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Restwert Unfall

| 07.02.2016 17:10 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Hallo, folgender Sachverhalt :

Meine Mutter verursacht Unfall mit Honda Accord, 2 Jahre altes Fahrzeug, Vollkasko.

Kotflügel, Motorhaube müssen repariert werden und einiges im Motorraum. Airbags gingen nicht auf...also reparabel. Viele Erfahrungswerte sprechen für 5000- 8000 Euro Schaden, zumindest kann er definitiv irgendwo dafür repariert werden.

Gutachter der Versicherung begutachtet unglaubliche 13000 Euro Reparaturkosten, empfiehlt grundsätzlich eine Reparatur.

Jetzt schreibt die Versicherung, dass sie nur 3900 Euro überweisen möchte bzw. schon veranlasst hat. Ergibt sich aus:
Auto vor Unfall knapp 16000 Wert ohne Steuer, nach Unfall knapp 11400.
Die 11400 sind der Restwert des beschädigten Autos,ermittelt vom Gutachter ( Angebot eines türkischen Händlers aus Gelsenkirchen über Internetbörse )
Da jetzt Reparatur ( ca.13 000) teurer als das Restwertangebot ( 11400) ist, zahlt die Versicherung nicht komplett.

Ich zweifle das Gutachten an und auch die dubiose Restwertermittlung. Meine Vermutung ist, dass das Gutachten hochgetrieben wurde und andererseits unter nicht seriösen Umständen der Restwert ermittelt wurde. Vieles wurde sich passend gerechnet.

Wie kann man grundsätzlich ein von der Versicherung bestellter Gutachter anzweifeln?
Ist das Restwertvorgehen legal? Wie ist die Rechtslage?

Vielen Dank

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn Sie die Reparaturkosten aus dem Gutachten nicht nachvollziehen können oder Zweifel daran haben, dass die Reparaturkosten und der Restwert richtig ermittelt wurden, sollten Sie dies der Versicherung schriftlich mit der Bitte um erneute Prüfung mitteilen. Dabei müssten Sie allerdings konkret begründen, weshalb Ihnen die ermittelten Beträge unzutreffend erscheinen.

Sie sollten daher im Gutachten nachsehen, ob evtl. unnötige Reparaturen enthalten sind. Da dies für Laien oftmals nicht eindeutig zu erkennen ist, wäre es hilfreich, einen Fachmann, z. B. eine Ihnen bekannte Werkstatt, hinzuzuziehen und sich dort beraten zu lassen, welche Reparaturen notwendig wären. Sie könnten gleichzeitig auch einen Kostenvoranschlag einer Werkstatt einholen, um selbst eine Kostenschätzung zu haben, die Sie der Versicherung vorlegen können. Ein Kostenvoranschlag ist in manchen Werkstätten kostenlos, wenn später ein Reparaturauftrag erteilt wird. Auf jeden Fall ist ein Kostenvoranschlag in der Regel sehr viel kostengünstiger als ein komplettes Sachverständigengutachten.

Es ist grds. auch möglich, ein eigenes unabhängiges Gutachten einzuholen, z. B. bei einem freien Gutachter, der DEKRA o. ä. Das verursacht jedoch erst einmal recht hohe Kosten, die Sie - wenn das Gutachten von der Versicherung nicht anerkannt wird oder das Gutachten die Kostenschätzung der Versicherung bestätigt - wohl nicht von der Versicherung erstattet bekommen.

Der Restwert wird nach bestimmten Restwerttabellen und auch mittels Online-Vergleichen ermittelt. Bei den Online-Recherchen werden oftmals Ankaufspreise von Händlern zugrunde gelegt, die leider nicht realistisch sind. Auch in diesen Fällen hilft es oft, durch ein unabhängiges Gutachen oder durch eigene Recherchen der Versicherungen eine realistischere Kostenschätzung nahe zu bringen.

Zu klären wäre ferner, wie der Gutachter zu der Reparaturempfehlung kommt, wenn die Reparatur teurer ist als der angebliche Restwert. Eigentlich wird bei einem Totalschaden in diesen Fällen die Reparatur nicht mehr empfohlen und von der Versicherung meist auch nicht übernommen.

Als erstes sollten Sie daher Ihre Bedenken und Zweifel an der Richtigkeit der Versicherung mitteilen. Sollte die Versicherung eine erneute Prüfung verweigern oder das bisherige Ergebnis bestätigen, sollten Sie die Angelegenheit mit allen vorhandenen Unterlagen ggf. tiefergehend anwaltlich prüfen lassen, um zu klären, ob und welche weiteren Schritte einzuleiten sind.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort einen ersten Überblick verschafft zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Silke Jacobi
Rechtsanwältin


Bewertung des Fragestellers 07.02.2016 | 21:43

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