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Resturlaub bei Kündigung / Neue Stelle während Resturlaub

02.12.2020 11:04 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


09:56

Ich habe meine unbefristete Stelle bei Arbeitgeber A zum 31.01.21 fristgerecht (3 Monate Kündigungsfrist) gekündigt. Am 01.02.2020 trete ich eine neue Stelle bei Arbeitgeber B an. Bei Arbeitgeber A habe ich 797 Überstunden und 24 Urlaubstage aus 2020 übrig. Für den Fall, dass die neue Stelle früher anzutreten wäre, wollte ich die Kündigungsfrist verkürzen und das Arbeitsverhältnis zum 31.12.20 beenden. Der Arbeitgeber A ist mit der vorzeitigen Ausscheidung einverstanden (meine Leistung wird nicht mehr benötigt), jedoch unter der Voraussetzung, dass ein entsprechender Teil meiner geleisteten Überstunden damit abgegolten ist. Der Rest der Überzeit und die Urlaubstage würden ausgezahlt werden. Ich bevorzuge jedoch, meinen Resturlaub für Januar zu nutzen und alles Übrige auszahlen zu lassen.

Habe ich einen Anspruch auf Resturlaub und muss Arbeitgeber A diesen gewähren?

Sollte ich hypothetisch die Einstellung bei Arbeitgeber B während Resturlaub antreten, mit welchen konkreten Konsequenzen müsste ich rechnen, z.B. wenn keine Freistellung vereinbart wird? Ist eine gleichzeitige Anstellung (über 2 Wochen oder 1 Monat) bei zwei Arbeitgebern aus Sicht der Sozialversicherung überhaupt möglich/erlaubt?

02.12.2020 | 11:30

Antwort

von


(1945)
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie haben durchaus einen Anspruch auf den restlichen Urlaub und müssten ganz normal einen Urlaubsantrag stellen, der genehmigt werden müsste, unter den sonstigen Voraussetzungen nach dem Bundesurlaubsgesetz.
Nur wenn der Urlaub aufgrund der Beendigung des Arbeitsverhältnisses doch nicht mehr genommen werden kann, ist der finanziell abzugelten.

Folgendes ist auch wichtig zu wissen:
Der Anspruch auf Urlaub besteht nicht, soweit dem Arbeitnehmer für das laufende Kalenderjahr bereits von einem früheren Arbeitgeber Urlaub gewährt worden ist.

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses dem Arbeitnehmer eine Bescheinigung über den im laufenden Kalenderjahr gewährten oder abgegoltenen Urlaub auszuhändigen.

Wieder sozialversicherungsrechtlich noch arbeitsrechtlich spricht etwas gegen eine Doppeleinstellung zunächst, aber es wäre eine Abmahnung und gegebenenfalls außerordentliche Kündigung möglich, wenn das nicht vorher so abgesprochen ist, wozu ich dringend anrate.
Denn schließlich will der Arbeitgeber nicht mehr Lohn zahlen, wenn Sie bereits in der Freistellungsphase bei einem anderen Arbeitgeber eingestellt worden sind und bezahlt werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Rückfrage vom Fragesteller 02.12.2020 | 20:03

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Zwei Punkte habe ich nicht ganz verstanden:

"Der Anspruch auf Urlaub besteht nicht, soweit dem Arbeitnehmer für das laufende Kalenderjahr bereits von einem früheren Arbeitgeber Urlaub gewährt worden ist."


Die 24 Tage Resturlaub sind aus 2020. Wenn ich sie ins 2021 übertrage und im Januar 2021 in Anspruch nehme, während ich noch bei Arbeitgeber A angestellt bin, wirkt sich das auf die Urlaubstage für Februar bis Dezember 2021 beim Arbeitgeber B aus?

"...es wäre eine Abmahnung und gegebenenfalls außerordentliche Kündigung möglich"

Beziehen Sie sich hier auf Arbeitgeber A oder Arbeitgeber B?
Wie erwähnt bietet AG A einen Aufhebungsvertrag nur unter sehr schlechten, in meinen Augen unfairen Bedingungen an. Verstehe ich es richtig, dass wenn ich für Januar 2021 den Resturlaub aus 2020 beim AG A nehme, jedoch ohne Absprache mit AG A die Anstellung bei AG B im Januar antrete, AG A daraufhin fristlos kündigen und das Gehalt für Januar 2021 vorenthalten kann? Ab wann gilt die fristlose Kündigung? Rückwirkend ab Eintrittsdatum bei AG B? Muss AG A den Resturlaub aus 2020 auszahlen, wenn ich im Januar 2021 bei AG A nicht angestellt bin und dort kein Gehalt beziehe oder verfällt dann das von mir im Januar 2021 genommene Resturlaub?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 03.12.2020 | 09:56

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage möchte ich Ihnen wie folgt beantworten:

Das habe ich nur erwähnt, falls es um den Urlaub beim neuen Arbeitgeber geht.

Das wirkt sich also in der Tat nicht aus, wenn Sie beim alten bzw. jetzigen Arbeitgeber sämtlichen Urlaub nehmen bzw. abgegolten bekommen.

Hinsichtlich der Abmahnung bzw. Kündigung meine ich den jetzigen Arbeitgeber A.
Eine Kündigung kann aber immer nur in die Zukunft wirken.
Rückwirkend gilt die niemals.
Wichtig ist also, hier mit offenen Karten zu spielen, was den bezahlten Antritt des Arbeitsverhältnisses beim neuen Arbeitgeber B betrifft, um die vorerwähnten Konsequenzen zu vermeiden.
Doppelzahlungen und Doppeleinstellungen sind tunlichst auszuschließen.
D.h., es kann Ihnen keine Nachteile hinsichtlich des Resturlaubes aus 2020 drohen, zumal Sie ja erst ab 01.02.2021 beim neuen Arbeitgeber angestellt sind.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

ANTWORT VON

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