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Renovierungen auf Kosten des Mieters


24.06.2005 12:32 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Beim Auszug hatten wir mit unserem Vermieter vereinbart, daß er die Wohnung nach Schimmelbefall prüfen könnte und daß wir beim Feststellen eines entsprechenden Mangels die Renovierungskosten übernehmen würden. Der Vermieter behauptet jetzt, er hätte die Wohnung überprüfen lassen, und es seien Schimmelschäden gefunden worden. Ein entsprechendes Gutachten hat er uns aber nie vorgelegt. Ohne eine Reaktion unsererseits abzuwarten, hat der Vermieter nun den angeblichen Schaden beheben lassen und uns die Rechnung für die Renovierungskosten präsentiert.

Meine Fragen:

Sind wir verpflichtet zu zahlen, obwohl wir auf ein Gutachten nicht reagieren konnten?
Hätte uns der Vermieter nicht verschiedene Kostenvoranschläge zukommenlassen müssen, aus denen wir das günstigste Angebot hätten aussuchen können?

Vielen Dank für Ihren Rat
24.06.2005 | 13:07

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller, sehr geehrte Fragestellerin,

zunächst bedanke ich mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage der vorhandenen Informationen beantworten möchte.

Sie sind natürlich nicht gehalten, ohne Vorlage des Gutachtens, welches zudem auch als Kostenvoranschlag dient, die Renovierungskosten zu tragen. Solange das Vorhandensein von Schäden beziehungsweise die Notwendigkeit entsprechender Reparaturen und deren Höhe nicht nachgewiesen ist, brauchen Sie nicht zu bezahlen. Die Möglichkeit auf ein Gutachten zu reagieren, muss ihn nicht gegeben werden, allerdings steht es Ihnen natürlich frei - bei entsprechender Vorlage des Gutachtens - die dortigen Ausführungen zu bestreiten und entsprechend die Kosten nicht zu tragen.

Der Vermieter ist im übrigen nicht verpflichtet, ihnen die Kostenvoranschläge zukommen zu lassen, da es keine Obliegenheit des Vermieters gibt, die Ausführung der Reparaturen mit Ihnen zu besprechen. Allerdings der Vermieter gehalten, ein vollkommen marktübliches Angebot einzuholen. Dabei gibt es allerdings kein Richtwert, wie viele Kostenvoranschläge einholen muss. Wesentlich ist ein nicht nur, dass der Kostenvoranschlag nicht überhöht ist. Soweit Sie allerdings Anhaltspunkte dafür haben, dass die dort veranschlagten Kosten nicht marktüblich sind, bestehen gute Aussichten, die überhöhten Kosten nicht tragen zu müssen. Das ergibt sich aus einer damit korrespondierenden Schadensersatzpflicht des Vermieters.

Ich hoffe, Ihnen weiter geholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Hellmann
Rechtsanwalt
www.anwaltskanzlei-hellmann.de


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 24.06.2005 | 13:21

Sehr geehrter Herr RA Hellmann,

herzlichen Dank für Ihre prompte, ausführliche und hilfreiche Antwort. Zum weiteren Vorgehen: Der Vermieter beabsichtigt, die Kosten von der Kaution abzuziehen. Reicht es, wenn wir jetzt Widerspruch einlegen? Wie muß er begründet sein?

Nochmals vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.06.2005 | 13:27

Sehr geehrter Fragesteller, sehr geehrte Fragestellerin,

zunächst bedanke ich mich für Ihre Nachfrage, möchte aber auch anmerken, dass diese als neue Frage eigentlich über den Begriff „Nachfrage“ hinausgeht. Aber sei´s drum 

Sie sollten dem Abzug natürlich ausdrücklich (u. nachweisbar) widersprechen, da sonst ggf. eine Verwirkung der Rückforderung in Betracht kommen kann. Sie werden aber nicht umhin kommen, den Betrag im Zweifel gerichtlich geltend zu machen. Sollten Sie dafür anwaltliche Hilfe, wie auch insgesamt, benötigen, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.


Ich hoffe, Ihnen weiter geholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Hellmann
Rechtsanwalt
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