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Reparatur von Wohnungstür und Rolladen


31.03.2005 20:09 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Hallo,

unser Vermieter hat uns die Reperaturen des Rolladens und der Wohnungstür in Rechnung gestellt, da die Beschädigung durch "unsachgemäße" Behandlung enstanden sein sollen:

Fakten zum Rolladen:
Schaden von 2003
Beim hochziehen des Rolladen ist das Band von der Rolle gesprungen.
Die Rolle liegt in einem Kasten unter der Tapete.
Die Fensterbaufirma reparierte das, in unserer Abwesenheit, im Auftrag des Vermieters, ließ aber eine von uns beauftragte Person(wegen unserer Abwesenheit) den Auftrag mit dem Zusatz "Defekt wegen unsachgemäßer Behandlung" unterschreiben.
Prompt erschienen die Kosten in Höhe von EUR 67,28 mit der NK-Abrechnung 2003.
Trotz der erster Zurückweisung durch uns haben wir das dann bezahlt.

FRAGE: Hätten wir das bezahlen müssen?
Rolladen wurde von uns nicht unsachgemäß bedient! Kann das Geld zurückgefordert werden?

Fakten Etagentür:
Die Tür verfügt über eine "Gummi-Lippe" an der Unterseite, welche beim schliessen der Tür den Luftschlitz am Boden verschließt.

Irgendwann klemmte diese Lippe, und die Tür ließ sich nur noch schwerfällig bis fast garnicht mehr öffnen bzw. schließen, da sich diese Gummilippe zwischen Türblatt und dem gefliesten Boden verklemmte.
Wir informierten den Vermieter direkt nach Erkennen des Defekts. Nach persönlicher Prüfung durch den Vermieter erkannte auch er den Defekt an.
Dieser Defekt war nicht dauerhaft, sondern es geschah nur hin und wieder.
Eine Reperatur wurde vom Vermieter nicht angekündigt und von uns auch nicht verlangt.

Kurze Zeit später kündigten wir die Wohnung aus beruflichen Gründen unter Wahrung der 3 Monatsfrist.
Bei Übergabe der Wohnung wurde ein Protokoll erstellt, wo dieser Defekt nicht aufgelistet war.
Jetzt erhalten wir die NK-Abrechnung aus 2004 und die Reperatur der Türe in Höhe von EUR 67,28 wird uns ohne jede Vorankündigung belastet.
Auf der beigefügten RG des Schreiners wird der Defekt auf Schmutz und eine Stück Klebeband zurückgeführt.
Der Mieter weiss jedoch, dass wir die Wohnung stets sauber gehalten haben. Das Klebeband kann vermutlich bei den Renovierungsarbeiten darunter gekommen sein, nur bestand der Defekt schon mind. 3 Mon. vor unserem Auszug und Renovierung.
Wohlmöglich kann des Klebeband von den Renovierungsarbeiten 2003 durch den Vermietern her stammen, wir hatten damals die Whg nach gründlicher Sanierung und Renovierung sozusagen erstbezogen!

Wir sehen jetzt nicht ein, dass wir diese Kosten nun auch noch übernehmen sollen.

FRAGE: Müssen wir als Mieter auch dafür haften und zahlen??

Auszug aus dem Mietvertag:
§14 Kleine Instandhaltungen
Der Mieter hat verschuldensunabhängig die Kosten zu tragen für kleinere Instandhaltungs-und instandsetzungsmaßnahmen and den Installationsgegenständen für elektrizität, Wasser, Gas, den Heiz-und Kocheinrichtungen, den Fenster-und Türverschlüssen, Rolläden sowie den Verschlussvorrichtungen von Fensterläden

Die Verplfichtung des M. ist je Reparatur afu € 77 begrenzt.
Bei einem größerem Betrag findet eine anteilige kostenbeteiligung des Mieters nicht statt. Der Höchstbetrag stellt sich auf 6% der Jahresnettomiete.
der Mieter trägt ferner die Kosten für die jährliche Wartung der zur Mietsache gehörenden Elektro-und Gasgeräte und der Geräter zur Warmwasserversorgung....usw

Vielen Dank für Ihre Antwort.







Sehr geehrte(-r) Fragesteller(-in),

vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese möchte ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Frage 1: Die Reparaturverpflichtung für Kleinschäden ist verschuldensunabhängig. Sie wird von der Höhe her von der Rechtsprechung bis ca. 75-100 Euro als per AGB auf den Mieter abwälzbar für zulässig erachtet. Sie werden den Anspruch des Vermieters deswegen akzeptieren müssen, wobei die Unterstellung, eine Reparatur sei wegen unsachgemässer Handhabung entstanden, zwar falsch ist, hier rechtlich am Ergebnis aber nichts ändert.

Frage 2: Anders verhält es sich hier. Es bestehen schon Zweifel, ob die beiden Reparaturen zu Ihren Lasten kumulierbar sind. Dies kann ich ohne genauere Zeitangaben nicht sicher beurteilen. Auf jeden Fall kann aber diese zweite Reparatur nicht "ins Blaue hinein" auf Sie umgelegt werden. Denn der Vermieter hätte Sie zunächst einmal zur Reparatur auffordern müssen, bevor er einen Schadensersatzanspruch geltend machen darf. Aber selbst darauf kommt es nicht an, da das Abnahmeprotokoll den Wohnungszustand i.d.R. abschliessend dokumentiert.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung, genauso für eine weitergehende Interessenwahrnehmung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

Tel.: +49 (0)39 483 97825
Fax: +49 (0)39 483 97828
E-Mail: ra.schimpf@gmx.de

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