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Reparatur Gewährleistung

14.01.2009 16:36 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


An meinem Notebook wurde kurz vor Ablauf der Garantiezeit (Anfang September 2008) vom Hersteller das Motherboard wegen eines Defektes ausgetauscht (keine neue Komponente). Diese erfolgreiche Reparaturleistung war für mich ohne Kosten verbunden. 10 Wochen später ging mein Notebook wieder kaputt. Erste Überprüfungen durch einen Fachmann legen die Vermutung nahe, daß es sich wieder um ein Motherboardproblem handeln könnte. Der Hersteller verweist jedoch auf den Ablauf der Garantiezeit und sieht auch im Rahmen der Kulanz keine Möglichkeit, das Gerät ein weiteres Mal zu reparieren.

Meine Frage: Ist der Hersteller nicht verpflichtet, im Rahmen einer Gewährleistungsverpflichtung im Falle eines Defektes des Motherboards dieses ein weiteres Mal auszutauschen? Und wenn ja, welche Paragraphen des BGB kämen bei diesem Vorgang zum Tragen?

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Frage.

Garantie und gesetzliche Gewährleistung sind rechtlich zwei Verschiedene Dinge, dass sehen Sie ganz richtig. Eine Garantie ist eine Zusatzleistung des Herstellers und ersetzt nicht die gesetzliche Gewährleistung.

Wenn Sie direkt vom Hersteller gekauft haben, dann ist dies Ihr Ansprechpartner für die Gewährleistung, ansonsten müssen Sie sich an den Verkäufer des Notebooks wenden, also an den Einzelhändler. Dieser ist innerhalb der gesetzlichen Gewährleistungsfrist von zwei Jahren (vgl. § 438 I Nr. 3 BGB ) zur Nacherfüllung verpflichtet, dies ergibt sich aus §§ 433 I S. 2, 434 , 437 Nr. 1 , 439 BGB . Sie sollten dem Verkäufer schriftlich eine Frist zur Nacherfüllung setzen, falls er sich weigert, die Raparatur durchzuführen.

Alle Kosten im Zusammenhang mit der Nacherfüllung trägt der Verkäufer vgl. § 439 II BGB . Es kommt nicht darauf an, dass das Mainboard schon einmal getauscht worden ist. Voraussetzung ist aber das die zwei Jahre seit Übergabe des Notebooks noch nicht abgelaufen sind. Der Verkäufer darf Sie auch nicht an den Hersteller verweisen.

Bei Weigerung des Verkäufers und Fristablauf können Sie zurücktreten oder Schadensersatz verlangen.

Rückfrage vom Fragesteller 14.01.2009 | 21:00

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort! Meine Frage bezog sich darauf, ob derjenige, der die zum gegebenen Zeitpunkt funktionsfähige Komponente (Motherboard) eingebaut/ausgetauscht hat (in diesem Fall der Hersteller des Notebook), nicht für einen bestimmten Zeitraum die Funktionsfähigkeit dieser Komponente gewährleisten/garantieren muß. Der eigentliche Verkäufer ist schon seit einiger Zeit insolvent. Die Reparatur/Austausch des Motherboards fand noch während der Garantiezeit statt. Der allen Anzeichen nach neuerliche Mangel des Motherboard entstand vor drei Wochen außerhalb der Garantiezeit. Der Hersteller (Reparateur) sieht sich nun jeglicher Verpflichtung entbunden.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 14.01.2009 | 23:31

Sehr geehrte Fragestellerin,

das hängt auch vom genauen Inhalt der Garantieerklärung ab. Den erforderlichen Inhalt regelt § 477 BGB . Ob der Hersteller eine bestimmte Zeit die Funktionstüchtigkeit schuldet, ist vom Gesetz nicht geregelt, es kommt auf die Reichweite der Garantie an. Es gilt aber, dass bei einem Garntiefall der Hersteller für ordnungsgemäße Abhilfe sorgen muss. Wenn nach kurzer Zeit der Schaden wieder am gleichen Teil eintritt, dann spricht vor dem Gedanken des Verbraucherschutzes viel dafür, dass der Hersteller sich nicht auf den Zeitablauf berufen darf. Wie gesagt, es kommt auf den genauen Wortlaut der Garantie an. Möglicherweise ist der erneute Schaden ja doch schon innerhalb der Garantie eingetreten und Sie haben das nur später gemeldet. Es könnte ratsam sein einen anwalt zu brauftragen, damit ein Schreiben an den Hersteller verfasst werden kann. Aus der Erfahrung zeigt sich, dass dann häufig doch Bereitschaft besteht.

Natürlich stehe ich bei Bedarf für eine weitere Interessenwahrnehmung zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

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