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Reserviertes Auto verkauft, erster Interessent verlangt Schadensersatz

| 09.01.2008 21:42 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Ja Hallo!!Habe jemanden per E-mail mein Auto angeboten er wollte es auch kaufen.Habe ihm dann eine Reservierung des Autos zugesichert aber er sollte sich bei mir noch mal melden wann er das Auto abholen würde. Die Auforderung habe ich ihm 2 mal geschickt aber es kam keine Antwort.Deshalb habe ich das Auto dann einem anderen verkauft.Jetzt will er mich verklagen wegen Betrug weil ich ihm das Auto zugesichert hätte. Ich sollte seinen Fahrer der das Auto am nächsten Tag abholen wollte bezahlen.

Sehr geehrte Fragestellerin,

unter Berücksichtigung der von Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen und Ihres Einsatzes, beantworte ich Ihnen Ihre Frage wie folgt:

Es kommt hier entscheidend darauf an, was zwischen Ihnen und dem Kaufinteressenten genau vereinbart wurde.

Nach Ihren Schilderungen könnte durchaus bereits ein Kaufvertrag zustande gekommen sein. Der Käufer hätte dann einen Anspruch gegen Sie auf Übereignung des Autos gegen Bezahlung des Kaufpreises. Da Sie das Auto aber bereits an einen anderen Käufer übereignet haben, können Sie dieser Verpflichtung nicht mehr nachkommen und müssten vermutlich Schadensersatz leisten. Sie müssten z.B. die Kosten (z.B. auch für die Beauftragung eines Fahrers) ersetzen die dem Anderen entstanden sind. Lassen Sie sich diese im Zweifel aber nachweisen.

In keinem Fall müssten Sie ihm aber das Auto bezahlen! (Höchstens die Differenz des vereinbarten Kaufpreises zum tatsächlichen Wert könnte zu ersetzen sein, falls dieser höher liegt als der Kaufpreis)

Es könnte nach Ihren Schilderungen aber durchaus auch sein, dass kein endgültiger Vertrag zustande gekommen ist, bzw. eine Reservierung nicht verbindlich zugesichert wurde. In diesem Fall müssten Sie auch keine Kosten ersetzen.

On nun ein Vertrag zustande kam oder nicht, kommt entscheidend auf den Wortlaut der Erklärungen (SMS-Wortlaute) und die Gesamtumstände an und kann im Rahmen dieser Plattform nicht endgültig beantwortet werden. Im Zweifelsfall müsste aber der Kaufinteressent, sofern er Schadensersatz begehrt, einen Vertragsschluss erstmal beweisen.

Sie sollten daher, wenn Sie sich bzgl. eines Vertragsschlusses unsicher sind, zunächst nichts bezahlen und ggf. einen Anwalt vor Ort konsultieren.

(Ein betrügerisches Verhalten Ihrerseits ist übrigens nicht ersichtlich!)

Ich mache Sie noch darauf aufmerksam, dass schon geringe Sachverhaltsabweichungen zu einem gänzlich anderen rechtlichen Ergebnis führen können.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser ersten rechtlichen Einschätzung weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Grema
Rechtsanwalt

_____________
Christian Grema
C-G-W Rechtsanwälte

Postfach 1543
76605 Bruchsal

Tel.: (07251) 392 44 30 (24h)
Fax.: (07251) 392 44 31

Internet: www.c-g-w.de
E-Mail: info@c-g-w.de

Nachfrage vom Fragesteller 10.01.2008 | 07:46

Ich hatte folgendes geschrieben am 5.01.08 das ich den golf bis Donnerstag reserviert hätte für ihn und er mir den genauen Abholtermin mitteilen soll. nach einem Kaufvertrag hatte ich auch gefragt.Es kam keine Antwort. Am 8.01.08 habe ich fast die selbe E-mail noch ein mal geschickt mit meiner privaten Telefonnummer meine Handynummer hatte er bereits. Darauf kam wieder keine Antwort dehalb ging ich davon aus das kein Interesse mehr besteht. Deshalb hatte ich den Wagen am Mittwoch verkauft. Nachdem ich ihn bei Ebay angeboten und verkauft hatte rief er mich gestern Abend gegen 18.00 Uhr an und wollte den wagen abholen lassen.Ich hatte mit ihm am Samstag telefoniert da sagte er mir er wollte den Wagen am Mittwoch dann abholen,das war ja nicht der Fall.

Ergänzung vom Anwalt 10.01.2008 | 10:54

Sehr geehrter Fragestellerin,

ihre Nachfrage kann ich Ihnen wie folgt beantworten:

Nach Ihren ergänzenden Schilderungen gehe ich nicht davon aus, dass schon ein Kaufvertrag per SMS bzw. mündlich geschlossen wurde. Insbesondere, da Sie ihn explizit nach einem noch abzuschließenden Vertrag gefragt haben.

Fraglich könnte aber sein, ob eine für Sie verbindliche Reservierung bis zum 10.01.08 vereinbart wurde. Ich deute Ihre Erklärungen aber letztlich so, dass Sie ihm eine Reservierung nur in Aussicht gestellt haben, für den Fall, dass rechtzeitig ein Abholtermin für eine Abholung bis spätestens am Donnerstag vereinbart werden würde, was trotz mehrfacher Nachfrage Ihrerseits dann nicht geschehen ist (Insbesondere auch da ursprünglich eine Abholung am Mittwoch vorgesehen war). Eine verbindliche Reservierung würde demnach nicht vorliegen.

Meiner Einschätzung zufolge müssten Sie demnach keinen Schadensersatz leisten und sollten daher auch Zahlungen verweigern. Ich mache aber darauf aufmerksam, dass hier nur eine erste Einschätzung erfolgen und dass nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann, dass man bei einer eingehenderen Prüfung zu einem anderen Ergebnis (bzw. zu einer anderen Auslegung der Erklärungen) kommen könnte.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Grema
Rechtsanwalt

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