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Reklamtionsrecht Intenet in England

| 03.10.2012 14:14 |
Preis: ***,00 € |

Internationales Recht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Mack


Sehr geehrte Damen und Herren,

wir betreiben einen Internetshop und haben eine im Juni eine Bestellung über den Shop nach GB abgewicktelt - keine Reklamation.
Bestellung abgeschlossen (Warenert = 20 Euro)

Im August haben wir eine neue Bestellung des Kunden erhalten (gleiche Artikel), die Ware wurde zu einem Veredler gesendet.
Zwei Monate später reklamiert der Kunde, die Ware sei nicht identisch mit der in der ersten Bestellung getätigten Ware. (Warenwert = 600 Euro)

Bei Recherce haben wir festgestellt, dass die Bestellung 1 (Juni) falsch war, es wurde sich anscheinend bei uns vergriffen - dem Kunden ist es auch nicht aufgefallen
Bestellung 2 (august) wurde korrekt abgewickelt.
Kunde reklamiert nun 2 Monate nach Erhalt, schließt eine Rückabwicklung nun aus Zeitgründen aus und fordert den Rechnungsbetrag der zweiten Sendung zurück. Hier wurde die im Shop angegeben Ware geliefet
Der Kunde sagt jetzt, dass seine erste Sendeung eine Mustersendung gewesen sei, für uns war aufgrund der Bestellvielzahl kein Bezug ersichtlich.
AUf unserer Webseite stehen Abmessungen und auch auf dem Artikel ist die Größe erkennbar.
Zumindest hätte dem Kunden bei der Warenprüfung auffallen müssen, dass Lieferung A nicht mit B identisch ist.
Kann er nach 1,5 Monaten noch reklamieren ?
Wie ist hier die Rechtslage in GB ?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zunächst möchte ich darauf hinweisen, daß dieses Forum lediglich die Funktion hat, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben. Eine persönliche Beratung kann durch Ihre Anfrage nicht ersetzt werden.

Dies vorausgeschickt möchte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsangaben und des von Ihnen gebotenen Einsatzes gerne wie folgt beantworten:

Ein Reklamation 1,5 Monate nach Lieferung ist nach englischem Recht grundsätzlich möglich, wenn dies etwa darauf beruht, daß der Verkäufer seine Vertragspflichten verletzt hat.

Allerdings braucht der Käufer auch nach englischem Recht einen Grund für die Rückzahlung des Kaufpreises, etwa weil die Ware nicht den vertraglichen Vereinbarungen entspricht bzw. nicht dem Qualitätsstandard entspricht, den ein „vernünftiger Käufer" erwarten würde.

Ein anderer Grund wäre die sog. „Fitness for purpose", wenn also die Ware nicht zu dem vom Käufer angegebenen Zweck verwendbar wäre.

Nach Ihren Angaben kann ich – zumindest bei der zweiten Sendung – keinen der vorgenannten Gründe erkennen.

Wenn der Kunde die betreffende Ware im August bestellt hat und diese Ware – nach Katalog o.ä. - auch erhalten hat, dann besteht wohl kein Anspruch des Kunden auf Rückerstattung des Kaufpreises.

Anders mag es sein, wenn der Kunde in seiner 2. Bestellung konkreten Bezug auf die 1. Lieferung genommen hätte. In diesem Fall könnte man ein Rückerstattungsrecht erwägen.

Daher würde ich Ihnen zunächst empfehlen, den Kunden darüber aufzuklären warum sich die beiden Warenlieferungen unterscheiden.

Einen Rückerstattungsanspruch kann ich jedoch nach Ihrer Schilderung nicht erkennen, auch nicht nach englischem Recht.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen für eine weitergehende Beratung und Vertretung Ihrer Interessen auch über die angegebene E-mail Adresse gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Mack
Rechtsanwalt


________________________________________________________
Rechtsanwalt Thomas Mack
Throner Str. 3
60385 Frankfurt a.M.
Tel.: 0049-69-4691701
E-mail: tsmack@t-online.de



Bewertung des Fragestellers 09.10.2012 | 10:59

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