Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
509.096
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Resturlaubsanspruch nach Kündigung

| 29.06.2014 11:12 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Abgeltung bzw. Urlaub in Natur bei Ausscheiden des Arbeitnehmers in der zweiten Jahreshälfte

Sehr geehrter/geehrte Rechtsanwalt/Rechtsanwältin,

ich habe mein Arbeitsverhältnis zum 01.08.2014 fristgemäß gekündigt (4 Wochen Kündigungsfrist).
Ich habe in meiner Kündigung nun geschrieben dass ich meinen Rest-Urlaubsanspruch von 16 Tagen sodann als frei beantrage. Nun habe ich aber in diesem Forum gelesen, dass wenn der Arbeitnehmer ab dem 01.07.2014 kündigt, man einen Urlaubsanspruch des gesamten Jahresurlaubes hat. Also noch insgesamt 24 Tage. Ich bin von 2 Tagen pro Monat ausgegangen.

Kann ich nun den Anspruch auf die kompletten Urlaubstage noch nachträglich beim Arbeitgeber einreichen?

2te Frage:

Kann mein Arbeitgeber grundsätzlich bestehen darauf, dass ich den Urlaub auszahlen lasse? Ich habe in einem Speditionsbetrieb gearbeitet und es wäre grundsätzlich möglich, dass nach meinem Ausscheiden die Touren so weiterlaufen, dass der normale Betrieb gewährleistet ist.

Besten Dank für die Beantwortung

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ja, es sollte noch möglich sein, diesen vollen Jahresurlaub geltend zu machen, da er Ihnen gesetzmäßig zusteht, vgl. § 5 Absatz 1 Nr. 1 c) Bundesurlaubsgesetz (Teilurlaub und dessen Abgeltung nur dann, wenn Sie nach erfüllter Wartezeit - ersten sechs Monate des Arbeitsverhältnisses in der ersten Hälfte eines Kalenderjahrs aus dem Arbeitsverhältnis ausscheiden - hier also im Umkehrschluss voller Urlaubsanspruch bzw. dessen Abgeltung).

Kann der Urlaub wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses ganz oder teilweise nicht mehr gewährt werden, so ist er abzugelten, § 7 Absatz 4 Bundesurlaubsgesetz.
Davon kann nur in Tarifverträgen abgewichen werden, was aber in aller Regel nicht der Fall ist.

Vor der Abgeltung ist grundsätzlich zu prüfen, ob noch ein Resturlaub in Natur gewährt werden kann (vor bzw. zum Ende des Arbeitsverhältnisses hin); danach kann erst die Abgeltung in Geld in Betracht kommen.

Bei der zeitlichen Festlegung des Urlaubs sind die Urlaubswünsche des Arbeitnehmers zu berücksichtigen, es sei denn, daß ihrer Berücksichtigung dringende betriebliche Belange oder Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer, die unter sozialen Gesichtspunkten den Vorrang verdienen, entgegenstehen, § 7 Absatz 1 Bundesurlaubsgesetz.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 29.06.2014 | 13:38

Sehr geehrter Herr RA Hengsterberg,

vielen Dank erstmal für die Beantwortung.

Spezifisch meine Frage war hier:

Muss ich nun hier eine neue Kündigung oder geänderte Kündigung dem Arbeitgeber vorlagen mit der geänderten Urlaubstagenanzahl? Ich habe ja in der aktuellen Kündigung nur einen Teil benannt.

Ich weis, dass Kollegen hier Urlaub haben innerhalb meiner Kündigungsfrist. Also könnte mein Chef verlange, dass ich bis zum 31.07.2014 arbeiten komme?

Freundliche Grüsse

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.06.2014 | 13:48

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage möchte ich Ihnen gerne wie folgt beantworten:

Nein, die Kündigung davon ist nicht betroffen, es geht ja nur um den Urlaub bzw. seine Abgeltung, über den Sie im Irrtum waren.

Nur das ist richtig zu stellen.

Wenn schon andere Kollegen Urlaub bewilligt erhalten und den Antrag darauf eher als Sie gestellt haben, dann spielt dieses natürlich eine Rolle.

Das heißt, gegebenenfalls kann in der Tat nur ein Teil des Urlaubs genommen werden, der andere Teil wäre finanziell abzugelten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 01.07.2014 | 09:57

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Bestens!"
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 01.07.2014 4/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 66475 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Schnelle und verständliche Information, besten Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr zufrieden passt ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alles wie gesagt - verständlich - ausführlich - freundlich - weiter so vielen Dank ...
FRAGESTELLER