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Rezeptfälschung vom Schmerzmedikament


12.12.2012 18:25 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



Sehr geehrte Damen und Herren,
seid vielen Jahren muss ich aufgrund sehr starker Schmerzen Valoron/Tilidin als Medikament einnehmen. Ich bin immer zufrieden damit gewesen. Ich weiß acuh, das das Mittel abhängig machen kann.
Mein behandeldener Arzt stellte mir letztmalig ein Privatrezept über Tilidin aus und meinte, dass das in Zukunft nciht mehr ginge, da er wohl keine BtM Rezepte ausstellen darf.
Das mahte mir Angst, vor allem über die Feiertage und das neue Jahr mit Schmerzen wieder da zuliegen.
Ich löste das Rezept ein und bekam es dann auch wieder zurück. In meiner Not habe ich das schon einmal eingelöste Rezept mit dem Scanner so manipuliert, das ich es als "Neuwertig" benutzen konnte. Ich war so dreist und habe gleich 2 Flaschen Tilidin aufgeschrieben und wollte sie dann in einer fremden Apotheke einlösen. In der Apotheke hatte man Tilidin nicht vorrätig uns es sollte bestellt werden. Über Nacht bekam ich dann ein schlechtes Gewissen, über das, was ich da getan habe. Ich habe dann das Rezept nicht eingelöst und die Medikamente nicht eingelöst.
Meine einzige Lösung war nun für mich, eine Selbstanzeige, zumal auf dem rezept meine Adresse stand!.
Bei der Polizei stellte sich raus, dass die Apotheke sich schon dort gemeldet hatte und auf mich im Ort schon Ausschau gehalten habe, wann ich die Medikamente abhole, was ich aber nciht gemacht habe.
Ich habe alles zugegeben und beschreiben, wie ich es gemacht habe, ich habe meine Reue beteuert.
Ich wurde erkennungsdienstlich aufgenommen, wie bei einem Schwerverbrecher.
Was kommt da jetzt auf mich zu?
Ich bin nciht vorbestraft, musste aber schon einmal einen Geldbuße für einen Diebstahl in Höhe von 300Euro bezahlen. Das Verfahren wurde dann eingestellt. Ich habe große Angst vor einer Vorstrafe, die dann ins Führungszeugnis kommt. Was passiert jetzt?

Vielen Dank für Ihre Hilfe!
Sehr geehrter Ratsuchender,

guten Abend und vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworten möchte:

Die Polizei wird nun ein Ermittlungsverfahren gegen Sie einleiten, den Sachverhalt ermitteln und die Sache dann zur weiteren Bearbeitung an die Staatsanwaltschaft abgeben.

Im Raum steht natürlich eine Strafbarkeit wegen Urkundenfälschung nach § 267 StGB. Diese wird mit Freiheitsstraße bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Wesentliches Beweismittel ist hier die von Ihnen gemachte Aussage. Eventuell wird die Polizei hier auch noch einmal auf Sie zukommen und Sie nochmals als Beschuldigten vernehmen.

Sollte dies der Fall sein, brauchen Sie sich auch nicht weiter zu äußern, wenn Sie dies nicht möchten, da Sie als Beschuldigter generell zu den Vorwürfen Schweigen dürfen. Dies wird Ihnen auch nicht negativ angelastet.

Da Sie sich hier aber schon umfassend eingelassen haben, wird Ihnen Ihr Geständnis auch positiv angerechnet werden.

Aufgrund der von Ihnen schon geschilderten Beweggründe und der Tatsache, dass Sie nicht einschlägig vorbestraft sind, haben Sie nur mit einer geringen Strafe zu rechnen. Es ist auch nicht unwahrscheinlich, dass es hier erst gar nicht zu einer Verhandlung kommt, sondern die Sache über einen Strafbefehl geahndet wird.

Zu erwarten ist eine Geldstrafe. Die Anzahl der Tagessätze dürfte sich zwischen 30-50 bewegen. Die Höhe des Tagessatzes richtet sich nach Ihrem Nettoeinkommen (abzgl. Unterhaltszahlungen ) durch 30.

Das Gericht kann aber natürlich auch einen anderen Strafrahmen festlegen. Eine sichere Prognose ist hier nicht möglich.

Im Raum steht aber auch die Möglichkeit einer Einstellung des Verfahrens gegen Geldauflage, vgl. § 153a StPO. Hierauf sollte hingearbeitet werden, da die Staatsanwaltschaften von sich aus nur selten hiervon Gebrauch machen.

Eine solche Einstellung ist für Sie mit vielen Vorteilen verbunden, z. B. schnelle Erledigung des Verfahrens mit gewissem Ausgang, keine Vorbestrafung hierdurch und auch keine Eintragung ins Register - und dies wollten Sie ja erreichen.

Für den Laien ist es aber oftmals schwer, eine solche Einstellung zu erreichen, weshalb Sie sich nicht nur aus diesem Grund rechtsanwaltlicher Hilfe bedienen sollten.

Diesbezüglich können Sie sich auch gerne an mich wenden.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen und einen ersten Überblick verschafft.

Mit freundlichen Grüßen aus Achim

Moritz Kerkmann
Rechtsanwalt
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