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Restalkohohl


28.08.2007 17:33 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sven Kienhöfer



Ich bin Mittags mit 0,8 erwischt worden!
Seit 1975 (Jugendsünde Alkohol am Steuer) bin ich nie wieder mit sowas in Erscheinung getreten und hatte mir geschworen Alkohol ja aber niemals Auto fahren!Ich hatte Abends!!! m.einer Frau was getrunken und nächsten Mittag auf z. Trödelmarkt!
Folge:1 Monat Fahrverbot-Geldstrafe!
Ich wohne a.dem Dorf 100 Proz.Behindert und auf d. Auto angewiesen!!! FRAGE: Gnadengesuch(???) sozialer Dienst,1 Woche Knast, hauptsache kein Fahrverbot!!!Wo kann man ,welche Behörde usw. kann man damit angehen!

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben gerne wie folgt beantworten möchte:

Bei einer Verurteilung nach § 24 a Abs. 1 Nr. 1 oder Abs. 2 StVG, also beim Führen eines Kraftfahrzeuges mit 0,5‰ BAK oder mehr, ist neben Geldbuße in der Regel ein Fahrverbot anzuordnen. In einem solchen Fall, ist in der Regel von der Verhängung eines Fahrverbotes auszugehen. Eine Ordnungswidrigkeit gemäß § 24 a StVG hat in der Regel erhebliches Gewicht. Hier kommt es auf weitergehende Pflichtverletzung im Sinne grober oder beharrlicher Verletzung der Pflichten eines Kraftfahrzeugführers nicht an. Vielmehr umschreibt der Tatbestand des § 24 a StVG wegen der hohen Durchschnittgefährlichkeit des Kraftfahrzeugführers unter Alkohol den Regelfall eines Fahrverbotes.

Bei einem möglichen Fahrverbot gemäß § 25 StVG i. V. m. § 24 a StVG kann von der Anordnung eines Fahrverbotes nur dann abgesehen werden, wenn die Tatumstände so aus dem Rahmen üblicher Begehungsweise fallen, dass die Vorschrift über das Regelfahrverbot offensichtlich nicht treffend ist und die Anordnung eine Härte ganz außergewöhnlicher Art bedeuten würde. Dies kann z. B. der Fall sein, wenn von vornherein nur ein Fahren für wenige Meter beabsichtigt war auf nächtlichem Gelände oder auf Nebenstraßen abseits befahrener Straßen ohne zu befürchtende Gefährdung anderer. Demgegenüber rechtfertigen wirtschaftliche Nachteile, die häufig die Folge eines Fahrverbotes sind, nicht eine Ausnahme zu machen.

Ihre einzige Chance besteht meines Erachtens nur in der Mandatierung eines Rechtsanwaltes, welcher gegenüber dem zuständigen Gericht Ihre persönlichen Umstände (Behinderung, einmaliges Versagen, usw.) darlegt und so vielleicht ein absehen von der Regelstrafe ermöglicht.
Ohne einen Anwalt als Rechtsbeistand schätze ich Ihre Chancen als aussichtslos ein.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Sven Kienhöfer
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