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Reklamation einer PKW-Reparatur


| 22.04.2007 20:36 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht



In einer Reklamationsfrage benötige ich rechtliche Beratung über das weitere Vorgehen.
Kurz zum Sachverhalt:
Ein von mir Ende 2004 bei einem Autohändler gekaufter PKW aus EU-Re-Import erwies sich als mangelhaft. Das Fahrzeug war offensichtlich einmal aufgebrochen worden und dabei wurde die Tür verzogen. Beim Kauf des Wagens war der Fehler nicht sichtbar, da er vorher instandgesetzt wurde. Nach ca. einem halben Jahr traten erkennbare Risse am Türholm auf, welche ich im August 2005 reklamierte. Vorsichtshalber habe ich den damaligen Zustand mit einigen Digitalfotos dokumentiert. Die Tür wurde daraufhin in der Werkstatt des Händlers Ende August 2005 repariert. Rechnung vom 24.08.05 liegt vor. Allerdings ist auf dieser lediglich vermerkt: „1. Kundendienst bei 18.000 km ausgeführt, incl. Montage- und Wartungsarbeiten.“ Seitens des Werkstattmeisters wurde mir damals mündlich versichert, dass der Schaden dauerhaft behoben werden konnte.
Vor ca. 4 Wochen musste ich nun allerdings feststellen, dass derselbe Schaden erneut aufgetreten ist und die Tür abermals Risse im Holmbereich aufweist. Meine Vermutung ist nun, dass die Tür nicht zu reparieren ist und deshalb ausgetauscht werden müsste. Kann ich dies vom Autohändler verlangen? Wie verhalte ich mich, wenn dieser eine Garantiereparatur aufgrund der ungenauen Dokumentation ablehnt?
Welche Kosten würden in einem möglichen Rechtsstreit auf mich zukommen?
Anm.: Der Händler wird im Internetforum nicht gerade als kundenfreundlich und integer beschrieben, was sich auch mit meinen bisherigen Eindrücken deckt.


-- Einsatz geändert am 23.04.2007 11:55:13

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

I. Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass Sie noch nicht mitgeteilt haben, ob es sich dem Kauf um einen Neuwagen- oder Gebrauchtwagenkauf gehandelt hat und ob eine bestimmte Gewährleistungsfrist zwischen Ihnen und dem Händler vereinbart worden ist oder aber sogar eine Herstellergarantie vorlag. Teilen Sie auch bitte mit, ob Sie den Wagen in Deutschland gekauft haben. Bitte reichen Sie diese Angaben im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion nach.

II. Vorerst gehe ich davon aus, dass Sie einen gebrauchten PKW in Deutschland gekauft haben und keine weiteren Garantievereinbarungen bestanden. Insoweit gilt eine Verjährungsfrist von zwei Jahren, was die Mängelgewährleistung angeht.
Diese Frist ist grds. verjährt (Ende 2006, zwei Jahre nach Übergabe des PKW.)
Allerdings könnte die Verjährungsfrist mit der Vornahme der Reparatur im August 2005 erneut zu Laufen begonnen haben. Voraussetzung ist, dass die Reparatur nicht nur „aus Kulanz“ vorgenommen worden ist, sondern der Verkäufer in dem Bewusstsein gehandelt hat, zur Nachbesserung verpflichtet gewesen zu sein. Dann hätte der Verkäufer ein „Anerkenntnis“ abgegeben, mit der Folge, dass die Verjährung neu zu Laufen begann.
Hier würde ich aufgrund der vorliegenden Informationen trotz des nicht eindeutigen Textes auf der Rechnung von einem Anerkenntnis ausgehen, da es sich bei dem Schaden um einen erheblichen und eindeutig sichtbaren Mangel gehandelt hat. Eine Reparatur „aus Kulanz“ halte ich daher für eher abwegig. Demnach geschah die Reparatur zur Behebung dieses Mangels und damit auch in dem Bewusstsein, zur Reparatur („Nacherfüllung“) verpflichtet zu sein. Insoweit begann die Verjährung neu zu Laufen und ist heute noch nicht abgelaufen. (Fristende wäre also erst Ende August 2007.)

III. Sollte der Händler Ihrer Aufforderung zur Reparaturvornahme nicht nachkommen, so sollten Sie eine Frist zur Vornahme setzen mit dem Hinweis, dass Sie nach Fristablauf eine andere Werkstatt mit der Reparatur beauftragen und die dort anfallenden Kosten dann von ihm ersetzt verlangen werden.

IV. Die Kosten eines Rechtsstreits hängen vom Streitwert ab, hier von den entstehenden Reparaturkosten. Sie sollten diesbezüglich „schätzen“, dann könnte ich Ihnen das ungefähre Kostenrisiko eines Rechtsstreits mitteilen.

V. Bitte beachten Sie, dass die Rechtslage („Anerkenntnis“ oder nur Kulanzreparatur) hier nur auf der Grundlage Ihrer Informationen beurteilt werden kann. Bei voller Sachverhaltskenntnis kann der Fall anders zu beurteilen sein. Auch werden Streitigkeiten betreffend das Thema „Anerkenntnis“ bzw. „Kulanzreparatur“ in der Rechtsprechung nicht immer einheitlich entschieden.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan André Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 23.04.2007 | 16:33

Sehr geehrter Herr Schmidt,
vielen Dank für die schnelle Antwort.
Um Ihre Fragen zu beantworten:
1. Es handelt sich sich um einen Gebrauchtwagen (Halbjahreswagen)
eine bestimmte Gewährleistungsfrist wurde nicht vereinbart.
2. Der Wagen wurde in Deutschland gekauft.
3. Ich schätze die Reparaturkosten auf ca. 1.000 €.
MfG
M. Sander

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.04.2007 | 17:05

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Meine obige Antwort bezieht sich auf die von Ihnen in der Nachfrage „bestätigten“ tatsächlichen Umstände des Einzelfalls. Insoweit kann vollumfänglich darauf verwiesen werden.
(Daneben ist hier über eine etwaige „Herstellergarantie“ nichts bekannt.)

Das Kostenrisiko eines gerichtlichen Rechtsstreits bei einem Streitwert von 1000 EUR würde ca. 730 EUR betragen, vorausgesetzt beide Parteien haben einen Anwalt.
Es kann zur Vermeidung eines gerichtlichen Verfahrens und der dort entstehenden Kosten Sinn haben, Ihrem Anliegen außergerichtlich mit der Unterstützung durch einen Anwalt Nachdruck zu verleihen.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan André Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt

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