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Reiseveranstalter storniert

12.03.2017 14:55 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von


19:42
Der Reiseveranstalter I. storniert die Buchung einer Ferienwohnung. Er kann nicht Gleichwertiges anbieten, dies ist geklärt und unstreitig.
Ich habe nach langer Recherche für einen späteren Zeitraum eine Lösung gefunden, die der ursprünglich gebuchten Reise entspricht, allerdings bei einem anderen Anbieter. Der Mehrpreis der vergleichbaren Wohnung beläuft sich auf 400.-€.
Der Reiseveranstalter I., der storniert hatte, lehnt jeden Schadensersatz ab, auch mit dem Hinweis an dem neuen Termin hätte er noch Alternativen gehabt. Nachweise fehlen.
Gibt es Schadenersatz für die Mehraufwendungen?. Eine Buchung bei dem ursprünglichen Anbieter wollte ich auch wegen der Erfahrungen nicht machen.
12.03.2017 | 15:40

Antwort

von


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Es gibt einen Schadenersatzanspruch, wenn ein Schaden entstanden ist und eine Anspruchsgrundlage besteht.

Offenbar konnte der urspr.Veranstalter seine Leistung nicht erbringen- somit läge eine Unmöglichkeit nach Vertragsschluss vor, § 275 BGB . Der Anspruch auf Leistung ist nämlich ausgeschlossen, soweit diese für den Schuldner oder für jedermann unmöglich ist. Offenbar war die Leistung für den veranstalter unmöglich. Andernfalls wäre ein Rücktritt wegen nicht vertragsgemäßer Leistung denkbar, der ebenfalls zum Schadenersatz führt: §§323 , 325 BGB .

Braucht der Schuldner (§283 BGB ) nun nach § 275 Abs. 1 bis 3 nicht zu leisten, kann der Gläubiger unter den Voraussetzungen des § 280 Abs. 1 Schadensersatz statt der Leistung verlangen.

§ 280 Schadensersatz wegen Pflichtverletzung

(1) Verletzt der Schuldner eine Pflicht aus dem Schuldverhältnis, so kann der Gläubiger Ersatz des hierdurch entstehenden Schadens verlangen. Dies gilt nicht, wenn der Schuldner die Pflichtverletzung nicht zu vertreten hat.

Das Vertretenmüssen müsste noch geklärt werden. Dazu fehlen in der Beschreibeung Hinweise; hat sich der Veranstalter dazu geäußert?

Weitere Frage: Ob etwas gleichwertiges zur verfügung stand, ist eine komplexe frage (was ist gleichwertig) und wer hat wen wann danach gefragt, ob etwas gleichwertiges zur Verfügung steht? Gab es dazu etwa Emailverkehr?

Im Übrigen und grundsätzlich bleibt es dabei, dass sie den Schaden als Schadenersatz statt der Leistung einfordern können. Setzen Sie zu der Zahlung eine Frist von 7 Tagen, und zwar am besten schriftlich.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Tamás Asthoff

Rückfrage vom Fragesteller 12.03.2017 | 16:17

Die Wohnung war plötzlich nicht mehr verfügbar in dem gebuchten Zeitraum. Die nicht gegebene Vergleichbarkeit der alternativen Angebote des ursprünglichen Veranstalters wurde von diesem eingeräumt. Darüber gibt es keinen Streit.
Der urpr. Veranstalter lehnt Ersatz ab mit der Begründung in dem jetzt gebuchten Zeitraum hätte er vergleichbare Alternativen gehabt.Kann dies zum Entfallen des Ersatzanspruchs führen?

Im Internet habe ich gefunden, dass bei Reisen grundsätzlich Spezialregelungen zum Reiserecht anzuwenden sind. Davon lese ich nichts.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 12.03.2017 | 19:42

Spezielle Regeln für das Reiserecht gibt es in der Tat. Diese treffen zu, wenn eine Reisevertrag vorliegt, also eine Gesamtheit von Reiseleistungen - die Buchung einer FeWo ist aber keine Gesamtheit von irgendwelchen Leistungen, sondern ein Mietvertrag.

Wegen Ihrer Frage 1 kommt es darauf an. Wenn der Veranstalter gesagt hat, es ist nicht mehr verfügbar, so spricht vieles für einen Fehler auf seiner Seite. Sie haben eine bestimmte Unterkunft gebucht, war diese nicht verfügbar, bleibt es dabei dass er für das Scheitern aufkommen muss. Alternativen hätte er aufzeigen müssen; diese hätten aber auch dem entsprechen müssen, was Sie buchen wollten!

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