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Riester Verträge - Beratungsfehler?

| 30.12.2010 14:32 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tobias Rösemeier


Ich habe bereits 2005 meinen ersten Riester Vertrag abgechlossen. 2008 habe ich meinen meinen Finanzberater gewechselt der mir daraufhin empfohlen hat den Riester Vertrag auf die max. Höhe (175 Euro) anzuheben. Lt. seiner Aussage müsste dies durch den früheren Finanzberater geschehen und könnte nicht durch ihn bei der Versicherungsgesellschaft durchgeführt werden. Da ich keinen Kontakt zu dem früheren Berater mehr wünschte, wurde vom neuen Berater vorgeschlagen den alten Vertrag still zu legen und dafür einen neuen Vertrag abzuschließen. Über den Umstand, dass ich für den neuen Vertrag wieder alle Gebühren etc. zahlen muss, wurde ich nicht aufgeklärt. Aus meiner Sicht liegt hier ein Beratungsfehler zu Grunde. Die Versicherungsgesellschaft sieht das natürlich nicht so und möchte die Biträge nicht rückertatten. P.S. Beide Verträge sind bei der gleichen Gesellschaft abgeschlossen worden.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne unter Berücksichtigung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes wie folgt beantworte. Das Hinzufügen bzw. Weglassen von wesentlichen Sachverhaltsbestandteilen kann zu einem völlig anderen rechtlichen Ergebnis führen. Dieses Forum dient dazu, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung zu verschaffen, kann und soll keinesfalls die Beratung bei einem Kollegen vor Ort ersetzen.

Dies vorausgeschickt, beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Zunächst war die Aussage des jetzigen Finanzberaters falsch, dass die Heraufstufung des ersten Riestervertrages auf den Höchstbetrag nur durch den vorherigen Finanzberater hätte erfolgen können. Hierzu hätte ein einfaches Telefonat von Ihnen persönlich direkt mit der Versicherung ausgereicht, um die Höherstufung zu ermöglichen. Selbstverständlich hätte dies auch der neue Finanzberater für Sie vornehmen können, hätte dann allerdings keinerlei Provisionsansprüche erwirtschaftet.

Entscheidend ist nun, ob Sie im Besitz eines Beratrungsprotokolles, welches gesetzlich vorgeschrieben ist, sind. Sollte Ihnen ein solches vorliegen, wäre dann zu prüfen, welche Eintragungen darin vorgenommen wurden. Wenn Sie in dem Protokoll auf eine Beratung verzichtet haben sollten, ist es nicht möglich, hier noch Schadensersatz aus der Falschberatung geltend zu machen, da erfahrungsgemäß gleichzeitig mit dem Beratungsverzicht auch ein Verzicht auf Schadensersatz im Falle der Falschberatung erklärt wird.

Sollten Sie auf eine Beratung nicht verzichtet haben, müsste der Finanzberatung seine Beratung zum Vorgehen in dem Beratungsprotokoll ausführlich begründet haben. Liegt ihn keinerlei Beratungsprotokoll vor, so fordern Sie ein solches vom Finanzberater bzw. der Versicherungsgesellschaft ab.

Im übrigen wäre es auch möglich gewesen, das bisherige Kapital aus der ersten Versicherung zu einer anderen Versicherungsgesellschaft überzuleiten. Hierfür hätte Ihnen dann eine einmalige Gebühr in Höhe von maximal 100 € in Rechnung gestellt werden dürfen.

Alles in allem bedurfte es daher weder der Stilllegung des ersten Vertrages und damit auch nicht eines Neuabschlusses.

Der Ihnen entstandene Schaden müsste nunmehr beziffert werden, soweit Sie, wie oben beschrieben nicht auf eine Beratung verzichtet haben, und gegenüber dem Finanzberater direkt geltend gemacht werden. Dieser muss für diesen Fall auch eine Vermögenshaftpflichtversicherung vorhalten.

Ich kann Ihnen daher nur empfehlen, Ihre Ansprüche durch einen Kollegen vor Ort gegenüber dem Finanzberater geltend zu machen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Orientierung verschaffen, sollte etwas unklar geblieben sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion des Portals.

Ich wünsche Ihnen für das kommende Jahr alles Gute und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Tobias Rösemeier
- Rechtsanwalt -

Bewertung des Fragestellers 01.01.2011 | 15:29

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 01.01.2011 4,6/5,0
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