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Resturlaubsansprüche

| 26.06.2006 11:01 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Hallo ,

ich habe meiner Arbeitgeberin fristgerecht zum 15.07. gekündigt,zu dem Zeitpunkt war auch mein Rest-Urlaubsanspruch von 18 Tagen ok. Mein letzter Arbeitsag wäre am 24.06. gewesen - am 22.06. teilte sie mir nun mit, dass in den 18 Tagen ja drei Tage aus dem Jahre 2005 seien , die ich aber bis 31.03. hätte nehmen müssen - also seien diese verfallen.
Zur Information : es wurde bisher stets unter Stillschweigen so gehandhabt, dass wir hier die Resttage immer nehmen durften, wann wir wollten - ich habe diese erst im Mai diesen Jahres genommen - hätte ich nicht gekündigt,wäre dies auch alles so ok gewesen - der komplette Urlaub war bereits für das Jahr 2006 eingetragen und genehmigt worden.
Meine Frage : Kann sie a ) einmal schon abgefeierten Urlaub (nämlich die drei Resturlaubstage aus Mai ) aufgrund der Kündigung wieder zurückziehen und b) verfällt doch nur der Anspruch auf Freizeit, nicht aber der auf Urlaubsentgeltzahlung, oder ?
Kann ich sie also nun dazu verpflichten, mir die drei Tage auszuzahlen, da sie mir diese ja ohne Kündigung nicht gestrichen hätte ?

Für Ihre schnelle Antwort herzlichen Dank !!

K.S.

Guten Morgen,

Ihr Arbeitgeber kann nicht allein aufgrund der von ausgesprochenen Kündigung den ja schon bewilligten und auch genommenen Urlaub rückgängig machen. Ich verstehe Ihre Schilderung so, daß der Resturlaub im Mai bereits genommen worden ist. Insoweit kann dieser Urlaub auch nicht auf das Jahr 2006 verrechnet werden.

Denken Sie bitte daran, daß nach dem BUrlG der gesetzliche Urlaub für ein Kalenderjahr vollständig -also nicht etwa gequotelt- anfällt, wenn das Arbeitsverhältnis erst im 2. Halbjahr endet.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de

Nachfrage vom Fragesteller 26.06.2006 | 12:10

Hallo, vielen Dank - ja, ich habe den Resturlaub im Mai bereits genommen , ebenso weiß ich, dass ich vollen Urlaubsanspruch habe, da im 2.Halbjahr gekündigt wurde. (31 Tage gesamt , davon
im Mai 13 neue + 3 alte Tage genommen - Rest also 18 )

Da ich die drei Tage jetzt hier noch arbeite, kann ich also demnach eine Auszahlung in Form von Urlaubsentgeld fordern
(Die Formel hierfür kenne ich auch.) und zusätzlich auch das vertraglich vereinbarte Urlaubsgeld ?

Sie haben mir sehr geholfen, nochmals herzlichen Dank !



Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.06.2006 | 12:25

Guten Tag,

Sie können für den Urlaub, der nicht mehr genommen werden kann, die Urlaubsabgeltung verlangen. Sofern vertraglich ein zusätzliches Urlaubsgeld vereinbart, steht Ihnen dieses ebenfalls zu.

Freundliche Grüße

Michael Weiß

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