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Restschuldversicherung lehnt Zahlungsübernahme ab

| 05.01.2011 22:36 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth


Mein Vater schloß am 26.11.2008 einen Darlehensvertrag bei der FGA-Bank mit Restschuldversicherung der Vers.-Gesellschaft CACI Life Limited in Irland ab, um sich ein neues Auto zu kaufen.

Am 22.03.2009 ließ sich mein Vater wegen massiver Bauchschmerzen im Krankenhaus aufnehmen. Dort wurde ein Tumor im Darm entfernt, dessen Herkunft einem bekannten Melanom an der Ferse zugeordnet werden konnte. Mein Vater verstarb am 16.08.2009 an dieser Krebsserkrankung.

Dieses Melanom an der Ferse wurde im Mai 2001 festgestellt und weiträumig entfernt, wie auch die Lymphknoten bis in die Leiste. Mein Vater erhielt keine weiteren Behandlungen, wie z.B. Chemotherapie oder Bestrahlungen, lediglich Krebs-Nachsorgeuntersuchungen besuchte mein Vater regelmäßig über Jahre hinweg, wo bestätigt wurde was ihm die Ärzte prophezeiten: „wahrscheinlich gute Prognose nach rechtzeitiger Entfernung des Melanoms".

In dem Zeitraum nach der Operation 5/2002 bis zur letalen Diagnose im März 2009 waren 7 Jahre in Beschwerdefreiheit vergangen. Es gab keine medizinische Behandlung in diesem Zeitraum die mit der todbringenden Erkrankung im Zusammenhang stand. Diese wurde ja erst nach dem Autokauf diagnostiziert. Das Darlehen mit Restschuldversicherung bestand zum Zeitpunkt der Diagnose bereits 4 Monate und wurde bis zum Ableben meines Vaters monatlich rückgezahlt.

Als wir als Erbgemeinschaft, die Leistung der Restschuldversicherung für die ausständige Summe von 4.455,- Euro in Anspruch nehmen wollten, wurde geantwotet, daß wir keinen Anspruch hätten, da der Ausschluß greift:

§6 Ausschlüsse

6.1 In den folgenden Fällen besteht kein Versicherungsschutz:

- bei Unfallfolgen, die während der 12 Monate vor dem Beginn Ihres Versicherungsschutzes eingetreten sind (sind sie nicht), und Krankheitsfolgen, die während der 12 Monate vor Beginn Ihres Versicherungsschutzes aufgetreten sind und Ihnen zu diesem Zeitpunkt bereits bekannt waren ( Metastasen ware für diesen Zeitraum nicht bekannt).

und lt. CACI Life Limited:

Da ein metastasierendes Melanom ursächlich für das Leberversagen(=Todesursache) war, welches erstmals im Mai 2001 im Bereich der rechten Ferse diagnostiziert und behandelt wurde und im kausalen Zusammenhang zur todbringenden Erkrankung steht, kann keiner Übernahme der Zahlungen erfolgen.


Haben wir nicht doch Anspruch auf Zahlungsübername?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:



Nach den Versicherungsschutzbedingungen würde der Ausschluss des Versicherungsschutzes nur dann begründet sein, wenn bei Ihrem Vater Krankheitsfolgen, die während der 12 Monate vor Beginn des Versicherungsschutzes aufgetreten sind und Ihrem Vater zu diesem Zeitpunkt bereits bekannt waren.

Nach Ihrem Sachvortrag waren aber bereits schon keine Krankheitsfolgen bei Ihrem Vater währen der 12 Monate vor Beginn des Versicherungsschutzes aufgetreten, so dass schon aus diesem Grund die Versagung des Versicherungsschutzes Bedenken unterliegt.

Sie sollten daher unbedingt einen Kollegen mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen beauftragen, um eine rechtlich verbindliche und umfassende Aussage zur Sach- und Rechtslage zu erhalten.

Meine Antwort hier ist lediglich als Anstoß zu verstehen.



Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Die moderne Kommunikation ermöglicht insoweit auch die Überbrückung größerer Entfernungen.


Bewertung des Fragestellers 06.01.2011 | 06:26

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