungen stützen, und somit nur eine erste anwaltliche Einschätzung darstellen.

Ich empfehle Ihnen daher, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu beauftragen, sofern Sie eine abschließende Beurteilung erhalten möchten. Bitten beachten Sie, dass dabei weitere Kosten anfallen.

Gerne stehe auch ich Ihnen bei der weiteren Durchsetzung Ihrer Interessen zur Verfügung. Sollten Sie dies wünschen, können Sie sich jederzeit - gerne auch per eMail - mit mir in Verbindung setzen.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen


Martin P. Freisler
- Rechtsanwalt -


www.ra-freisler.de
www.kanzlei-medizinrecht.net




Nachfrage vom Fragesteller 31.01.2008 | 15:32

Sehr geehrter Herr Freisler,

wie ich schon mitgeteilt habe, habe ich mich über Ihre Antwort sehr gefreut.

Hätten Sie noch eine Info, welche Nebenwirkungen als "schwerwiegend" gelten? Es handelt sich um ein zur Behandlung der altersbedingten Vergrößerung der Prostata (Hyperplasie) verwendetes Hormonpräparat; die fraglichen Neb´n sind Erektionsstörungen (Impotenz) und schmerzhafte Schwellung der Brustwarzen (Gynäkomastie).

Sind solche Sachen bereits "schwerwiegend"? Gibt es hierzu (zitierbare) Quellen (Listen oder dergl.)?

Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.01.2008 | 15:56

Ich bedanke mich für Ihre Bewertung.

Leider muss ich Sie allerdings darauf hinweisen, dass es sich bei der Nachfrage um eine neue, da weitere Frage handelt. Ich bitte daher um Verständnis, dass eine Beantwortung zu dem ausgelobten Einsatz aufgrund des Umfanges und der Schwierigkeit nicht erfolgen kann. Gerne stehe ich Ihnen jedoch auch bei weiteren Fragen zur Verfügung. Diese können Sie entweder über dieses Forum oder direkt per eMail an mich stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Martin P. Freisler
Rechtsanwalt

www.ra-freisler.de

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