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Reklamation Küchenstudio

| 08.05.2017 11:04 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler


Zusammenfassung: Auch ohne konkrete Preisvereinbarung kann ein Werklohn zu zahlen sein, wenn die Arbeiten den Umständen nach nur gegen eine Vergütung zu erwarten sind. Hiergegen kann sprechen, wenn es sich um Gewährleistungsarbeiten handelt, auch wenn diese eine Änderung des ursprünglichen Auftrags beinhalten.

Wir haben eine hochwertige Einbauküche im Wert von 15.000 € gekauft. Bei der Erstellung des Angebotes hatte der Verkäufer mit mir zusammen diverse Bestandteile zusammen gestellt und die Preislisten u.ä. waren für mich einsehbar. Bei Erstellung des Angebotes kam ein Preis von knapp 16.000 € raus und er meinte, er könne da "rabattmäßig" noch was machen - am Ende standen 15.000 € da. Die Rechung enthält alle Positionen, wie Schränke, Einbaugeräte, Zubehör etc., aber keine Einzelpreisaufstellung - nur die Endsumme steht am Ende als Gesamtpreis. So weit, so gut.

Jetzt habe ich die Dunsthaube reklamiert, da sie überhaupt nicht funktionierte, der Hersteller lehnt die Reklamation nach Aussage des Küchenstudios ab. Das Studio war aber auf meiner Seite und bot mir nach 2 Nachbesserungen einen Austausch an. Ich lehnte die gleiche Haube ab und wollte ein völlig anders Modell - das habe ich bekommen und es wurde eingebaut. Dafür musste der Haubenschrank geringfügig geändert werden (kleinere Sägearbeiten) , da die Haube etwas größer ist. Jetzt erhielt ich eine Rechnung über 300.00 €, auch wieder ohne Aufführung einzelner Positionen, nur Gesamtsumme 300,00 €. Auf Nachfrage, wieso ich das bezahlen soll, da es eine Reklamation war hieß es, die Haube wäre teurer (im Internet kosten beide Hauben nahezu das Gleiche) und der Austausch erfolgt natürlich nicht kostenlos, da ich ein anderes Modell genommen habe. Der Monteur war knapp 2h da. Wie soll ich mich jetzt verhalten? Muss ich das zahlen? Und wenn, auch in diesem Umfang? Habe ich ein Recht auf Angabe der Einzelpreise und Nennung des Stundenlohns des Monteurs? Was sollte ich jetzt am besten tun?

Vielen Dank vorab!

Sehr geehrte Fragestellerin,

im Rahmen der Nachbesserung haben Sie grundsätzlich nur Anspruch auf Erneuerung des defekten Teils. Wenn Sie jetzt eine andere Dunstabzugshaube bekommen haben, die auch in den Haubenschrank eingebaut werden musste, kann man durchaus argumentieren, dass Sie einen weiteren Werktvertrag bezüglich des Einbaus der Haube geschlossen haben. Die Frage ist, ob die Herstellung des Werkes gemäß § 632 BGB nur gegen eine Vergütung zu erwarten war. Dies könnte man verneinen, da die Arbeiten mit Gewährleistungsarbeiten verbunden waren und Sie erwarten durften, dass der Einbau aus Gründen der Kulanz kostenfrei erfolgt. Allerdings ist hiermit eine Wertung verbunden, so dass ein gewisses Risiko besteht. Ein Prozess wäre bei diesem geringen Gegenstandswert verhältnismäßig teuer.

Pragmatischer Ansatz wäre, dass Sie dem Möbelhaus anbieten, zwei Stunden eines Schreiners zu bezahlen. Ggf. gibt es auch auf der Homepage oder im Möbelhaus einen Aushang zu den Kosten solcher Schreinerarbeiten. Alternativ können Sie diese auch schätzen. Ich denke dass ca. EUR 50,00 brutto angemessen wären. Zahlen Sie diese, wobei Sie ausdrücklich durch EINWURFEinschreiben mitteilen, dass dies ohne Anerkennung eine Rechtspflicht unter Aufrechterhaltung Ihres Standpunktes erfolgt, und warten Sie ab, ob sich das Möbelhaus die Mühe macht, den Rest einzuklagen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 08.05.2017 | 12:48

Habe ich ein Recht, die Preise der beiden Hauben und den Stundenlohn der Monteure zu erfahren, um einen gewissen Kostenüberschlag machen zu können? Dann wäre sozusagen die Differenz der Hauben und 2 Schreinerstunden der Ansatz?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.05.2017 | 13:55

Sehr geehrte Fragestellerin,

im Rahmen des Prozesses müsste das Möbelhaus darlegen und beweisen, wie hoch die taxmäßige Vergütung ist. Dies würde auch die Mehrkosten der anderen Abzugshaube und die Kosten des Schreiners umfassen. Diese Informationen können sie auch im Rahmen der außergerichtlichen Korrespondenz anfordern, um den Anspruch weiter zu prüfen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Scheibeler

Bewertung des Fragestellers 10.05.2017 | 06:31

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FRAGESTELLER 10.05.2017 4,8/5,0
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