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Rentenversicherung-Nachzahlung


06.12.2013 12:29 |
Preis: ***,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Daniela Weise-Ettingshausen



Mein damaliger Ausbildungsbetrieb hat in den ersten zwei Jahren meiner Ausbildung keine Rentenversicherungsbeiträge geleistet (Unwissen/Schussligkeit) (Jahre 1969 - 1970). Gibt es eine Möglichkeit der Nachzahlung auf dem Klageweg, denn schließlich bin ich hier schuldlos erheblich benachteiligt, weil so weit zurückliegende Beiträge deutliche Auswirkungen auf die Rentenhöhe haben.

Mit freundlichen Grüßen
U. H.
Sehr geehrter Fragesteller,

die von Ihnen gestellten Fragen beantworte ich unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie Ihres Einsatzes wie folgt:

Leider hätte eine Klage keinen Erfolg, da die Ansprüche verjährt sind. Ich unterstelle bei meiner Antwort anhand Ihrer Angaben, dass eine Beitragspflicht bestand und Ihr damaliger Ausbildungsbetrieb dieser nicht nachgekommen ist.

Die Überwachung der Beitragszahlung erfolgt durch die Einzugsstelle. Diese muss nicht erfüllte Beitragsansprüche fristgerecht geltend machen. Damit oblag es der Pflicht der Einzugsstelle entsprechende Schritte einzuleiten, sodass diese Ihren Ausbildungsbetrieb hätte zur Abführung der Beiträge auffordern müssen. Dies ist offensichtlich nicht erfolgt. Nunmehr ist dies auch verjährt, da die Ansprüche nach vier Jahren verjähren.

Die Rentenversicherungsbeiträge der Jahre 1969 bis 1970 sind damit leider tatsächlich.
Zusätzlich bestimmt § 25 Absatz I Satz 2 SGB IV, dass bei vorsätzlicher Vorenthaltung der Beiträge eine Verjährungsfrist von 30 Jahren nach Ende des Kalenderjahres, in denen sie fällig geworden sind, gilt. Leider ist auch diese Frist bereits abgelaufen.

Es tut mir leid, Ihnen keinen anderslautende Antwort geben zu können.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen und meine Ausführungen helfen Ihnen weiter. Sie können sich gern im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal mit mir in Verbindung setzen.

Mit freundlichen Grüßen
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