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Rentner, Arbeitseinsatz in Mexico als Bauleiter

| 10.05.2015 16:23 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Marlies Zerban


Hallo,
bin Versorgungsingenieur und erhalte seit 01.10.2013 Altersrente von der Deutschen Rentversicherung. Habe von einem früheren Kollegen das Angebot erhalten für ca. 1/2 Jahr in Mexico bei als Bauleiter zu arbeiten. Der Kollege will mich einstellen und bezahlen! Er will die Steuern in Mexico für mich bezahlen.

Was muss ich beachten?
Wie wirkt sich das steuermäßig aus?
Ich werde meine Krankenkasse anrufen und mit denen abklären was ich machen muß bzw. was ich bezahlen muss?
Ich denke ich muß eine Unfallversicherung abschließen?
usw.

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte nachfolgend Ihre Fragen zum Arbeitseinsatz in Mexiko im Rahmen einer nichtselbständigen Tätigkeit.

Es liegt ein Fall einer Entsendung durch einen deutschen Arbeitgeber vor. Dabei ist zu beachten, dass die Besteuerung Ihres Gehalts nur dann in Mexiko erfolgt, wenn Sie sich mindestens 183 Tage in Mexiko zur Ausübung Ihrer Tätigkeit aufhalten. Bei der Zuweisung des Besteuerungsrechts in das Abkommen zwischen Mexiko und Deutschland zur Vermeidung einer Doppelbesteuerung (DBA) zu beachten. Grundsätzlich müssen Sie nämlich dieses Einkommen in Deutschland versteuern, da Sie hier einen Wohnsitz haben. Bei grenzüberschreitenden Tätigkeit hängt es von der Dauer des Arbeitseinsatzes ab, Art. 15 Abs. 2 DBA. Sind Sie somit länger als sechs Monate in Mexiko, hat Deutschland nicht das Besteuerungsrecht, sondern allein Mexiko.

In Deutschland unterliegt dieses Einkommen lediglich dem sogenannten Progressionsvorbehalt nach § 32b EStG, beeinflusst daher den Steuertarif auf Ihr übriges Einkommen.

Der Arbeitgeber oder Sie selbst beantragen bei einem Aufenthalt von mehr als 183 Tagen eine Freistellungsbescheinigung beim Finanzamt.
Zur Krankenversicherung: Bei einer Entsendung bleiben Sie im deutschen Sozialversicherungssystem, Ihr Arbeitgeber muss dann die Krankenkassen- und Pflegeversicherungsbeitäge für Sie berechnen und an Ihre Krankenkasse abführen. Sie können sich dies durch Ihre Krankenkasse bestätigen lassen. Mit diesem Gehalt und den Rentenversicherungsbeiträgen müssen SIe Krankenkassenbeiträge nur bis zu Beitragsbemessungsgrundlage zahlen. Der Arbeitgeber muss auch die Arbeitgeberanteile zur Deutschen Rentenversicherung abführen, aber für Sie keine Arbeitnehmeranteile mehr.

Zahlt der Arbeitgeber für die ersten 90 Tage Verpflegungsmehraufwand steuerfrei nach deutschem Steuerrecht, so fallen auf diese Beträge keine Sozialversicherungsbeiträge an.

Der Abschluss einer Unfallversicherung ist sicher sinnvoll.

Mit freundlichen Grüßen

Marlies Zerban
Rechtsanwältin
Steuerberaterin

Nachfrage vom Fragesteller 11.05.2015 | 11:01

Vielen Dank für Ihre Ausführliche Antwort. Ich habe aber keinen deutschen Arbeitgeber mehr (Rentner)! Demnach müsste der Arbeitgeber in Mexico die v. g. Beiträge nach Deutschland überweisen?? Und ich würde nach 183 Tagen in Mexico die gezahlten Lohnsteuern nach Freistellung erstattet bekommen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.05.2015 | 06:50

Sehr geehrter Fragesteller,

Bei dieser Vertragsgestaltung besteht bei ausschließlicher Tätigkeit in Mexiko kein Besteuerungsrecht für Deutschland. Es bleibt jedoch bei der Einbeziehung des Gehalts in die Berechnung des Steuertarifs nach § 32b EStG.

Mit freundlichen Grüßen

Marlies Zerban
Rechtsanwältin Steuerberaterin

Bewertung des Fragestellers 12.05.2015 | 11:01

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"Für den Preis bei einer Frage die nicht ganz üblich ist, habe ich jetzt eine Klarheit über die steuerlichen Verhältnisse, wenn ich mich für den Einsatz in Mexico einlasse.

Vielen Dank für Ihren Einsatz."
Stellungnahme vom Anwalt:
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