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Restzahlung an EOS Deutscher Inkasso Dienst bei Vollstreckungsbescheid

27.07.2018 07:51 |
Preis: 25,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Ex-Frau hatte kurz vor unserer Trennung einen Artikel über mein Kundenkonto beim Versandhaus Otto bestellt. Leider habe ich dies erst zu spät bemerkt. Bezahlt wurde dieser Artikel von ihr nicht, sodass ich erst viel Später nach einem Umzug einen Mahnbescheid erhielt. Diesem Mahnbescheid stimmte ich zu, da der Artikel ja zweifelsohne über mein Kundenkonto bestellt wurde und ich dafür haften muss. Ich bezeichne es an dieser Stelle mal als Lehrgeld! Wenig später erhielt ich vom Inkasso Dienst eine Ratenzahlungsvereinbarung, sodass ich seit dem 01.01.2013 monatlich 25€ überweise. Nach meiner ersten Zahlung kam dann auch der Vollstreckungsbescheid.

Den Inhalt dieses Vollstreckungsbescheids möchte ich hier gerne auflisten, da dieser scheinbar fehlerhaft ist und ich mich frage, ob dieser eine Gültigkeit besitzt. Denn angeblich sind Verzugszinsen bereits vor der eigentlichen Warenlieferung entstanden.

Mahnbescheid vom 06.12.2012
Vollstreckungsbescheid vom 10.01.2013


"Hauptforderung"
Warenlieferung vom 17.01.2012 über 2.384,95€
Verzugszinsen vom 30.11.2011 bis 03.12.2012 über 150,14€

"Verfahrenskosten"
Gerichtskosten (Gebühr §§ 3, 34 Nr. 1100) über 44,50€
Vergütung Inkassodienstleistung über 21,01€

Nebenforderungen
Mahnkosten über 12,00€
Auskünfte über 13,00€
Inkassokosten über 181,00€
Kontoführungsgebühren über 24,60€

"Zinsen"
6,12% Jahreszinsen aus Hauptforderung vom 04.12. bis 06.12.2012 über 1,22€
6,12% Jahreszinsen aus Hauptforderung ab 07.12.2012

Die Kosten des Verfahrens sind ab dem 10.01.2013 mit 5 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz zu verzinsen.


Da der EOS - Deutscher Inkasso Dienst zum Otto Versandhaus gehört, habe ich nun mehrfach gelesen, dass die aufgeführten Inkassokosten grundsätzlich wegfallen. Rechne ich meine bisher geleisteten Zahlungen zusammen, komme ich auf eine Summe von 1675€. Nun habe ich gestern einen in meinen Augen frechen Brief erhalten, dass man keine weitere Geduld aufbringen will, weiterhin mit 25€ zu rechnen. Ab August soll ich nun 50€ im Monat zahlen, sonst würden weitere hohe Kosten auf mich zukommen. So langsam reicht es mir mit diesem Abzock-Inkasso-Unternehmen. Daher habe ich folgende Fragen:

1. Ist der Vollstreckungsbescheid aufgrund der fehlerhaften Datierung der Verzugszinsen ggü. der Warenlieferung ungültig und kann eine vereinbarte Ratenzahlungsvereinbarung einfach gekippt und höhere Summen verlang werden?

2. Aufgrund meiner bisher geleisteten Zahlung möchte ich gerne den restlichen Gesamtbetrag an das Inkasso-Unternehmen überweisen. Doch hier frage ich mich, welche Betrag dies genau sein wird? Welche Kostenpunkte muss ich nicht bezahlen? Und wie hoch ist der zu zahlende Restbetrag, wenn ich noch heute überweisen würde?
27.07.2018 | 10:52

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage gerne wie folgt:

Da der Vollstreckungsbescheid bereits aus 2013 resultiert, sind alle Fristen verstrichen, um gegen diesen vorzugehen. Er hat Rechtskraft. Mit ihm wird nicht die Ratenzahlungsvereinbarung gekippt, sonder er dient für den Fälle, dass diese nicht eingehalten wird, als Vollstreckungstitel. Allerdings ist es wiederum nicht rechtmäßig seitens EOS , nun im Rahmen einer bestehenden Ratenzahlungsvereinbarung das Doppelte zu verlangen. Auch sind nicht alle Positionen im VB rechtmäßig. Hauptforderung und Zinsen sind rechtmäßig, ebenso die Gerichtskosten. Die restlichen Forderungen sind nicht nachvollziehbar. Möglicherweise begründet könnten Gebühren nach dem RVG analog sein, da dies EOS verlangen könnte. Jedoch müssten hierzu die entsprechenden Rechtsgrundlagen genannt sein, was offenbar nicht der Fall ist.
In rechtlicher Hinsicht müssten Sie streng genommen materiell rechtliche Einwendungen gegen die Forderung im Klageweg mit einer Vollstreckungsabwehrklage erheben, doch das steht kostenmässig außer Verhältnis.
Daher empfehle ich die rechtmäßigen Positionen zu bezahlen und bezüglich des Restes EOS entsprechend anzuschreiben. Sie wollen gemäß Ihrer Schilderung die Sache ja beenden. Rechnen Sie die Zinsen jedoch dann entsprechend niedriger aus. Es gibt im Internet gute Zinsrechner.
Sie können dann immer noch weiter sehen, ob die Forderung weiter verfolgt wird. Allerdings ist erfahrungsgemäß davon auszugehen. Dann müssten Sie ggf. Klage erheben.

Ich hoffe Ihnen weiter geholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen Draudt Rechtsanwältin



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