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Rezeptfaelschung

04.03.2008 15:46 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich bin gelernte Arzthelferin, ich einen Stempel von meinem letzten Chef (eine Kollegin hatte ihn bei mir vergessen) behalten und damit Rezepte gefaelscht. Ich bin Tablettenabhaengig, aber inzwischen seit 4 Monaten sauber. Als ich begriffen hab was ich da tue habe ich den Stempel entsorgt um nicht mehr in Versuchung gebracht zu werden.Leider zu spaet, da ich Rezepte eines Zweiten Arztes verwendet habe ist alles aufgeflogen. Die Rezepte laufen natuerlich nicht auf meinen Namen, noch kann er beweisen das der Stempel in meinem Besitz war, aber er sagt er erkennt meine Handschrift.
Noch hat mein ehemaliger Chef keine Anzeige erstattet, er wollte davon absehen wenn ich den Stempel zurueck gebe, was ich ja nicht kann, da ich ihn fortgeschmissen habe. Ich selbst lebe inzwischen seit 4 Monaten in Afrika, ich bin dabei mir hier ein neues, drogenfreies Leben aufzubauen.
Was wird mich erwarten wenn er Anzeige erstattet?
Ich habe ihm noch nicht gesagt das er mit seiner Vermutung richtig liegt, ich habe Angst davor das er dann doch zur Polizei geht und Anzeige erstattet...

04.03.2008 | 16:48

Antwort

von


(67)
Alt-Moabit 62-63
10555 Berlin
Tel: 030 / 397 492 57
Web: http://www.rechtsanwalt-ausländerrecht.de
E-Mail:

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

Ihre Frage beantworte Ich Ihnen gerne wie folgt:

Durch die Fälschung der Rezepte haben Sie in jedem Fall eine Urkundenfälschung begangen (§ 267 StGB: Urkundenfälschung ). Außerdem dürfte in dem Einlösen der Rezepte ein Betrug (§ 263 StGB: Betrug ) zum Nachteil der Apotheke liegen, da diese von Ihnen nur die Rezeptgebühr erhalten hat, von der Krankenkasse aber nicht den Differenzbetrag zu dem Preis der Arzneimittel.

Beide Straftatbestände sehen als Strafrahmen Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren vor.

Sollte es zu einer Anzeige kommen, wird die Polizei / Staatsanwaltschaft gegen Sie ein Ermittlungsverfahren einleiten.
Am Ende dieses Verfahrens muss die Staatsanwaltschaft entscheiden, ob das Verfahren eingestellt wird oder ob die öffentliche Klage erhoben wird.Im letzteren Fall kommt es im Regelfall zu einer öffentlichen Hauptverhandlung, an deren Ende eine Strafe gegen Sie verhängt werden wird, wenn Ihnen die Straftaten nachgewiesen werden können.

Über die Höhe der zu erwartenden Strafe kann ich Ihnen ohne genaue Kenntnis der Sachlage keine seriöse Auskunft geben. Es kommt natürlich entscheidend darauf an, wie oft Sie die Rezepte gefälscht haben, wie hoch der entstandene Schaden ist und ob Sie vorbestraft sind. Zu Ihren Gunsten kann gewertet werden, dass Sie Medikamentenabhängig sind / waren.

Ohne Vorstrafe scheint eine Geldstrafe noch möglich zu sein. Eventuell kann das Verfahren sogar eingestellt werden.

Sie sollten natürlich alles versuchen, dass es nicht zu einer Anzeige kommt. Sprechen Sie deshalb mit Ihrem ehemaligen Chef und teilen Sie ihm mit, dass Sie den Rezeptblock vernichtet haben. Teilen Sie ihm auch mit, dass Sie die Taten aufgrund Ihrer Medikamentensucht begangen haben und bitten Sie ihn, von einer Strafanzeige abzusehen. Bitten Sie gleichzeitig darum, falls er doch eine Strafanzeige stellen möchte, dass er Ihnen dies mitteilt und Ihnen dann die Gelegenheit zu einer Selbstanzeige gibt. Dies würde dann nämlich auch zu Ihren Gunsten berücksichtigt werden.

Sollte es tatsächlich zu einer (Selbst)Anzeige kommen, empfehle Ich Ihnen, einen Rechtsanwalt mit Ihrer Verteidigung zu beauftragen. Es sollte dann alles versucht werden, um eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage verschaffen konnte. Bei Bedarf können Sie natürlich gerne eine kostenlose Nachfrage stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Björn Cziersky-Reis
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

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