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Reiserecht / Reiserücktrittsversicherung

13.04.2021 16:38 |
Preis: 30,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrter Anwalt, sehr geehrte Anwältin,
meine alljährliche Reise nach Korfu war in den letzten Jahren über die Europ Assistance versichert. Im vergangenen Jahr musste ich diese Versicherung in Anspruch nehmen, da ich einen arthritischen Schub hatte (Psoriasis Arthrits) und meine Reise nicht antreten konnte.
Die von meinem Arzt ausgefüllte ärztliche Bescheinigung genügte der Versicherung nicht, sie forderten darüberhinaus die Patientenakte an, die mein Arzt aber leider bis heute nicht geschickt hat. Als ich ihn daraufhin ansprach sagte er, dass er in Coronazeiten wahrhaftig anderes zu tun hat als der Versicherung zu dienen, er hätte ja bereits die ärztliche Bescheinigung ausgefüllt, dass wäre ausreichend.

Eine eingeholte Rechtsauskunft ergab, dass die Versicherung meinen Anspruch auf Erstattung der Reisekosten nicht davon anhängig machen darf, ob mein Arzt der Versicherung die Patientenakte zukommen lässt, da er bereits die ärztliche Bescheinigung ausgefüllt hat?

Ist das wirklich so, darf die Versicherung meinen Anspruch auf Erstattung der Reisekosten nicht davon abhängig machen, ob mein Arzt die Patientenakte schickt? Genügt die ärztliche Bescheinigung?
Als Anlage übersende ich Ihnen einen Brief der Versicherung.

Mit freundlichen Grüßen
Melina Stuckmann

Sehr geehrte Frau Stuckmann,
wir nehmen Bezug auf Ihr Schreiben vom 11.03.2021. Auf Ihre E-Mail haben wir am 25.03.2021 reagiert.
Gemäß § 6 der besonderen Bestimmungen der Reiserücktrittsversicherung (kurz: VB EA RR ES 2017) ist die versicherte Person verpflichtet, dem Versicherer Nachweise erbringen, damit der Versicherer prüfen kann, ob und in welcher Höhe er leistet (Obliegenheiten).
Verletzt der Hauptversicherte oder die versicherte Person vorsätzlich oder grob fahrlässig die genannte Obliegenheit, ist der Versicherer mit dem in § 28 Absätze 2 bis 4 VVG vorgeschriebenen Einschränkungen ganz oder teilweise von der Verpflichtung zur Leistung frei.
Seit dem 06.11.2020 haben wir mehrfach schriftlich um die Nachreichung der ärztlichen Behandlungsaufzeichnungen, beginnend ab 6 Monate vor Reisebuchung bis 31.07.2020 gebeten.
Diese wurden bis dato nicht vorgelegt und daher ist eine abschließende Bearbeitung nicht möglich.
Gerne möchten wir den Vorgang weiter prüfen, wenn die erbetenen Unterlagen nachgereicht werden.
Freundliche Grüße
Ihr Reiseversicherungs-Team

Fall Management Abteilung
Europ Assistance Services GmbH
Tel: +49 (0) 89 55 987 - 8380
E-Mail: fallmanagement@europ-assistance.de

Europ Assistance Services GmbH
Adenauerring 9
D - 81737 München



13.04.2021 | 17:25

Antwort

von


(382)
Herforderstrasse 26
33602 Bielefeld
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Tel: 0176/38400010
Web: http://www.asthoff.com
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

grundsätzlich hat die Versicherung Anspruch auf die Unterlagen, die nach dem dort gensannten Paragraphen notwendig sind. Dies kann auch die Patientenakte umfassen. Die ärztliche Bescheinigung enthält nämlich gerade KEINE Aussagen über den Verlauf in den 6 Monaten vor Reisebuchung.

Daher dürfte der Anspruch der Versicherung auf umfassendere Auskunft als nur die ärztl. Auskunft(Attest) bestehen, um den Anspruch zu prüfen.

Andererseits ist Ihr Arzt aber aus dem Behandlungsvertrag verpflichgtet, entsprechende UNterlagen zur Verfügung zu stellen. Spätestes Sie persönlich häten aber einen Anspruch auf Überlassung der Patientenakte, schon nach dem Datenschutzgesetz, aber auch aus dem Behandlungsvertrag, wovon Sie eine Kopie für die Versicherung erstellen könnten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Tamás Asthoff

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