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Reklamation Datenverlust beim Rücksetzen Smartphone


28.10.2017 14:19 |
Preis: 55,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Carsten Neumann


Zusammenfassung: Ein Besteller darf die Kosten für die Beseitigung von Mängeln einer Werkleistung durch einen Dritten vom Erst-Unternehmer nur verlangen, wenn er dem Unternehmer zuvor die Mängel angezeigt und ihm erfolglos Gelegenheit zur Nacherfüllung (Nachbesserung) gegeben hat.


Ein Kunde hat uns als Dienstleister beauftragt sein Smartphone auf Werkseinstellung zurückzusetzen und die Adressen vorher zu sichern und wieder drauf zu kopieren. Er gab noch den Hinweis, das eh alles gesichert wäre im Netz. Wir haben auftragsgemäss das Handy auf Werkseinstellung Android zuzugesetz, vor auf Stick die Adressdaten kopiert im Beisein des Kunden. Beider Abholung Freitags 18h Ldenschluss wurde dem Kunden das Ergebnis gezeigt, er fand alles ok, bezahlte 40EUR dafür also fertig.

Am Montag kanm er wütend in Laden und sagt wir hätten "Datenverlust" fabriziert weol nur Emailadressen und Rufnr. vom Tool übernommen wurden, aber Adrssen fehlten. Er hatte aber am Freitagabend schon selber einen anderen Dienstleister beauftragt, der einfach die Adrssen neu sync hat für 120 EUR. Somit hat er uns garnicht die Gelegenheit gegeben nachzubesseren, was wir ja genauso gemacht hätten mit der Sync.

Mittleiweile ist ein Anwalt beauftragt (Rechtsschutz bezahlt) der sagte wir hätten eh nix machen können (falsch!) und nun nach 2 Monaten ist eine gerichtlicher Mahnbescheid (aus 120 sind 400EUR) da, dem wir im Ganzen wiedersprochen haben. Es geht wohl zu Gericht.

Frage: Da wir keine Möglichkeit bekommen haben nachzubessern, sind wir im Recht?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Beim Auftrag zum Zurücksetzen des Smartphone handelt es sich um einen Werkvertrag.

Durch die vorbehaltlose Bezahlung der Leistung beim Abholen des Smartphone, nachdem sich der Kunde das Ergebnis hat zeigen lassen und für in Ordnung befand, hat der Kunde die Leistung abgenommen. Wenn der Besteller eine Werkleistung vorbehaltlos abnimmt, obwohl er die Leistung geprüft hat kann er nicht mehr solche Mängel geltend machen, die bei der Abnahme bereits erkennbar waren. Dasselbe gilt für unvollständig ausgeführte Leistungen.

Unabhängig davon darf der Besteller Schadenersatz für die Beseitigung von Mängeln oder Nacharbeiten - dazu gehören auch die Kosten für die Ausführung der erforderlichen Arbeiten durch ein drittes Unternehmen - vom Erst-Unternehmer nur verlangen, wenn der Besteller dem Unternehmer vorher erfolglos eine angemessene Frist zur Nacherfüllung gesetzt hat, ein Nachbesserungsversuch des Unternehmers fehlgeschlagen ist, oder der Unternehmer die Nacherfüllung bereits endgültig verweigert hat (§ 636 BGB, § 282 Abs. 2 BGB). Zum Zweck der Nacherfüllung kann der Unternehmer verlangen, dass ihm die Möglichkeit gegeben wird, das Vorliegen der behaupteten Mängel zu prüfen. Der Kunde hätte Ihnen das Smartphone also erst noch einmal vorlegen und den Datenverlust mitteilen müssen.

Eine Fristsetzung zur Nacherfüllung ist auch dann entbehrlich, wenn eine Nacherfüllung entweder objektiv für jedermann unmöglich ist - das war vorliegend nicht der Fall, da der Kunde die Arbeiten durch ein anderes Unternehmen hat ausführen lassen - oder wenn offenkundig erkennbar ist, dass der Unternehmer zu einer Nacherfüllung subjektiv infolge fehlender Kenntnisse und Fertigkeiten nicht in der Lage ist. Dies ist etwa bei schwerem Pfusch der Fall. Es muss dann aber offenkundig sein, und der Besteller muss dies beweisen.

Vorliegend ist Ihr Kunde daher nicht berechtigt, Schadenersatz von Ihnen für die Beseitigung behaupteter Mängel bzw. Nacharbeiten zu verlangen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
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