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Rezeptfälschung für Medikament - Was droht mir?

21.10.2013 09:22 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth


Zusammenfassung: Strafrecht

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Mai dieses Jahres habe ich zweimal versucht, ein gefälschtes Privatrezept einzulösen und bin beide Male erwischt worden. Habe jedes Mal gestanden und die Polizisten die Fälschungen auf meinem Computer einsehen lassen. Beim zweiten Mal waren sie, natürlich, nicht mehr so "freundlich" wie beim ersten Mal, haben meinen Computer eingezogen. Jetzt steht ja wohl noch die Verhandlung aus. Habe dieser nach dem ersten Schock relativ gelassen entgegengesehen, gestern jedoch eine riesige Panik bekommen und mich schon im Gefängnis gesehen.

Ich bin 58, nie in einer Strafsache auffällig geworden, nicht vorbestraft. Was möglicherweise erschwerend dazu kommt, ist die Tatsache, dass ich beim zweiten Mal unter Medikamenteneinfluss (Diazepam) gefahren bin und vor zwei Wochen die Mitteilung über einen vorläufigen Entzug meines Führerscheins bekommen habe. Diese Sache läuft unter einem anderen Aktenzeichen.

Wie stehen meine Chancen, womit muss ich schlimmstenfalls rechnen?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort



Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls die Beauftragung eines Anwalts ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:


Es ist immer äußerst schwierig eine Prognose hinsichtlich des Strafmaßes abzugeben, wenn man die jeweiligen Strafakten nicht eingesehen hat.

1. Einreichen gefälschter Privatrezepte

Da Sie strafrechtlich bisher nicht in Erscheinung getreten sind, ist es wahrscheinlich, dass Sie mit einer Geldstrafe rechnen müssen.

Allerdings hängt dies auch von der Höhe der Beträge ab, die den jeweiligen Privatrezepten zugrunde lagen.

2. Fahren unter Drogeneinfluss

Hier ist zu klären, ob eine Strafbarkeit nach § 316 StGB oder eine Ordnungswidrigkeit nach § 24 a StVG vorliegt.

Bei der Vorschrift des § 316 StGB (Trunkenheit im Verkehr) muss neben dem Nachweis des Drogenwirkstoffes im Blut weitere aussagekräftige Beweisanzeichen festgestellt werden, die die Annahme der Fahrunsicherheit rechtfertigen (bspw. stark benommener apathischer Eindruck, Mühe bei der Beantwortung von Fragen, unsicherer Gang, verwaschene Aussprache).

Im schlimmsten Fall bliebe Ihre Fahrerlaubnis entzogen.
Hier sollten Sie sich durch einen Verteidiger vertreten lassen.
Ich gehe davon aus, dass bei Ihnen eine Blutprobe entnommen worden ist, da sie dem Nachweis akuten Drogen- und/oder Alkoholkonsums dient und zunächst für den Nachweis einer OWi nach § 24 a StVG bedeutsam ist.

Materiellrechtliche Ausführungen ohne Akteneinsicht sind allerdings seriöserweise nicht möglich. Gleiches gilt für Fragen der Strafzumessung.

Meine Ausführungen können daher nur eine grobe Orientierung in der Sache sein.
Strafmildernd ist jedenfalls Ihr Unbestraftsein.


Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse.



Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt und zertifizierter Testamentsvollstrecker -

Rechtsanwaltskanzlei K. Roth
info@kanzlei-roth.de
www.kanzlei-roth.de
http://www.kanzlei-roth.de/kontakt.php
Tel. 040/317 97 380
Fax: 040/31 27 84
Johannisbollwerk 20
20459 Hamburg

Ergänzung vom Anwalt 22.10.2013 | 14:22

Sehr geehrter Ratsuchender,

der guten Ordnung halber verhält es sich so, dass der Tatbestand einer OWi nach § 24a StVG ausscheidet, weil das Medikament Diazepam nicht in der Anlage zu § 24a StVG aufgeführt ist.


Mit freundlichen Grüßen
RA K. Roth

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