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Rentenberater hat Beitrag unterschlagen u. nicht an die Rentenkasse abgeführt


23.06.2007 13:56 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen u. Herren,

nachdem mein Mann vor kurzer Zeit seinen Rentenbescheid von der BFA bekam, war dort zu lesen, daß es einen ungeklärten Zeitraum für das Jahr 1996 gibt.

Für das regelmässige Abführen der jährlichen , freiwilligen Rentenbeträge war seiner Zeit ein Rentenberater beauftragt, den betreffenden Beitrag (ca. 1000 DM) bekam er auch überwiesen, nur hat er diesen nie an die Rentenkasse weitergeleitet.

Der Rentenberater wurde beauftragt, weil wir uns lange im Ausland befanden und es uns daher wichtig war, daß die Beiträge fristgerecht bei der BFA eingehen.

Nun ist der damalige Rentenberater zwischenzeitlich verstorben, sein Nachfolger riet uns nun uns an seine Witwe wegen Schadensersatz zu wenden, diese hätte auch eine Versicherung für solche Fälle ( es gibt lt. dem Nachfolger mehrere Fälle dieser Art)

Wir haben nun die Witwe angeschrieben, und sämtliches Beweismaterial (Bankauszüge) in Fotokopie beigelegt u. ihr den Sachverhalt dar gelegt, mit der Bitte dies an die zuständige Versicherung weiterzuleiten.
Die Witwe lies sich anwaltlich vertreten, von diesem Anwalt kam ein knappes Schreiben, daß seine Mandantin diese Vorwürfe (obwohl offensichtlich) von sich weist.

Es handelt sich um ca. 1000 DM freiwilliger Rentenbetrag für 1996, zusätzlich um das Honorar für den Rentenberater von 1996 von ca. 500 DM ( für das Honorar wurde ja keine Leistung erbracht) , plus eine verminderte Rente ( was noch ausgerechnet werden müsste) plus Zinsen.

Zu welchem weiteren Vorgehen raten Sie uns ?

MfG
10.10.2007 | 12:11

Antwort

von


8 Bewertungen
Am Markt 66
26506 Norden
Tel: 04931/983740
Web: www.wiebersiek.de
E-Mail:
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben hier zusammenfassend im Rahmen einer Erstberatung unter Beachtung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Zunächst tut es mir leid, dass ihre Frage so lange unbeantwortet geblieben ist.

Wenn man das weitere Vorgehen abschätzen will, dann ist es notwendig, zu fragen, von wem man überhaupt noch etwas verlangen kann. Da der Rentenberater verstorben ist, stellt sich zunächst die Frage, ob er seine Beratungsleistungen im Rahmen einer Gesellschaft oder allein erbracht hat. Aus ihrer Fragestellung kann man entnehmen, dass er wohl offensichtlich allein war.

Mit der Angelegenheit an die Witwe heranzugehen, ist auch nur dann sinnvoll, wenn sie das Erbe angetreten hat und ihre Forderung quasi mit vererbt worden ist.die Frage, ob eine Versicherung vorhanden ist, ist dann sekundär, weil zunächst der Anspruch gegen eine Person gerichtet werden muss.

der Anwalt der Witwe hat ausgeführt, dass diese die Vorwürfe gegen sich zurückweist. Dass ist grundsätzlich auch richtig, denn nach ihrem Vortrag hat die Witwe auch gar nichts mit der Rentenberatung zu tun. Es geht um die Ansprüche gegen den verstorbenen Mann.

So wie sie den Fall schildern, besteht ein Anspruch aus deliktische Haftung, der zum Zeitpunkt der Unterschlagung oder Veruntreuung entstanden ist. Daneben sind Ansprüche aus Verletzung einer vertraglichen Verpflichtung gegeben. Wenn die Witwe das Erbe angenommen hat, dann bestehen diese Ansprüche auch noch weiter fort.

Ein Problem könnte es werden, die Ansprüche über eine Versicherung abzudecken. Die deliktische Handlung ist durch Vorsatz herbeigeführt worden (aller Voraussicht nach) und dafür haftet keine Versicherung. Sie werden also die Ansprüche gegenüber der Witwe wohl alleine durchsetzen müssen.


Insgesamt werden die Durchsetzung ihrer Ansprüche Zeit, Mühe und gegebenenfalls auch weiteres Geld kosten. Ob sie letzten Endes erfolgreich sein werden, kann ich zum derzeitigen Stand der Dinge noch nicht sagen.

Die Angelegenheit scheint sich nicht zu lohnen, weshalb ich im Rate, nichts weiter zu unternehmen.

Mit freundlichen Grüßen
Wiebersiek
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 10.10.2007 | 12:53

Guten Tag Herr Wiebersiek, vielen Dank für Ihre Antwort, mit der ich eigentlich längst nicht mehr rechnete.
Die Witwe hat das Erbe angetreten, der Rentenberater war alleine tätig, und ein Vorsatz ist mittlerweile nach weiteren Recherchen eigentlich ausgeschlossen. Es existiert noch ein Brief, in dem der Rentenberater schrieb, daß es im Moment eine Umstrukturierung in seinem Büro gibt und er im Rahmen einiger Prüfungen festgestellt hätte, daß der Rentenbetrag zwar bei ihm eingegangen wäre, aber er es bislang versäumt hätte diesen abzuführen, was er aber nun nachholen würde (es war noch innerhalb der Frist in der man den Betrag an die BFA abführen konnte), dies ist nicht geschehen, aber somit ist ein Vorsatz meines Erachtens wohl auszuschliessen.

Anhand dieser zusätzlichen Ausführungen, wie würden Sie uns raten weiter vorzugehen und die Chancen einschätzen.
Es ist nachweisbar , daß der Betrag bei dem Rentenberater eingegangen ist und nicht dem eigentlichen Zweck zukam und dieses Geld auch nicht den Erben zusteht.

Vielen Dank und freundliche Grüsse,

Ergänzung vom Anwalt 10.10.2007 | 15:05

Wie gesagt, wird man Mühe aufwenden müssen, um die Ansprüche zu formulieren und durchzusetzen. Aus dem nunmehr geschilderten Sachverhalt scheint es so, dass die Zahlungen aufgrund eines "Büroversehens" nicht weitergeleitet wurden.
Wenn der Rentenberater dazu eine Vermögensschaden- Haftpflichtversicherung hatte, dann sollte die Angelegenheit in Angriff genommen werden.
Bei der Ermittlung des Schadens sollte die Rentenversicherung angeschrieben werden, wie der Rentenverlauf inklusive der Einzahlung gewesen wäre. Die Differenz zum heutigen Rentenbetrag wäre dann der Schaden.
Mit freundlichen Grüßen
Wiebersiek
Rechtsanwalt


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