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Reservierungsgebühr Hauskauf

| 22.01.2015 00:13 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tamás Asthoff


Ich habe mich für einen Hauskauf entschieden. Dies wurde am 09.09.14 notarielle beurkundet. Am 04.09.14 reichte mir der Bauleiter ( vertreten durch die Verkäuferin ) einen Schreiben. Sie forderten einen Reservierungsgebühr von 3000€ innerhalb von 5 Tagen zu veranlassen. Obwohl der Notartermin schon feststeht. Die Reservierungsgebühr wird zu gegebener Zeit mit der Werksvertragssumme verrechnet. Das Haus wurde durch eine Maklerin vermittelt. Die Aufforderung kam aber von Bauträger/Verkäuferin persönlich.
Wie ist die Rechtlage? Darft die Verkäuferin die Reservierung verlangen? Und wie ist es zu verstehen ´´ mit der Werksvertragssumme verrechnet´´? Können wir dies mit dem Kaufpreis abrechnen, wenn die Reservierungsgebühr nicht mit beurkundet war? Wie kann ich das Geld zurück fordern, wenn kein Werkvertrag entstehen? Da das Firma wahrscheinlich bald Pleite gehen. Gehe ich davon aus die Reservierungsgebühr aus eigener Interesse von Verkäufer verlangt wurde(weil Sie da schon Geld Mangel haben).

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wie ist die Rechtlage?


Die Reservierungsgebühr ist beim Makler / Verkäuferoft unterschiedlich zu beurteilen. Beim Makler findet i.d.R. keine Rückerstattung statt, beim Verkäufer im Fall des Nichtkaufs schon. Es kommt aber vordergründig darauf an, was genau in der Reservierungsvereinbarung geschrieben ist, so dass eine abschliessende rechtliche Beurteilung so nicht möglich ist.

Prinzipiell ist eine Reservierungsvereinbarung zulässig. Ist diese nicht notariell beurkundet, kann der Verkäufer das Haus jedoch auch anderweitig verkaufen. AGB-Klauseln über die Vereinbarung sind auch oft unzulässig.

Darf die Verkäuferin die Reservierung verlangen?

Verlangen darf er es, bezahlen müssen Sie aber nicht. Es ist eine frewillige Leistung.

"Und wie ist es zu verstehen ´´ mit der Werksvertragssumme verrechnet´´? "

Dies bedeutet, dass das Geld später auf den Kaufpreis angerechnet wird, d.h. Sie bezahlen 3000 Euro weniger beim Haus.

Können wir dies mit dem Kaufpreis abrechnen, wenn die Reservierungsgebühr nicht mit beurkundet war?

Eine Beurkundung ist nicht zwingend vorgeschrieben. Das Geld muss Ihnen beim Kaufpreis trotzdem abgezogen werden.

Wie kann ich das Geld zurück fordern, wenn kein Werkvertrag entstehen?

Dies hängt entscheidend davon ab, welche Regelung in dem Schreiben getroffen wurde. DAzu müssen Sie gucken, wie und ob die Rückzahlung geregelt ist.


Da das Firma wahrscheinlich bald Pleite gehen. Gehe ich davon aus die Reservierungsgebühr aus eigener Interesse von Verkäufer verlangt wurde(weil Sie da schon Geld Mangel haben).

Wenn Sie befürchten, dass die Firma pleite geht oder sonstige Probleme befürchten, hätten Sie entweder nicht zahlen ( weil Sie es nicht müssen ) oder aber den Reservierungsvertrag so formulieren müssen, dass Sie das Geld bei Nichtkauf auf jeden Fall wiederbekommen .


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 22.01.2015 | 23:21

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Tamás Asthoff,

erst mal vielen Dank für die ausführliche Antworten. Ich habe noch eine kurze Frage. Werksvertragssumme ist gleich wie Kaufpreis gemeint? Ich habe noch meinen Sorgen, dass ich die Reservierungsgebühr nicht mit dem Kaufpreis abrechnen kann, da der Verkäufer was von Werksvertragssumme redet und nicht von Kaufpreis. Oder gibt es unterschiede zwischen Werkvertrag und Kaufvertrag. Vielen Dank im voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.01.2015 | 10:17

Die Werkvertragssumme ist der Preis, der für die Errichtung des Hauses zu zahlen ist. Der Kaufpreis kann höher sein, wenn z.B. das Grundstück mit erworben wird. Der Bau des Hauses stellt selbst ein Werk dar.

Bewertung des Fragestellers 29.01.2015 | 23:41

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Stellungnahme vom Anwalt:
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