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Renovierung / Wohnungsübergabe

06.07.2010 11:11 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


zum Mietvertrag:
Standart Mietvertrag Ausgabe 2007
Herausgabe vom GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- & Immobilienunternehmen e.V.


2 ZimmerWohnung 40m²

Mietereinzug am 01.01.2007

Übergabezustand: - alle Räume wurden neu mit Raufaser tapeziert
und neutral gestrichen
- Bad wurde neu gefliest

Übergabeprotokoll erfolgte mit zwei Zeugen





Mieterauszug am 30.06.2010

Rückgabezustand: - Raufasertapeten (Flur, Bad) mit dunkelrot
und ocker gestrichen
- Raufasertapete Küche und Wohnzimmer mit
Strukturtapete überklebt und weiß
gestrichen.

- die Fliesen im Bad wurden durch ca. 13 Bohrlöcher beschädigt.


Frage: Muss der Mieter den übergebenen Zustand wieder hergestellt? (abzüglich Abwohnzeit)


Sehr geehrte Fragende,
sehr geehrter Fragender,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich auf der Grundlage Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes gerne wie folgt beantworte:

Unabhängig von dem Inhalt des Mietvertrages hinsichtlich eventueller Renovierungspflichten, ist es dem Mieter zwar grundsätzlich erlaubt, die Wände der Mietwohnung nach seinen Wünschen zu streichen. Kräftige Farbtöne wie rot, blau, moosgrün oder auch mehrfarbige Muster müssen bei Auszug jedoch beseitigt werden. Geschieht dies nicht, steht dem Vermieter ein Schadensersatzanspruch gegen den Mieter zu, denn das Streichen der Wände in Farben, die nicht dem allgemein üblichen Geschmack entsprechen, wird als Beschädigung der Mietsache angesehen, wenn die Weitervermietung dadurch erheblich erschwert oder unmöglich gemacht wird (KG vom 09.06.2005, Az. 8 U 211/04).
Die Raufasertapeten in Flur und Bad sind daher vom Mieter in allgemein üblichen Farben zu streichen, z.B. weiß.

Strukturtapete in weiß stellt keine Beschädigung der Mietsache dar und wäre allenfalls im Rahmen von Schönheitsreparaturen zu beseitigen, wobei auch das fraglich erscheint. Der Mieter ist grundsätzlich nicht verpflichtet, die Wohnung nach dem Geschmack des Vermieters zu renovieren. Wenn er zu Schönheitsreparaturen verpflichtet ist und diese fachmännisch durchführt, ist er in der Wahl der Farben und der Tapeten weitestgehend frei, solange die Weitervermietung dadurch nicht erheblich erschwert oder unmöglich gemacht wird (s.o.).

Bohrlöcher sind grundsätzlich zulässig, solange sie dem normalen Gebrauch der Mietsache entsprechen und sind lediglich im Rahmen von Schönheitsreparaturen zu verschließen. 13 Bohrlöcher im vermutlich relativ kleinen Bad einer 40 qm Wohnung scheinen aber über das übliche Maß hinaus zu gehen, insbesondere wenn nicht in die Fugen gebohrt und dadurch die Fliesen beschädigt wurden. Den entstandenen Schaden hat der Mieter zu ersetzen.

Ich hoffe Ihnen mit der Beantwortung Ihrer Frage weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.

Bitte berücksichtigen Sie, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems von einem Rechtsanwalt zu erhalten. Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.



Mit freundlichen Grüßen

Martin Sattler
Rechtsanwalt


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