Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Restschuldbefreiung erteilt - was nun?

| 02.07.2013 14:56 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler


Zusammenfassung: Die erteilte Restschuldbefreiung bewirkt, dass die Altgläubiger die Forderungen nicht mehr im Wege der Zwangsvollstreckung geltend machen können. Geschieht dies trotzdem, muss sich der Schuldner hiergegen werden und auf die erteilte Restschuldbefreiung hinweisen.

Ich habe Post vom Amtsgericht bekommen:
"... ist der Schuldnerin durch Beschluss vom 01.07.2013 Restschuldbefreiung erteilt worden (§ 300 InsO). Die Restschuldbefreiung wirkt gegen alle Insolvenzgläubiger, auch solche, die ihre Forderungen nicht angemeldet haben (§§ 301, 38 InsO). Von der Restschuldbefreiung nicht erfasst werden die ausgenommenen Forderungen gem. § 302 InsO.
Die Vergütung und die zu erstattenden Auslagen des Treuhänders sind festgesetzt worden (§§ 293, 64 InsO)..."

Meine Fragen hierzu lauten: Ab wann ist das Urteil rechtskräftig? Was passiert als Nächstes? Bis wann kann mir noch jemand einen Strich durch die Rechnung machen?

Vielen Dank schon einmal für eine Antwort.

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt, wobei ich wie gewünscht mit geringer Detailtiefe ausführe:

Gegen den Beschluss kann gemäß § 300 Abs. 3 InsO innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung Beschwerde eingelegt werden. Wenn diese Frist vestreicht, ist er rechtskräftig.

Der Beschluss kann allerdings gemäß § 303 InsO innerhalb von einem Jahr nach Rechtkraft der Erteilung der Restschuldbefreiung widerrufen werden, wenn sich nachträglich herausstellt, dass Sie Ihre Obliegenheiten vorsätzlich verletzt und dadurch die Befriedigung der Insolvenzgläubiger erheblich beeinträchtigt haben.

Geschieht dies nicht, passiert in Bezug auf Ihre Insolvenz nichts mehr. Innerhalb von weiteren drei Jahren wird der diesbezügliche Schufa-Eintrag gelöscht. Sollte ein Altgläubiger noch gegen Sie vorgehen, müssten Sie im Wege der Vollstreckungsgegenklage die Restschuldbefreiung gerichtlich geltend machen.

Ausgenommen hiervon sind Gläubiger mit Forderungen aus einer vorsätzlich unerlaubten Handlung (z.B. Betrug, Insolvenzverschleppung, Körperverletzung), diese könnten noch gegen Sie vollstrecken, da die Forderungen bestehen bleiben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Elke Scheibeler, Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 02.07.2013 | 15:39

Vielen Dank schon einmal für die Antwort. Bekomme ich in 2 Wochen noch einmal Post, dass der Beschluss jetzt rechtskräftig ist, oder höre ich jetzt (wenn keine Beschwerde kommt) nichts mehr vom Gericht?
Und muss ich zur Schufa hin, oder passiert das automatisch?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.07.2013 | 15:43

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Nachfragen wie folgt:

Sie bekommen keine weitere Information über die Rechtskraft des Beschlusses vom Gericht.
Die Schufa löscht die Einträge normalerweise automatisch. Es macht aber Sinn, wenn Sie dann im Juli 2016 eine Auskunft anfordern und sich von der Löschung überzeugen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Scheibeler

Bewertung des Fragestellers 02.07.2013 | 15:48

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Auf den Punkt gebracht geantwortet und keine Frage offen gelassen. Vielen Dank!"
Stellungnahme vom Anwalt:
Jetzt Frage stellen