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Reiserecht - Corona Flug USA mit amerikanischer Airline als Vertragspartner

17.03.2020 19:54 |
Preis: 50,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von


13:48
Ausgangssituation:
Im Juni 2019 haben wir Online über United Airlines Flug nach Miami mit United Airlines (Vertragspartner) gebucht. Flug soll am 03.04.2020 stattfinden (durchgeführt von Lufthansa, Codeshareflug). Zeitpunkt fällt also zeitlich in das Einreiseverbot der USA, d.h. der Flug wird nicht durchgeführt werden können.
Bislang wurden wir noch nicht darüber informiert, ob der Flug stattfindet oder nicht.
Auf der Homepage von United Airlines wird angeboten, dass man den Flug selbst stornieren kann. Man erhält dann eine "Gutschrift" für einen neuen Flug mit United Airlines, einzulösen innerhalb der nächsten 15 Monate.
Frage: ich möchte keine Gutschrift, sondern den Vertrag rück abwickeln, also das Geld zurück haben. United Airlines bietet das aber nicht an. Darf sie das auf eine "Gutschrift" beschränken?
Mache ich rechtlich einen Fehler, wenn ich der Empfehlung auf der Homepage folge und den Flug jetzt selbst storniere?
Was wäre dann ggf. Alternativ die richtige Handlung?
17.03.2020 | 21:00

Antwort

von


(84)
Alte Schmelze 16
65201 Wiesbaden
Tel: 0611-13753371
Web: http://deutschland-schulden.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

soweit die Reise wie in Ihrem Fall wegen einer Einreisesperre nicht stattfinden kann haben Sie Anspruch auf eine Erstattung des Flugpreises. Das gilt auch dann, wenn Sie nur den Flug gebucht haben. Wenn sie aufgrund der Einreisesperre nicht einreisen können kann Ihre Reise nicht durchgeführt werden,

Die Fluggesellschaft ist also zunächst einmal verpflichtet, Ihnen den Ticketpreis zu erstatten.

Zusätzlich zu der Rückerstattung des Ticketpreises könnte Ihnen sogar noch eine Entschädigung nach der EU-Fluggastrechte-Verordnung 261/2004 zustehen, dies wäre dann der Fall wenn vielmehr wirtschaftliche Gründe für die Stornierung bestehen als nur die Geltendmachung des Einreiseverbots. Es gibt ja durchaus noch mehrere Flüge in die USA welche stattfinden, insbesondere wenn es sich bei den Passagieren um Amerikaner handelt. Einen solchen Anspruch sollten Sie aber meiner Einschätzung nach möglichst rasch an einen professionellen Aufkäufer für solche Rechte weiterverkaufen. Wenn es den Airlines gelingt sich hier auf "außergewöhnliche Umstände" zu berufen könnte so ein Vorhaben dann auch scheitern. Bei einem Verkauf des Entschädigungsanspruchs ist das aber nicht mehr Ihr Problem.

Im Ergebnis können Sie also den Flugpreis zurückverlangen, einen zusätzlichen Anspruch auf eine Fluggastentschädigung sollten Sie aufgrund der vagen Erfolgsaussichten und des Aufwandes möglichst rasch an einen Aufkäufer abtreten.

Ich hoffe damit Ihre Frage zufriedenstellend beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Abend,

Mit freundlichen Grüßen,
RA Fabian Fricke


Nachfrage vom Fragesteller 18.03.2020 | 13:25

Danke Ihnen.
Ist es denn für die Forderung der Rückerstattung schädlich, wenn ich den Flug zunächst selbst storniere?
Wie beschrieben, ist dass die einzige Option, die United Airlines aktuell online anbietet. Ich habe die Befürchtung, dass United sich hinterher darauf zurückzieht, dass ich den Flug selbst storniert habe! Für mich als Laie sieht das nach einer bewussten "Rechtsfalle" aus!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.03.2020 | 13:48

Sehr geehrter Fragesteller,

soweit das Reiseverbot besteht kann Ihnen die Stornierung nicht vorgehalten werden. Ich sehe das aber ähnlich wie Sie und würde daher empfehlen den Flug von Ihrer Seite aus erst in etwa 3-7 Tage vor der Reise zu stornieren . Bis dahin können Sie aber die Airline immer wieder dazu auffordern sich zu erklären und den Flugpreis zu erstatten.

Mit freundlichen Grüßen,
RA Fabian Fricke

ANTWORT VON

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