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Richtiges Verhalten nach Trennung

09.11.2011 12:08 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jörg Klepsch


Meine Ex Partnerin ist am Sonntag den 06.11.2011 mit unseren 2 Kindern(1 1/2, 4) aus dem Haus gegangen in meiner Abwesenheit. Am Montag, den 07.11.2011 habe ich spät Abends über dritte erfahren wohin. Über meine Ex Partnerin ist bis heute keine Kommunikation möglich. Am 08.11.2011 bin ich nach Hause gefahren und traf sie allein, mit ihren vorrausichtlichen neuen Frend(mein Ex bester Freund) zufällig bei einer Freundin von ihr. Darauf hin habe ich auf "Panik" die Dummheit begangen und bin bis auf 30cm mit dem Auto neben diesen Mann gefahren. Das brachte mir nun eine Anzeige von ihm.

Ich habe Ihr Wort, das am Sonntag Mittag, den 13.11.2011 Sie her kommt, das ich die Kinder sehen kann. Gleichzeitig will sie aber Ihre Sachen packen. Ich weiß das sie keine neue Wohnung bis dato hat, mir liegt es deshalb am Herzen das die Kinder in Ihrer gewohnten Umgebung bleiben können, bis das geklärt ist. Ihre übergangslösung wäre mein Ex bester Freund, welchen ich aber nach möglichkeit von meinen Kindern komplett fern halten möchte nach der Trennung, da ich der Meinung bin das es dem Kindeswohl schaden würde, aus dem Grund das er sich um sein Leibliches Kind nicht kümmert und auch nie getan hat.

Nach einem Gespräch beim Jugendamt allerdings, würde mir gesagt, das sie rein Theoretisch das alles so machen kann, bzw man nichts dagegen. Ich bin nun am Überlegen, am Sonntag Abend das gleich zu tun und einfach die Kinder in unserer Wohnung zu behalten. Bin mir allerdings unsicher, ob das schlau ist, da ich es den Kindern nicht antun möchte, das meine Ex mit der Polizei hier aufläuft, zum diese Anzeige noch frisch im Raum steht und ich mein Leben lang noch keinerlei "Fehltritte" hatte. Was ist am besten zu tun?

Mit freundlichen Grüßen

Sven K.

Sehr geehrter Herr K.,

die erste akute Phase einer Trennung ist immer emotional sehr aufwühlend. Hier werden aber die Weichen für die weitere Entwicklung gestellt, ob die Trennung relativ friedlich abgewickelt werden kann oder ob die Sache zum "Rosenkrieg" ausartet. Es gilt daher, trotz aller Emotionen einen kühlen Kopf zu bewahren, um Eskalationen zu vermeiden. Diese schaden vor allem und immer den beteiligten Kindern.

Der erste Schritt ist daher neutrale Informationen einzuholen, um die eigenen Handlungsmöglichkeiten richtig einschätzen zu können.

Soweit zum Allgemeinen, nun zu Ihrer Frage:

Die Antwort hängt davon ab, ob Sie das gemeinsame Sorgerecht haben oder nicht.

Sind Sie verheiratet, dann haben Sie die gemeinsame elterliche Sorge. Sind Sie nicht verheiratet, dann hat die Mutter die alleinige elterliche Sorge, es sei denn es wäre beim Jugendamt eine Sorgeerklärung abgegeben worden, dann wären Sie Mitinhaber der elterlichen Sorge.

Ist die Mutter alleine Sorgeberechtigte, dann entscheidet sie auch alleine darüber, wo die Kinder leben. Sie dürfte dann mit den Kindern, egal wohin, umziehen.

Sie wären dann alleine auf das Umgangsrecht angewiesen. Dieses Umgangsrecht steht Ihnen und den Kindern natürlich zu.

Sind Sie beide Sorgeberechtigte, dann können Sie nur zusammen den geänderten Aufenthalt festlegen, das bedeutet, dass jeder neue Wohnort gegenüber dem bisherigen in der gemeinsamen Wohnung, einverständlich festgelegt werden muss. Die Mutter kann dann nicht einfach ausziehen und die Kinder mitnehmen.

Kommt keine Einigung zustande, auch nicht nach Vermittlung durch das Jugendamt, dann muss das Familiengericht das Aufenthaltsbestimmungsrecht einem Elternteil übertragen. Es müsste ein Eilantrag bei Gericht eingereicht werden.

Wurden die Kinder bisher alleine von der Mutter betreut, dann hat diese faktisch einen Vorteil.

Wollten Sie dann das Aufenthaltsbestimmungsrecht erhalten, dann müssen Sie nachweisen, dass das zum Wohl der Kinder das Beste ist. Vor allem müssen Sie Betreuungskonzept haben, also darlegen,wie die Betreuung der Kinder sichergestellt ist, während Sie arbeiten.

Die Kinder einfach zu behalten ist, wie Sie richtig anmerken, keine Lösung. Das verschärft den Knflikt nur, belastet die Kinder ungemein und kann strafrechtliche Folgen haben.

Nachfrage vom Fragesteller 09.11.2011 | 13:57

Sorgerecht haben wir beide. Daher ist sollte es keine Strafrechtlichen Folgen für mich haben, die Kinder in der bisher gemeinsamen Wohnung lassen zu wollen. Die Betreuung der Kinder ist durch die KiTa gesichert, da auch meine Ex Partnerin Arbeiten geht. Vermittlung über JA ist von mir in gang gesetzt worden. Mir geht es nur um das wohl der Kinder, welche in der ehemals gemeinsamen Wohnung leben sollen, zumindestens bis Sie eine eigene Eingerichtet Wohnung hat. Ich möchte das die Kinder jederzeit zu beiden können und Kontakt habe, wobei mir meine Kontak seit 5d Komplett verwehrt wird von der Mutter.

Vielen Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.11.2011 | 15:10

Sehr geehrter Herr K.,

auch bei gemeinsamem Sorgerecht ist die Vorenthaltung eines Kindes (durch Gewalt, List oder Drohung) strafbar, § 235 Abs.1 Nr.1 StGB! Dabei kann Täter auch ein (Mit)Sorgeberechtigter gegenüber dem anderen Elternteil sein. Es ist also keinesfalls ratsam die Kinder einfach in der Wohnung zu behalten.

Wen die Vermittlung durch das Jugendamt erfolglos bleibt, dann müssen Sie einen Eilantrag beim Familiengericht stellen mit dem Inhalt "Rückführung" der Kinder in die Wohnung und Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechtes auf Sie.

Den Aspekt, zu erreichen, dass die Mutter eine eigene Wohnung hat und Sie nur verhindern wollen, dass sie zu dem neuen Freund zieht, können Sie nicht anführen. Wenn die Mutter die Kinder mitnehmen darf, kann sie auch mit einem neuen Freund zusammenleben.

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