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Rente für Grenzüberbauung

| 05.11.2009 13:30 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


08:41

Mein Nachbar hat vor langen Jahren seine Scheune,die als Stellplatzvermietung für Boote,Wohnwagen usw.dient,0,25mtr. und auf einer Länge von 16,02mtr.auf unser Grundstück gebaut,dadurch das er den Grenzstein absichtlich unter einer 25 cm.hohen Schotterschicht verborgen hat,unjd Ich ihn jetzt frei gemacht habe,ist das erst jetzt aufgefallen,aber er begräbt den Grenzstein immer wieder aufs neue.Auch auf der Zeichnung die Ich vom Katasteramt geholt habe,ist die Überbauung nicht zu sehen,da sieht es aus als wenn alles seine Ordnung hätte. Ich habe aber Photos gemacht wo man alles sieht.Der Nachbar hat mir dadurch Wohnraum (Loggia)genommen,was kann man üblicherweise dafür an Grundstücksrente verlangen,die Scheune wurde 1960 nach unserem Haus gebaut,der Abstand zur Scheune beträgt nur 2,1mtr. bis 4,40mtr. also Keilförmig,die 0,25mtr.sind also eine Menge an Platz der uns fehlt.

05.11.2009 | 14:05

Antwort

von


(2275)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Ratsuchender,


die von ihnen angedachte Rente richtet sich nach dem Verkehrswert der überbauten Fläche zum Zeitpunkt der Überbauung (hier also der Verkehrswert aus dem Jahre 1960).

Ob sich angesichts dieser zugrunde zu liegenden Werte ein sehr hoher Betrag ergeben wird, der im Streitfall auch noch durch einen Sachverständigen dann anhand der Grundstückswerte in Ihrer Region zu diesem Zeitpunkt ermittelt werden müsste, kann so nicht abschließend beurteilt werden, da eben diese Basiswerte von 1960 bezugen auf die Region nicht veröffentlicht sind.

Zudem gilt zu bedenken, dass der Nachbar hinsichtlich der Rentenzahlungen die Einrede der Verjährung erheben könnte, Sie also nur für die letzten drei Jahre diese Rentenzahlung rückwirkend beanspruchen könnten, nicht etwa rückwirkend ab 1960.

Hier würde es sich anbieten, zunächst diese Werte konkret ermitteln zu lassen, um danach das weitere Vorgegen gegenüber dem Nachbarn abzuklären. Denn wenn -vermutlich- diese jährlich zu zahlende Rente gering ausfallen wird, der Nachbar sich offenbar generell verweigert, wird ein kostenintensives Gerichtsverfahren notwendig sein.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle.


Rückfrage vom Fragesteller 05.11.2009 | 21:12

Ich rede hier von 1982 und nicht von 1960 Ich habe 375,00 DM für jeden qm bezahlt,wobei rund 4,0qm vom Nachbarn überbaut wurden,die Ich bezahlt habe,es handelt sich hier um Terasse,die Ich dadurch nicht zu meinen bezahlten Preis nutzen kann.1960 wurde die Scheune gebaut,unser Haus 1900,auch wurde meine Frage zum vergraben des Grenzsteins nicht beantwortet,oder ist es legal den Grenzstein zu überdecken,um Überbauung zu verschleiern,Ich brauche richtige Informationen,und keine Vermutungen.Ich habe auch gelesen,das der Anspruch seit der Überbauung besteht,und nicht erst für 3 Jahre rückwirkend! Ich bitte um ordentliche Antwort,und keine Vermutung! Gruß J.Wendt

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 06.11.2009 | 08:41

Sehr geehrter Ratsuchender,


ich bin bei der Beantwortung der Frage: "was kann man üblicherweise dafür an Grundstücksrente verlangen" in der Tat von dem vorgetragenen Sachverhalt ("die Scheune wurde 1960 nach unserem Haus gebaut") von der Jahreszahl 1960 ausgegangen. Wenn Sie nun von 1982 ausgehen wollen (das Jahr der Überbauung ist aber maßgeblich, so dass ich, wenn die von Ihnen genannte Errichtung der Scheune (" 1960 wurde die Scheune gebaut") unterstelle, eigentlich 1960 für zutreffender erachte!), ist natürlich diese Jahreszahl und der damalige Wert zugrunde zu legen und die von Ihnen genannen 4,0 qm.

Sie müssen also dann den Wert von 375,00 DM mit 4 multiplizieren und dann das Ergebnis in die derzeit gültige Euro-Währung umrechnen. Diesen Betrag können Sie dann als jährliche Rente verlangen, um Ihre Frage ("was kann man üblicherweise dafür an Grundstücksrente verlangen") zu beantworten.


Eine Frage zum Grenzstein konnte ich auch nach nochmaliger Überprüfung Ihres Sachverhaltes nicht erkennen. Aber gut. Doch, Grenzsteine dürfen auch überschüttet, verbaut und überdeckt werden, nur darf der Standort nicht verändert werden, was aber offenbar nicht geschehen ist. Einen Rechtsanspruch, dass Grenzsteine immer und ewig frei sichtbar sein müssen, gibt es weder nach einem Bundesgesetz, noch nach den Landesbauordnungen. Solange also der Standort des Grenzsteines nicht verändert worden ist, ist das Verhalten des Nachbarn insoweit nicht zu beanstanden

Mit dem Lesen ist das so eine Sache. Einiges, was man liest, stimmt, anderes nicht. Bei der Frage der Verjährung greift aber § 195 BGB: Regelmäßige Verjährungsfrist über § 197 BGB: Dreißigjährige Verjährungsfrist ein, der bei Rentenansprüchen wegen Überbau nach § 913 BGB: Zahlung der Überbaurente Anwendung findet, da es sich bei der Rente um regelmäßig wiederkehrende Leistungen handelt. Zwar besteht der Rentenanspruch ab dem Zeitpunkt des Überbaues; nur, der Nachbar kann diese Einrede der Verjährung dem Anspruch entgegenhalten, so dass es dann zu der von mir genannten dreijährigen Frist kommt. Dieses ist auch keine Vermutung, sondern die gesetzliche Lage. Es steht Ihnen natürlich frei, rückwirkend alle Rückstände geltend zu machen - sie sollten sich dann aber nicht wundern, wenn Sie nach der Verjährungseinrede dann überwiegend verlieren und die Kosten tragen werden.



NOCH EIN PAAR WORTE IN EIGENER SACHE:

Diese Internetplattform dient der Erstberatung. Für einen verhältnismäßig geringen Einsatz erhält man bequem und auch außerhalb üblicher Bürozeiten eine erste Einschätzung der rechtlichen Lage und Vorschläge zur weiteren Handhabung.

Auch aus diesen Grunden werden Sie sicherlich auch diese Form der Erstberatung gewählt haben.

Gleichwohl sollte man sachlich und höflich miteinander umgehen und den Ton angemessen wählen.


Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Bewertung des Fragestellers 10.11.2009 | 13:06

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Wenn die Antwort richtig war,wovon ich ausgehe hat er mir schon geholfen ,wird sich aber später noch rausstellen Gruß J.W.

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 10.11.2009
3,6/5,0

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(2275)

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