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Resturlaub bei Kündigung


| 07.08.2006 10:22 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

per ordentlicher und fristgerechter Kündigung habe ich zum 31. August 2006 gekündigt.
Für das laufende Jahr habe ich einen Urlaubsanspruch in Höhe von 25 Tagen und momentan habe ich davon noch 24 Tage Resturlaub. Aus den AGB ist mir bekannt, dass der Resturlaub der nicht in Anspruch genommen werden kann, durch den Arbeitgeber abzugelten ist.

Meine Frage lautet nun, ob der Urlaub anteilmäßig (oder voller Anspruch für das JAhr) auf die acht Monate zu berechnen ist und wie er sich für mich als Gehaltsempfänger errechnet (( ??? etwa z.B. Gehalt : (durch) 31 Tage im Monat August x (mal) Resturlaubstage ... ODER ???))

Ich danke für Ihre Bemühungen und verbleibe mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

gerne beantworte ich Ihre Fragen auf der Basis der mitgeteilten Informationen.

Abgeltung des Urlaubs ist nur möglich, wenn der Urlaub wegen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr gewährt werden kann.

Voraussetzungen des Abgeltungsanspruches sind:

- das wirksame Bestehen des Urlaubsanspruches bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses und

- die Erfüllbarkeit des Abgeltungsanspruchs.

Der Abgeltungsanspruch ist zum Ende des Kalenderjahres (bzw. bis zum 31.03. des Folgejahres) befristet - danach erlischt er.

Unter der Erfüllbarkeit versteht man, dass der Arbeitnehmer bei hypothetischer Weiterführung des Arbeitsverhältnisses den Urlaub tatsächlich hätte nehmen können, er also bis zum Ende des Urlaubsjahres (oder bis zum 31.03. des Folgejahres) nicht arbeitsunfähig krank ist.

Die Höhe der Abgeltung entspricht dem durchschnittlichen Arbeitsverdienst der letzten 13 Wochen vor dem Ende des Arbeitsverhältnisses (Überstundenvergütungen werden ebensowenig mitgerechnet wie momentane Verdienstkürzungen).

Grundsätzlich könnten Ihnen damit eigentlich ab sofort Urlaub gewährt werden mit der Folge, dass ein Abgeltungsanspruch nicht gegeben wäre.

Die Frage nach "Teilurlaub" o. ä. stellt sich hier nicht, insbesondere deshalb, weil Sie nicht in der ersten Hälfte eines Kalenderjahres aus dem Arbeitsverhältnis ausscheiden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit den vorstehenden Ausführungen weiterhelfen und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Bernd Gutschank
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 07.08.2006 | 10:54

Danke für Ihre prompte Antwort !

Sehr geehrter Herr Gutschank,

bitte beantworten Sie mir noch die Frage nach der Höhe meines Abgeltungsanspruches. Als Gehaltsempfänger habe ich keinen normalen Stundenlohn, sondern ein monatliches Festgehalt.
Errechnet sich mein Anspruch im konkreten Fall nun aus dem Gehalt
durch 31 Kalendertage im Monat August oder aus dem Gehalt durch 23 tatsächliche Arbeitstage im August mal der Tage Resturlaub ???

Danke für Ihre erneuten Bemühungen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.08.2006 | 11:24

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

ich verweise zur Beantwortung der Nachfrage zunächst auf meine ursprüngliche Antwort. Zur Klarstellung erlaube ich mir zu zitieren:

"Die Höhe der Abgeltung entspricht dem durchschnittlichen Arbeitsverdienst der letzten 13 Wochen vor dem Ende des Arbeitsverhältnisses ...".

Die Berechnung des Abgeltungsanspruchs richtet sich also nach der Berechnung des Urlaubentgelts. Nach § 11 BUrlG bemisst sich das Urlaubsentgelt nach dem durchschnittlichen Arbeitsverdienst, den der Arbeitnehmer in den letzten 13 Wochen vor Urlaubsantritt erhalten hat. Daher muss zunächst der Gesamtarbeitsverdienst für diesen Zeitraum ermittelt werden. Der errechnete Gesamtarbeitsverdienst ist dann mit der Anzahl der genommenen Urlaubstage zu multiplizieren und dann durch die Anzahl der Arbeitstage zu dividieren. Bei einer 5 Tage Woche ist der Divisor 65 und bei einer 6 Tage Woche 78.

Anzumerken ist hier noch, dass durch Tarifvertrag (zugunsten der Arbeitnehmer) von den gesetzlichen Abgeltungsregelungen abgewichen werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Gutschank
Rechtsanwalt

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