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Renovierung Eigentumswohnung Berlin

23.02.2018 15:05 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe vor kurzem eine sehr kleine Eigentumswohnung in guter Lage in Berlin gekauft.

Das Haus ist ein Altbau, alle Wohnungen sind Eigentumswohnungen.

Meine Wohnung hat 48 qm.
Ich habe das Bad, inkls. Fliesen vollständig entfernen lassen, ebenso den Laminat Fussboden.

Die Handwerker haben sich an die Ruhezeiten gehalten, aber eine Lärmbelästigung war nicht zu vermeiden. Nun hat mich die Hausverwaltung angerufen, es seien sehr viele Beschwerden eingegangen, es würde sich „eine Front" bilden und ich müsse damit rechnen bei der nächsten Eigentümerversammlung aus dem Haus „ herauszufliegen".

Ich bin einigermassen entsetzt, denn die Arbeiten haben nicht länger als 1 Woche gedauert. Ausserdem wohne ich in Bremen; ich habe die Eigentumswohnung gekauft um meinen Sohn öfter besuchen zu können, der in Berlin lebt.

Jetzt wird noch abtransportiert und dann ein Eichenparkett verlegt, gefliesst, eine neue Küche und neue Fenster eingebaut. Eigentlich ein Investment für das ganze Haus.

Ich verstehe also nicht warum mir in dieser Art und Weise gedroht wird und weiss gar nicht was ich machen soll. Ich habe zunächst alle Arbeiten gestoppt. Was kann mir passieren und was soll ich tun?

Vielen Dank für Ihre Mühe,
mfG,
S.Willers

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Grundsätzlich kann gemäß § 18 WEG durchaus der Verkauf bzw. die Versteigerung der Wohnung durch die WEG erzwungen werden. Das geht aber nur, wenn alles andere für die Wohnungseigentümergemeinschaft unzumutbar ist und der fragliche Eigentümer das störende Verhalten nicht abstellt. Umbauarbeiten, zumal nur einwöchige Arbeiten, fallen regelmäßig nicht unter diese Unzumutbarkeit.

Allerdings kann die Teilungserklärung konkrete Gründe für ein einen Zwangsverkauf/eine Zwangsversteigerung festlegen. Dass aber übliche Umbau-/Renovierungsarbeiten darunter fallen, wäre zumindest eine große Überraschung und rechtlich fragwürdig.

Ich empfehle daher, die Teilungserklärung sehr genau durchzusehen, ob darin etwaige Zwangsverkaufs-/Zwangsentziehungsgründe genannt sind. Auch sollten Sie die Verwaltung fragen, wie denn die anderen Eigentümer deren Wohnungen renovieren/umbauen und worüber sich die anderen Eigentümer genau beschwert haben.

Auch wegen der Fenster sollten Sie die Teilungerklärung prüfen. Außenfenster sind Gemeinschaftseigentum, die einzelnen Eigentümer können die nicht einfach so austauschen.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

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