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Reparaturen im Leitungsschacht


| 10.09.2017 12:29 |
Preis: 65,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Saeger



Guten Tag,

ich bin Eigentümer einer Wohnung(Selbstnutzung) im Mehrfamilienhaus (7 Parteien). Ende Frühling entstand ein Wasserschaden an der Decke im WC in der Wohnung unter unserer Wohnung. Allerdings entstand das im Bereich der Leitungsschacht, Nach langer Suche wurde entschieden, dass bei uns die Wand in der Toilette rausgerissen wird, damit man in die Schacht gelangen und da nach dem Schaden suchen kann. Reparaturfirma wollte nicht die Decke in der unteren Wohnung aufmachen, da dort ein Boiler im Weg steht, so mussten sie über unseren WC in die Schacht. Dies geschah dann auch, Toilette raus, Wand rausgerissen Schachtboden freigelegt und undichtes Wasserrohr entdeckt (Wasserleitungen nicht zu unserer Wohnung). Beim Freilegen des Schachtbodens wurden zusätzlich Heizungsleitungen (unsere und der Wohnung über uns) beschädigt. Wasserleitungen so wie Heizungsleitungen im Schacht wurden repariert, (zumindest wurde es uns so gesagt) Reparaturen dauerten über 3 Monate. Schließlich nach dem die Leitungen neue gemacht wurden, haben wir die Wand zur Schacht selbst gelegt sowie WC instaliert (Anfang bis Mitte August), weil wir nicht mehr länger warten konnten bis unsere WC fertig ist. 3 Monate dauerte nur Freilegung des Schachtboden und Rohrersatz.
Gestern habe ich die Heizung eingeschaltet und stellte fest dass die Heizkörper nicht warm werden. Im Hezungsraum waren die Heizungsleitungen geschlossen. Ich öffnete die Leitungen und es wurde warm in der Wohnung,
Heute Morgen meldete sich der Nachbar von unten und beschwerte sich erneut über Wassereintritt an der Decke im WC...
Jetzt meine Frage, kann ich die erneute Reparatur über unsere Wohnung verweigern, und verlangen dass die Reparaturen von unten (an der Decke in der Nachbarswohnung) stattfinden, auch wenn dazu der Wasserboiler abgebaut werden muss?
Denn erneuter Verzicht auf Toilette für so lange Dauer ist nicht mehr zumutbar und entstandener Schaden ist auf mangelhafte Reparatur der Firma zurückzuführen ist.
Ich bitte Sie um Unterstützung in dieser Frage
Sehr geehrter Fragensteller,

gemäß § 14 WEG hat man schon Mitwirkungspflichten, Schäden möglichst einfach zu beseitigen:

"Jeder Wohnungseigentümer ist verpflichtet:

1. die im Sondereigentum stehenden Gebäudeteile so instand zu halten und von diesen sowie von dem gemeinschaftlichen Eigentum nur in solcher Weise Gebrauch zu machen, daß dadurch keinem der anderen Wohnungseigentümer über das bei einem geordneten Zusammenleben unvermeidliche Maß hinaus ein Nachteil erwächst;
2. für die Einhaltung der in Nummer 1 bezeichneten Pflichten durch Personen zu sorgen, die seinem Hausstand oder Geschäftsbetrieb angehören oder denen er sonst die Benutzung der in Sonder- oder Miteigentum stehenden Grundstücks- oder Gebäudeteile überläßt;
3. Einwirkungen auf die im Sondereigentum stehenden Gebäudeteile und das gemeinschaftliche Eigentum zu dulden, soweit sie auf einem nach Nummer 1, 2 zulässigen Gebrauch beruhen;
4. das Betreten und die Benutzung der im Sondereigentum stehenden Gebäudeteile zu gestatten, soweit dies zur Instandhaltung und Instandsetzung des gemeinschaftlichen Eigentums erforderlich ist; der hierdurch entstehende Schaden ist zu ersetzen."

Grds. ist hier erst einmal der Kostenunterschied zwischen den beiden Maßnahmen tatsächlich herauszufinden. Dann kann man es rechtlich bewerten, ob eine Verweigerung statthaft ist. Insofern sollte man vorrangig Auskunft erbitten, welche unterschiedlichen Kosten entstehen.

Ferner kommt es auch darauf an, ob es ein (un-)verschuldeter Schaden ist oder nicht. In Anbetracht der schwerwiegenden Beeinträchtigung, dass möglicherweise über Wochen eine Toilette nicht nutzbar ist, sehe ich im Moment in der Tat die Nacherfüllung über den Abbau der Therme tendenziell als vorrangig an.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Saeger
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 10.09.2017 | 13:24

Vielen Dank für schnelle und ausführliche Antwort Herr Saeger.

Die Toilette wurde vor etwa 3 Wochen fertiggestellt, und es gab bis heute keine Probleme.
Lediglich als ich gestern die Heizungsleitungen öffnete, fing wieder an das Wasser auszutretten.
Somit denke ich dass unseres Verschulden ausgeschlossen ist.(etwa undichte Wasser-,Abwasseranschlüsse)
Reparaturfirma nahm es beim ersten Mal an, dass es durch unsere Wohnung der Schaden einfacher zu beseitigen wäre. Es stellte sich jedoch raus, dass es ein ernormer Aufwand darstellte, so dass es von mehreren Arbeiter bestätigt wurde das es einfacher wäre sich von unten durchzuarbeiten.
Kann ich von der beauftragter Reparaturfirma Kostenvoranschläge verlangen für die Ausführung der Reparatur nach beiden Varianten (von unten durch die Decke und durch unsere Tolettenwand)? So dass es gemeinsam mit anderen Faktoren entschieden werden kann, wie die Reparatur einfacher und schneller durchgeführt werden kann.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.09.2017 | 13:53

Sehr geehrter Fragensteller,

der Auskunftsanspruch nach § 242 BGB steht einem gegenüber dem Auftraggeber des Werkunternehmers zu ( Verwaltung oder das andere WEG Mitglied ).

Dieser muss ihnen dann die unterschiedlichen Rechnungen beibringen.

MfG
D. Saeger
- RA -

Bewertung des Fragestellers 10.09.2017 | 14:27


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