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Reiserücktritt - Zweifel an Höhe der Stornogebühren

| 02.01.2018 18:04 |
Preis: 28,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir stornierten 16 Tage vor Reisebeginn eine Pauschalreise (2 Pers) nach Sardinien (einziger Direktflieger Eurowings) und dafür wurden 60% des Reisepreises als Stornierungskosten (gemäß Vertragsbedingungen) berechnet.
Wir haben per Internet kontrolliert, ob die Reise (Reise-Zeitraum in den NRW-Herbstferien) weitervermittelt werden konnte. Die Fluggesellschaft Eurowings war für die gebuchten Flüge ausgebucht (Kopie der Internetseite vorhanden) und auch auf der Internet-Seite des Reiseveranstalters war die Pauschalreise nur noch mit Gabelflügen verfügbar (ebenfalls Kopie vorhanden). Wir haben daraufhin mit den o.g. Kopien die Rückerstattung der Hälfte der Stornogebühren gefordert und folgende Antwort erhalten:
"...allerdings produzieren wir unsere Pauschalreisen dynamisch, dies bedeutet, dass wir im Moment der Buchung aktuelle Leistungen im Einzelplatz einkaufen und der jeweiligen Reise zusteuern. Analog erfolgt eine Stornierung, das bedeutet, wir geben die Einzelleistungen zu Stornokosten zurück und nicht in ein Kontingent. Aus diesem Grunde erfolgt auch kein Wiederverkauf der Leistungen. Eine Anpassung der Stornokosten können wir daher auch nicht vornehmen."

Zu welchen Stornokosten der Reiseveranstalter die Einzelleistungen zurückgibt wurde uns nicht mitgeteilt. Wie sollen wir weiterverfahren? Lohnt sich ein weiteres Vorgehen?
02.01.2018 | 19:29

Antwort

von


(139)
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Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Die im Vertrag niedergelegten Pauschalen sind nach einem Urteil des BGH unzulässig. Vor Gericht muss der Reiseveranstalter die Kosten belegen die ihm durch die Stornierung angefallen sind. Da dies häufig nicht bis ins letzte Detail möglich ist (weil es sich auch beim Reiseveranstalter um Kontingente handelt) ist es gerade bei hohen Stornogebühren wegen kurzfristiger Stornierung häufig so, dass dem Reisenden Kosten zu erstatten sind. Besonders leicht zu beweisen sind für den Reiseveranstalter die Kosten einer Flugreise. Hier muss eine personalisierte Buchung durchgeführt werden, weswegen der Reiseveranstalter nicht selten 100 % der Flugkosten verliert. Wie alle großen Unternehmen arbeiten auch Fluggesellschaften mit einer gewissen Überbuchung, sodass die mangelnde Verfügbarkeit des Fluges online von Ihnen nicht zu hoch eingeschätzt werden sollte. Gerade das Reiseunternehmen hat hierauf keinen Einfluss.

Fazit: Je nach Höhe des Reispreises lohnt es sich durchaus in ein gerichtliches Verfahren zu gehen.
Das Verfahren kann sich mehrere Monate hinziehen. Wenn Sie insgesamt 1.200 € für die Reise bezahlt haben und die Reisegesellschaft 60 % einbehält (720 €) und Sie davon die Hälfte heraus verlangen (360 €) haben Sie außerdem ein Prozesskostenrisiko in Höhe von 420 € (bei vollständigem Unterliegen). Bei höheren Forderungen wird das Prozessrisiko im Verhältnis deutlich geringer.
Sie sollten hier sorgsam mit Ihren Nerven abwägen.
Wenn Sie andererseits das Gefühl haben den Gegner "so ist nicht davon kommen lassen zu wollen" sollten Sie unbedingt den Weg über die Gerichte gehen.
Meine Einschätzung ist, dass Sie gute Chancen haben 10-20% zurückzuerhalten.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Sollte dies nicht der Fall sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt



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