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Reiserücktrittsversicherung nicht anerkannt, Reisebüro hatte Prämie nicht bezahlt


18.12.2017 15:09 |
Preis: 25,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Meine Frau und ich haben am 13.02.2017 eine Reise (Anzahlung € 466.-) und eine Reiserücktrittsversicherung (€ 72.-) bezahlt.

Am 14.08.17 wurde bei meiner Frau im Krankenhaus akuter hoher Blutdruck festgestellt. Die Problematik ist unverändert kritisch.

Deshalb nahmen wir noch vor dem 11.0917 mit dem Reisebüro Kontakt auf, wegen des weiteren Vorgehens. Per Fax wurde die Reise storniert. Auf Wunsch der Versicherung (Iduna/Adler) wurde ein ärzliches Attest am 28.09.17 nachgereicht.
Die Versicherung lehnte die Rückzahlung der Stornogebühren unter Verweis auf § 37 Abs. 2 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) ab, weil die Versicherungsprämie erst am 11.09.17 eingezahlt worden war und der Versicherungsfall schon am 14.08..17 eingetreten sei. D.h. wir waren vom 13.02.17. bis 11.09.17 gar nicht versichert (!!).
Da das Verschulden beim Reisebüro lag, forderten wir die € 538.- zurück. Die Rückzahlung von € 466.- wurde zugesagt, die Rückzahlung von € 72.- mit der Begründung verweigert,, sie seien ja - wenn auch verspätet - bezahlt worden. Die verspätete Einzahlung - nach Eintritt des Schadensfalles - ist m.E. versicherungsrechtlich sinnlos, daher steht uns auch dieses Geld zu.

Nun meine Frage: Haben wir Anspruch auch auf die € 72.-?
18.12.2017 | 15:42

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Der Reiseveranstalter hat Sie so zu stellen, wie Sie stehen würden, hätte er die Prämie rechtzeitig bezahlt.
Ohne die Vereinbarung kann hier pauschal keine Auskunft gegeben werden.
Hatten Sie keine Selbstbeteiligung vereinbart und außerdem den vollen Preis inklusive Versicherungsprämie versichert so hat der Reiseveranstalter die volle Summe als Schadensersatz zu zahlen. Ist die Versicherungsprämie nicht Teil der Versicherungssumme so steht Ihnen diesbezüglich auch dann kein Ersatz zu, wenn der Reiseveranstalter tatsächlich seiner Zahlungsverpflichtung nicht oder erst verspätet nachgekommen ist.
Vereinfacht gesagt sollen Sie nicht besser gestellt werden nur weil der Reiseveranstalter nicht ordentlich gearbeitet hat.

Die Zahlungsverweigerung mit der Begründung die Summe sei an die Versicherung gezahlt worden ist albern. Da die Versicherung die Zahlung als verspätet betrachtet ist hier kein Vertrag zustande gekommen, die Zahlung folglich zurück zu gewähren. Selbst wenn dies nicht der Fall wäre, kann der Veranstalter durchaus zur doppelten Zahlung verpflichtet sein wenn die Zahlungspflicht auf seiner Pflichtverletzung beruht.

Schauen Sie in Ihren Versicherungsbedingungen nach ob die Versicherungsprämie Teil der Auszahlungsverpflichtung ist. Ist dies der Fall sollten Sie dem Reiseveranstalter unter Hinweis auf den entsprechenden Abschnitt der Vereinbarung eine Frist zur Auszahlung setzen (angesichts der Feiertage nicht zu kurz bemessen: 3 Wochen). Sollte bis dahin keine Zahlung erfolgen können Sie weiter gegen den Reiseveranstalter vorgehen.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Sollte dies nicht der Fall sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


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