Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
505.507
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Reiseveranstalter LMX verweigert Übernahme der entstandenen Kosten

01.06.2018 10:57 |
Preis: 40,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger


Sehr geehrte Damen und Herren

Vom 28.4.2018 bis zum 5.5.2018 war ich mit meiner Freundin und deren Tochter in Ägypten in den Ferien.
Gebucht hatte ich die Pauschalreise auf www.restplatzboerse.ch. Der Reiseveranstalter war LMX Touristik GmbH mit Sitz in Leibzig.

Zu erwähnen gilt:
Ich hatte die GANZE Reise nur gebucht, weil ich dieses Angebot inklusive kurzem Rückflug nach Zürich fand, da ich der Tochter meiner Freundin keine lange Flugreise zumuten wollte. Hätte ich dieses Angebot mit kurzem Rückflug nicht gefunden, wären wir gar nicht nach Ägypten geflogen.

Auf jeden Fall kam am Flughafen in Hurghada dann die grosse Üverraschung: Es gab gar keinen Rückflug nach Zürich. Stattdessen flog das Flugzeug nach Stuttgart! (Wir wurden informiert, dass uns dann ein Bus des Veranstalters nach Zürich bringen würde.)

Natürlich war ich wütend, da ich die ganze Reise NUR wegen dieses Rückflugs gebucht hatte!

Jedenfalls hatten wir dann keine andere Wahl, als nach Stuttgart zu fliegen.
In Stuttgart dann, war niemand vor Ort, der die Passagiere (welche alle nach Zürich fliegen wollten) informiert hätte. Auch war kein offizieller Bus von LMX Touristik vor Ort.

Da meine Freundin zu dem Zeitpunkt starke Migräneanfälle hatte, wir nicht informiert wurden und einfach so schnell wie möglich nach Zürich kommen wollten (Der nächste Linienbus fuhr erst eineinhalb Stunden nach Ankunft in Stuttgart) buchten wir drei Flüge nach Zürich gleich am Flughafen Stuttgart.

Nun haben wir uns beim Reiseveranstalter LMX gemeldet und haben die Kosten für diesen Flug zurückgefordert.
Der Reiseveranstalter LMX (Gerichtsstand Leipzig) redet sich in einer Email aus der Sache raus:
-Es könne passieren, dass Flüge nicht fliegen
-Wir hätten einen Bus nehmen können

Nun meine Frage:
-Ist es nicht so, dass wir für einen (Direkt-)Flug von Hurghada nach Zürich bezahlt haben?
-Muss der Reiseveranstalter dann nicht die Kosten für einen Flug übernehmen?
-Es ist doch nicht so, dass ein Flug und ein Bustransport (4 Stunden längere Reisezeit) gleichwertig sind..?

Wie können wir gerichtlich gegen den Reiseveranstalter vorgehen?

Vielen Dank & Freundliche Grüsse

Christoph Ziegler

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Was Sie gebucht haben, kann ich nicht abschließend bewerten, da ich die Buchungsunterlagen nicht kenne. Nach Ihrer Schilderung gehe ich aber davon aus.

2. Eine unerhebliche Änderung, auch mit Bustransfer, muss wohl hingenommen werden. Wann dies vorliegt, ist streitig und Frage des Einzelfalls. Ein dreistündiger Bustransfer soll noch hinnehmbar sein (AG Bonn Az.: 18 C 140/96).
Umgekehrt musste ein Veranstalter nach einer Entscheidung des Amtsgericht Hamburg Altona (AZ: 318c C 36/00) einen Flug und einen Mietwagen ersetzen, als der Flug geändert wurde. Hier sollte der Abflughäfen geändert werden und man landete statt in Hamburg in Frankfurt. Von dort sollte es mit dem Bus nach Hamburg gehen. Dies würde als unzumutbar angesehen

3. Beides wird wie gesagt auch als nicht gleichwertig angesehen, dann müssen Sie es nicht hinnehmen, wenn ihr Zielflughafen geändert wird und sie einen Teil der Strecke mit dem Bus befördert werden Dies ist ein Reisemangel, für den fünf Prozent Minderung des Reisepreises verlangt werden können (AG Gifhorn Az.: 2 C 655/04).

Letztendlich wird man gerichtlich gegen den Veranstalter vorgehen müssen, um dies abschließend im Einzelfall zu klären.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 65539 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Die Antwort kam schnell und war verständlich. ...
FRAGESTELLER
4,2/5,0
Schnelle Antwort mit Verweis auf gültige Rechtsnormen und entsprechenfe Handlungsempfehlung. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
die antwort war gut. ...
FRAGESTELLER