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24.08.2006 15:03 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Hallo,es geht um folgendes: Vor kurzem habe ich bei einem Versandhandel ein über 1000 Euro teures Babyzimmer bestellt und am Mo., 07.08.06 geliefert bekommen.Die Rechnung war datiert auf den 05.08.06. Das reguläre Umtauschrecht beträgt lt. AGB des Versandhändlers 14 Tage. Da es sich um ein rosa-farbiges Zimmer handelt,und wir mit dem Aufbau des Zimmers bis zur Geburt warten wollten (damit die Möglichkeit bestand,das Zimmer zurückzusenden,falls wir wider Erwarten doch einen Jungen bekommen sollten) habe ich am Do.,17.08.06 mit einer Mitarbeiterin des Versandhandels gesprochen,die mir am Telefon versicherte,man verlängere mir aus Kulanz das Umtauschrecht bis zum Geburtstermin. Nun ist unser Mädchen endlich da und beim Aufbau des Kinderzimmer gestern ist meinem Mann bei jedem Möbelstück eine neue ´Macke´ aufgefallen: Kratzer,Farbabblätterungen,Dellen etc. Außerdem konnte man erst jetzt nach dem Aufbau sehen,daß die hoch angepriesene Qualität des Zimmers in keiner Relation zum Kaufpreis steht. Ein Anruf bei dem Versandhändler brachte keinerlei Erfolg,er verweigert Rücknahme und gewährt auch keine Minderung mit der Begründung,das Rückgaberecht sei abgelaufen und durch den Aufbau des Zimmer hätten ja auch wir die Macken verursacht haben können. Was können wir tun?

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Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne will ich Ihre Anfrage beantworten.

Ich gehe davon aus, dass das von Ihnen angesprochene Umtauschrecht das sogenannten Widerrufsrecht ist. Die Frist beträgt dabei zwei Wochen ab Kauf, wenn Sie ordnungsgemäß über das Recht belehrt worden sind, was aus der Ferne natürlich nicht zu beurteilen ist.

Sie geben aber leider das Datum der Bestellung nicht an. Wenn aber am 17.8.2006 bereits eine Verlängerung auf Kulanz erfolgt ist, so gehe ich davon aus, dass zu diesem Zeitpunkt die Zweiwochenfrist bereits abgelaufen war.

Wenn dem so ist, so haben Sie nun kein Widerrufsrecht mehr. Zwar wurde Ihnen dies verlängert durch die Mitarbeiterin des Versandhandels. Jedoch müssen Sie im Streitfall beweisen, dass die Mitarbeiterin Ihnen gegenüber diese Zusage abgegeben hat. Wenn Sie also noch den Namen der Mitarbeiterin wissen, so könnte diese als Zeugin benannt werden. Dann hätten Sie gute Chancen.

Davon unabhängig bestehen natürlich auch Gewährleistungsansprüche. Diese gehen zunächst auf Nacherfüllung in der Form der Lieferung einer mangelfreien Sache. Dabei spricht für Sie die sogenannte Beweislastumkehr. Zeigt sich ein Mangel innerhalb eines halben Jahres nach Kauf, so wird vermutet, dass der Mangel von Anfang an vorlag. Sie haben dann also den Anspruch gegen den Verkäufer, einen neue mangelfreie Sache zu erhalten.

Erst wenn der Verkäufer dies ablehnt, können Sie die Sache zurückgeben und den Kaufpreis zurückverlangen.

Ich hoffe, Ihre Anfrage beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jens O. Gräber
Rechtsanwalt


www.rechtsanwalt-graeber.de
info@rechtsanwalt-graeber.de
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