Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Resturlaub bei Beschäftigungsverbot

25.02.2008 11:49 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren

Folgender Rechtsfall:

Ich stehe seit 13.04.2007 in einem befristeten Arbeitsverhältnis, das am 12.04.2008 ausläuft.
Am 11.01.2008 habe ich ein Kind bekommen.
Mein Arzt hat mir am 23.07.2007 ein individuelles Beschäftigungsverbot bis Beginn des Mutterschutzes ausgesprochen, sodass ich seit diesem Tag nicht mehr gearbeitet habe. Mein Mutterschutz begann am 13.12.2007 und endet am 20.03.2008.

Mir steht ein kalenderjährlicher Erholungsurlaub von 25 Arbeitstagen zu.
Ich hätte ja rein theoretisch ab 21.03., also nach Ende des Mutterschutzes noch bis 12.04.2008 arbeiten müssen. Dies ist aber aus betrieblichen Gründen unmöglich, lt. Aussage der Personalreferentin. Soweit ist das ja auch in Ordnung. Sie hat mir mitgeteilt, dass ich einen Teil des Resturlaubes bis 31.03.2008 nehmen kann, da dieser danach verfällt. Ich müsse von 01.04.2008 bis 12.04.2008 in Elternzeit gehen, bis der Vertrag dann sowieso ausläuft.

Ich habe also gutgläubig einen Antrag auf Elternzeit gestellt. Allerdings bin ich verunsichert ob das alles so Rechtens ist., denn im Mutterschutzgesetz steht doch (ich glaube §17), dass der Resturlaub auch über die Übergangsfrist bis 31.03. genommen werden kann wenn es aufgrund eines Beschäftigungsverbotes nicht möglich war, den Urlaub vorher in Anspruch zu nehmen?!

Also nun meine Frage:
1)Kann ich darauf bestehen, dass mir der Resturlaub abzüglich der 5 Tage die ich von 21.03. bis 31.03. nehme, nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses ausbezahlt wird?
2)Wie ist es mit dem Urlaubsanspruch aus diesem Jahr? Wie viele Tage sind das und muss die Firma mir diese Tage nach Arbeitsende bezahlen?
3)Wie ist es mit meinem Arbeitslosengeld 1 Anspruch? Sollte ich wirklich Elternzeit nehmen ab 01.04., habe ich dann überhaupt einen Anspruch auf ALG 1 (Ich habe vorher nicht gearbeitet)

Sehr geehrte Damen und Herren,

gerne beantworte ich ihre Anfrage wie folgt :

(1)Aufgrund Mutterschutzes, siehe § 17 MuSchG , verfällt ihr Urlaubsanspruch erst zum Ablauf des Folgejahres. Sie haben daher Anspruch auf ihren Urlaub auch nach dem 31.03.08. Sollte ich Sie richtig verstanden haben und die Elternzeit schon beantragt sein, können Sie gemäß § 17 BEEG darauf bestehen, dass ihnen Urlaub der aufgrund des Auslaufens des Vertrages nicht mehr nach der Elternzeit zugeteilt werden kann, in bar ausbezahlt wird.
(2)Sie haben für das Jahr grundsätzlich Anspruch auf einen anteiligen Urlaub. Wichtig ist hier jedoch, ob in ihrem Vertrag ein Jahresurlaub über fix 25 Tage vereinbart wurde, oder ob Sie nur Anspruch auf einen Anteil der 25 Tage haben. Auch wenn ein jährlicher Urlaub von 25 Tagen vereinbart wurde, ist grundsätzlich der Urlaub jeweils anteilig für ihre Beschäftigungszeiten auszurechnen. In einer ersten Einschätzung würde ich vermuten dass Sie aufgrund Vertragsformulierung lediglich 25 Tage Gesamturlaubsanspruch, aufgeteilit auf das Jahr 2007 und 2008 haben. In der Summe sollten Sie daher 25 Tage Gesamturlaubsanspruch haben.
(3)Für ihren möglichen Anspruch auf Arbeitslosengeld ist Grundvoraussetzung dasss für Sie 12 Monate eine Versicherungspflicht in der Arbeitslosenversicherung bestanden hat. Sollte die Elternzeit jedoch dazu führen, dass Sie überhaupt nicht mehr arbeiten (was auch während der Elternzeit möglich ist) und daher ihre "Tätigkeit" zu einer im Sinne des Sozialversicherungsrechts geringfügige Tätigkeit werden, fallen Sie evtl. aus der Versicherungspflicht für die Arbeitslosenversicherung heraus und kommen in ihrem konkreten Fall möglicherweise zu dem Problem nicht die vollen 12 Monate angesammelt zu haben !
Am besten wenden Sie sich schnellsmöglicht an das Arbeitsamt und lassen ihre Situation detailliert bewerten. Über diese Plattform kann ich Ihnen nur eine erste Einschätzung geben.

Gerne können Sie auch mich mit der Bearbeitung ihres Falles betrauen. Das Beratungshonorar dieser Plattform kann ich ihnen dann anrechnen. (email@kanzlei-hafer.com)

Ich hoffe Ihnen eine erste Einschätzung gegeben haben zu können und verbleibe



Mit freundlichen Grüßen


Holger Hafer
(Rechtsanwalt)

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 88796 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Schnelle und Kompetente Antwort VIELEN DANK! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
DIREKTE EXPLIZITE OFFENE ANTWORT DANKE VOM HERZEN ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
An sich alles gut und super Reaktionszeit. Es ist allerdings vorab ein zu hoher Betrag, um anschließend auf eine Prozesskostenhilfe zu hoffen. Trotzdem vielen Dank für das Angebot. ...
FRAGESTELLER